Einsatzkräfte an der Hohen Acht gefordert
Winterliche Bedingungen und zugeparkte Rettungswege
Dringender Appell an die Bürger
Adenau. Im Rahmen eines Notfalleinsatzes am vergangenen Wochenende in der winterlichen Hocheifel waren nach dem Sturz einer Person, nahe des Kaiser Willhelm Turmes an der Hohen Acht, zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Notarztstandortes und der Rettungswache vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) sowie der Polizei gefordert. Erschwert wurden die Rettungsarbeiten durch die zugeschneite Zuwegung, zahlreiche Besucher und durch die Schneelast umgestürzte Bäume. Diese mussten durch die Feuerwehr entfernt werden. Eine völlig neue Erfahrung für die Einsatzkräfte waren die zunächst scheinbar von Schaulustigen eingesetzten und ferngesteuerten Drohnen, um ein Bild des Einsatzgeschehens zu erhalten. Wie das DRK später mitteilte, hatte sich am Montagmorgen ein Medienmitarbeiter beim DRK gemeldet und mitgeteilt, etwa zu der Zeit des Rettungseinsatzes dort unter Beachtung der aktuellen Rechtslage offizielle Luftaufnahmen von der Parksituation rund um die Hohe Acht für einen Fernsehbeitrag angefertigt zu haben. Der Rettungseinsatz sei allerdings nicht bemerkt und keinesfalls aufgenommen worden. Es ist also möglich, dass die beschriebene vermeintliche Beobachtung durch eine Drohne völlig anderen Aufgaben diente und durch die Einsatzkräfte fehlinterpretiert wurde.
Der durch die Feuerwehr geschaffene Rettungsweg war auf dem Rückweg der Rettungskräfte zu allem Überfluss noch von einem parkenden Pkw versperrt. Die eingesetzten Rettungskräfte konnten die Einsatzstelle dadurch nur mit zeitlicher Verzögerung verlassen.
Durch die Unwägbarkeiten dieses Einsatzes wurde der Gesundheitszustand glücklicherweise nicht weiter benachteiligt. Nach notfallmedizinischer Versorgung erfolgte der Transport des 73-jährigen Patienten durch den DRK-Rettungsdienst in das Krankenhaus nach Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im Einsatz waren ehrenamtliche Kräfte der Feuerwehr der Verbandsgemeinde Adenau, des Notarzt- und Rettungsdienstes der DRK-Rettungswache sowie der Polizeiinspektion Adenau. Verbunden mit einem deutlichen Appell bitten die Rettungskräfte ihre Mitbürger dringlichst: Halten sie Zufahrts- und Rettungswege frei. Meiden sie, wann immer möglich, die teils vereisten und spiegelglatten Wege und auch Pisten. Rechnen sie gerade bei Neuschnee immer mit gefährlichem Schneebruch der Bäume. Hierbei handelt es sich nur um einen Auszug von zahlreichen Einsätzen, welche im Zusammenhang mit dem Schneefall der Region Hocheifel-Nürburgring stehen.
Pressemitteilung
DRK-Notarztstandort Adenau,
MedienService DRK-Kreisverband Ahrweiler e.V.
