Allgemeine Berichte | 04.05.2026

Vogelstimmenwanderung führt durch vielfältige Waldreviere – 40 Arten beobachtet

Zwitschern zum Frühstück: NABU Hundsangen begeistert NaturfreundeInnen

Die Teilnehmergruppe lauscht den Gesängen der Waldvögel

Elz. Während die meisten Menschen noch schliefen, begab sich am vergangenen Wochenende eine Gruppe von Naturbegeisterten auf eine akustische Entdeckungsreise. Ausgangspunkt war die Elzer Grill- und Umwelthütte, die als idealer Treffpunkt für naturkundliche Exkursionen und Veranstaltungen geschaffen wurde. Im Rahmen der traditionellen Vogelstimmenfrühwanderung der NABU-Gruppe Hundsangen erkundeten die TeilnehmerInnen den renaturierten Kalksteinbruch und die abwechslungsreichen Wald-Lebensräume bis ins Tal der Mordschau.

Von Waldesrand bis Waldesinneres

Unter der fachkundigen Leitung des Ornithologen Marcel Weidenfeller vom NABU Hundsangen erkundete die Gruppe verschiedene Reviere: die offene Feldflur, den Waldrand sowie das tiefe Waldinnere. Das frühe Aufstehen wurde reich belohnt, da sich die Natur von ihrer lebendigsten Seite zeigte. Insgesamt konnten 40 verschie-dene Vogelarten anhand ihres Gesangs oder durch Sichtungen identifiziert werden – ein Erfolg, der die biologische Vielfalt des Gebietes eindrucksvoll unterstreicht.

Bereits an der Umwelthütte begrüßte eine Gebirgstelze die angereisten Vogel-freundeInnen. Während der Tour begleiteten drei Arten die Gruppe fast ständig: Zilpzalp, Zaunkönig und Mönchsgrasmücke. Die TeilnehmerInnen zeigten sich zudem begeistert vom in unmittelbarer Nähe vorgetragenen Gesang der Mistel- und Singdrossel, sowie von den normalerweise kaum wahrnehmbaren Goldhähnchen. Auch ein seltener Waldlaubsänger und Krickenten sorgten für Überraschungen unter den Anwesenden. Der absolute Höhepunkt war jedoch ein am helllichten Tag rufender Waldkauz unweit der Gedenkstätte Mordschau, der die Gruppe in großes Erstaunen versetzte.

„Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie viel Leben direkt vor unserer Haustür herrscht, wenn man nur genau hinhört“, resümierte Marcel Weidenfeller.

Doch auch die geschichtlichen Aspekte kamen bei dieser Wanderung nicht zu kurz: Andreas Schenk, Umweltausschussvorsitzender der Gemeinde Elz, berichtete über den ehemaligen Steinbruch und seine Renaturierung, sowie Wissenswertes über die einstige Handelsstraße, die durch dieses Gebiet führte und erzählte von der in diesem Zusammenhang erbauten Motte (einer Turmhügelburg) auf dem Pfaffenkopf aus dem 10. bis 13. Jahrhundert. An der Gedenkstätte Mordschau angekommen, gab er zudem die Sage um diesen geschichtsträchtigen Ort zum Besten, sowie dessen Bau durch den Gesellenverein im Jahre 1933.

Kulinarischer Abschluss in der Umwelthütte

Nach der dreistündigen Wanderung erwartete die Gruppe ein weiteres Highlight: In der behaglichen Atmosphäre der Elzer Umwelthütte war bereits alles für einen gemeinsamen Ausklang hergerichtet. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Die NABU-Mitglieder Barbara Rausch und Harald-Erik Berkhout hatten ein reichhaltiges Frühstück vorbereitet, das sie den Gästen liebevoll in den Räumlich-keiten der Hütte servierten. In geselliger Runde ließen die TeilnehmerInnen die Erlebnisse der Tour Revue passieren und dankten den Organisatoren herzlich für diese gelungene Veranstaltung im Morgengrauen. „Ein besonderer Dank galt an dieser Stelle der Gemeinde Elz für ihre Gastfreundschaft in der Umwelthütte sowie für ihr unermüdliches Engagement im Naturschutz, das vielen anderen Gemeinden als leuchtendes Vorbild dienen sollte.“

Pressemitteilung NABU Hundsangen

40 unterschiedliche Arten konnten bei der Wanderung beobachtet werden.

40 unterschiedliche Arten konnten bei der Wanderung beobachtet werden. Foto: Jochen Hannappel und Marcel Weidenfeller

Die Teilnehmergruppe lauscht den Gesängen der Waldvögel Foto: Jochen Hannappel und Marcel Weidenfeller

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