Vorfreude auf Derby gegen die TuS am 18. November
2:1 gegen Wormatia Worms: FV Engers belohnt sich für bärenstarke Vorstellung
aus Neuwied
Engers. Der FV Engers hat ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einer spielerisch und kämpferisch überzeugenden Vorstellung bezwangen die „Jungs vom Wasserturm“ die starke Wormatia aus Worms mit 2:1 (1:1). Der Sieg war hochverdient und hätte angesichts zahlreicher hochkarätiger Torchancen sogar deutlich höher ausfallen können. Entsprechend zufrieden zeigte sich Trainer Julian Feit nach dem Schlusspfiff. Er sprach von einem „hoch, hochverdienten Sieg“ und freute sich vor allem darüber, dass sich seine Mannschaft für ihren enormen Aufwand auch mit drei Punkten belohnt hatte. Der überzeugende Auftritt macht zudem Lust auf die kommenden Aufgaben: Zunächst wartet am Samstag der bärenstarke Aufsteiger und Tabellenzweite Mechtersheim, ehe am Mittwoch, 18. November, um 19 Uhr das mit Spannung erwartete Derby gegen die TuS Koblenz am Engerser Wasserturm angepfiffen wird.
Nach einer kurzen Abtastphase übernahmen die Gastgeber gegen Worms zunehmend das Kommando. Engers war bissiger in den Zweikämpfen, kombinierte gefällig und setzte die Gäste immer wieder unter Druck. Die verdiente Führung war das Ergebnis eines sehenswerten Angriffs: Manuel Simons bereitete stark vor, Nils Wambach vollendete zum 1:0.
Auch danach blieb der FVE klar tonangebend. Die Mannschaft von Julian Feit hatte das Geschehen weitgehend im Griff, erspielte sich weitere gute Möglichkeiten und ließ die Wormatia kaum zur Entfaltung kommen. Umso ärgerlicher war der Ausgleich kurz vor der Pause. Beim Versuch, das Spiel von hinten heraus aufzubauen, leisteten sich die Engerser am eigenen Strafraum einen folgenschweren Ballverlust, den die Gäste zum überraschenden 1:1 nutzten.
Wer nun befürchtet hatte, dass dieser unnötige Gegentreffer den Gastgebern einen Knacks versetzen könnte, sah sich nach dem Seitenwechsel schnell eines Besseren belehrt. Engers kam mit enormem Schwung aus der Kabine und spielte die Wormatia phasenweise regelrecht an die Wand. Die Grün-Weißen gewannen nahezu jeden Zweikampf, kombinierten mit Tempo und erspielten sich Chancen beinahe im Minutentakt.
Vor allem über die beiden agilen Außen Rico Rösler und Manuel Simons sorgte der FVE immer wieder für Gefahr. Im Zentrum war Nils Wambach ein ständiger Unruheherd, behauptete zahlreiche Bälle, gewann Kopfballduelle und setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene. Die Wormser Defensive bekam kaum Gelegenheit zum Durchatmen. Selbst der Gästetrainer haderte an der Seitenlinie hörbar damit, dass seine Mannschaft praktisch keinen Zweikampf mehr für sich entscheiden konnte.
Einzig die Chancenverwertung ließ zu wünschen übrig. Gleich mehrfach lag die erneute Führung in der Luft. Angesichts der Fülle bester Möglichkeiten hätten die Engerser längst für klare Verhältnisse sorgen können. So drohte ausgerechnet diese Partie zu einem jener Spiele zu werden, in denen eine Mannschaft trotz drückender Überlegenheit am Ende nicht den verdienten Lohn erhält.
Fast schon eine Ironie des Spiels war es deshalb, dass die Entscheidung schließlich nicht aus einer der zahlreichen gelungenen Kombinationen fiel, sondern nach einem ruhenden Ball. Nach einer Ecke stieg David Eberhardt hoch und köpfte zum erlösenden 2:1 ein.
Damit war der Widerstand der Gäste allerdings noch nicht endgültig gebrochen. In den letzten zehn Minuten warf die Wormatia noch einmal alles nach vorne. Die Wormser zeigten, warum sie zu den starken Mannschaften der Liga zählen, und brachten mit zahlreichen hohen Bällen noch einmal Unruhe in den Engerser Strafraum. Doch die Defensive hielt stand. Insbesondere Siegtorschütze David Eberhardt erwies sich auch hinten als Turm in der Schlacht. Gemeinsam mit dem ebenfalls kopfballstarken Johnny Kapp räumte er zahlreiche Hereingaben ab. Einmal musste auch der Engerser Schlussmann noch entscheidend eingreifen.
Am Ende stand ein 2:1-Erfolg, der nach Spielanteilen und Torchancen kaum verdienter hätte sein können. Engers überzeugte mit großer Leidenschaft, hoher Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und vor allem mit bemerkenswert gutem Offensivfußball. Einzig die mangelnde Chancenverwertung verhinderte einen deutlich entspannteren Nachmittag.
Erst zum Tabellenzweiten, dann Derby gegen die TuS
Bereits am kommenden Samstag um 15.30 Uhr wartet mit dem Auswärtsspiel beim TuS Mechtersheim eine echte Bewährungsprobe. Der Aufsteiger spielt bislang eine herausragende Saison und steht auf dem zweiten Tabellenplatz.
Nur vier Tage später folgt dann der nächste Höhepunkt: Am Mittwoch, 18. November, empfängt der FV Engers um 19 Uhr die TuS Koblenz zum Derby am Wasserturm.
Nils Wambach traf zur verdienten Führung. Während er in dieser Situation nur ins leer Tor abstauben musste, zeigte er insgesamt eine starke Partie und war immer wieder Zielspieler in den Engerser Angriffen. Foto: Ulf Steffenfauseweh
Gabriel Müller hatte seine linke Seite im Griff und leitete mit seiner Dynamik zahlreihe Vorstöße ein. Foto: Ulf Steffenfauseweh
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Abwehrrecke David Eberhardt war im entscheidenden Moment offensiv zur Stelle und köpfte nach einer Ecke zum 2:1 ein. Foto: Ulf Steffenfauseweh