Politik | 08.03.2013

Aktie darf keine Ramschware werden

ThyssenKrupp-Mitarbeiter warnen Aktionäre der Eisenhüttenwerke in Köln

Auch Mitarbeiter von Rasselstein Neuwied hatten sich nach Köln zur Aktionärsversammlung der Eisenhüttenwerke aufgemacht, um die Anteilseigner vor den Plänen des ThyssenKrupp-Konzerns zu warnen. privat

Neuwied. Am Freitag, 1. März, machten sich Beschäftigte von TK-Rasselstein GmbH Andernach, der Rasselstein Verwaltungs GmbH Neuwied, Electrical Steel Bochum und Gelsenkirchen auf den Weg nach Köln zur Aktionärshauptversammlung der Eisenhüttenwerke. Die Beschäftigten hatten einen Flyer im Gepäck, der die sonst so wertbeständige Aktie als Ramschware für einen Euro auswies. Hintergrund dieser Aktion sind die Überlegungen des ThyssenKrupp-Konzerns die oben genannten Betriebe in ihrer Ergebnisentwicklung deutlich und nachhaltig zu behindern. Geplant sind sowohl Überlegungen zur Schließung des Rasselstein-Standorts Neuwied als auch Verkäufe von Electrical Steel Standorten.

Wilfried Stenz, Betriebsratsvorsitzender der ThyssenKrupp Rasselstein GmbH, hatte mit übertragenem Rederecht die Möglichkeit, die Aktionäre über die negativen Auswirkungen des Planungsstands zur Umstrukturierung des Konzerns zu informieren. Die Aktionäre nahmen diese Informationen und auch die Flyer sehr interessiert und dankbar auf. Kritische Fragen vieler Aktionäre und Aktionärsvertreter waren die Folge. Der Vorstand bemühte sich redlich, die Fragen zu beantworten, konnte aber auch keine konkreten Angaben machen. Die Aktionäre sind jedenfalls sensibilisiert und achten in Zukunft ganz genau darauf, was mit ihrer Aktie geschieht. Pressemitteilung der

IG Metall Neuwied

Auch Mitarbeiter von Rasselstein Neuwied hatten sich nach Köln zur Aktionärsversammlung der Eisenhüttenwerke aufgemacht, um die Anteilseigner vor den Plänen des ThyssenKrupp-Konzerns zu warnen. Foto: privat

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