Politik | 25.05.2014, 10:56 Uhr

FWG fordert mehr Transparenz, Kommunikation und Bürgernähe

Baumschutzsatzung kaum effizient

Ortstermin der FWG im Schlosspark Neuwied.privat

Neuwied. Eingriffe in den Baumbestand beschäftigen die Menschen immer wieder. Das ist auch in Neuwied so. Beispiele gab es in vergangener und jüngster Zeit genug, die für Fragen, Ärger und Unverständnis gesorgt haben. Für die Freie Wählergruppe hat sich dabei die Frage gestellt, ob mit einer Baumschutzsatzung, wie sie jetzt im Stadtrat beantragt wurde, an dieser Situation etwas zum Positiven zu verändern ist? „Kann eine Satzung dazu beitragen, Bäume zu schützen und für ein transparentes und klares Verwaltungshandeln sorgen?“ wurde in der öffentlichen Fraktionssitzung diskutiert. Der Leiter des Neuwieder Bauamtes, Jörg Steuler, brachte dabei noch einmal die Sicht der Verwaltung ein und stand für viele Fragen zur Verfügung. Am Ende der Diskussion wurde deutlich, dass alle Anwesenden dem Antrag skeptisch gegenüberstanden. Tenor war, dass in vielen Vorschriften schon heute Bezug zum Schutz der Bäume genommen wird, z.B. in Bebauungsplänen, in Naturschutzgebieten, in Denkmalzonen und im Landesnaturschutzgesetz. Auch die Erfahrungen, die andere Kommunen mit Baumschutzsatzungen gemacht haben, sind nicht unbedingt positiv. Denn eine Satzung führt nicht unbedingt dazu, dass keine Bäume mehr gefällt werden. Erfahrungen zeigen, dass auch dort drei von vier Bäumen aus guten Gründen weichen müssen. Dazu kommt eine immer weiter steigende Bürokratie. Auf der einen Seite soll sie eingedämmt werden, auf der anderen Seite würde sie hier wieder ausgebaut. Denn wenn eine Satzung aufgestellt wird, muss sie auch kontrolliert und verwaltet werden. Hier ist mit mindestens einer halben Verwaltungsstelle zu rechnen. „Von daher halten wir eine Baumschutzsatzung für wenig effizient. Sie kostet viel und bringt im Vergleich wenig“, fasst Karl-Josef Heinrichs, der Fraktionsvorsitzende das Ergebnis zusammen. Für die FWG ist das Problem in einer anderen „Baustelle“ zu suchen. „Die mangelnde Kommunikation und die fehlende Bürgernähe bei den durchzuführenden Arbeiten rund um die Bäume“. Hier muss nach Meinung der FWG eine deutliche Verbesserung einsetzen. Bürger werden oft von sogenannten Pflegeschnitten oder Fällungen überrascht. Arbeiten erwecken den Eindruck, dass sie bei Nacht und Nebel ausgeführt werden. „Hier muss die Verwaltung lernen, im Vorfeld mit den Bürgern in Kommunikation zu treten und notwendige Arbeiten anzukündigen und vor allem auch zu erklären“, fordert die FWG-Stadtratsfraktion. Und das lässt sich ihrer Meinung nach nicht mit einer Baumschutzsatzung erreichen. „Hier müssen andere Kommunikationsstrukturen in der Verwaltung aufgebaut werden und vor allem auch ein anderes Verständnis für den Dialog mit dem Bürger bei den Mitarbeitern geweckt werden“, betont Karl-Josef Heinrichs. Von daher sieht die FWG hier den Ansatz und nicht in einer neuen Satzung.

Pressemitteilung der

FWG-Stadtratsfraktion Neuwied

Ortstermin der FWG im Schlosspark Neuwied.Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Imageanzeige
Hausmeister, bis auf Widerruf
Image Anzeige
Zukunft trifft Tradition KW 34
Turmfest der Stadtsoldaten
kostenfreie Anzeige aus 2+1
Gesundheitsexperten Bad Neuenahr-Ahrweiler
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die Ramersbacher Straße in Ahrweiler. Foto: ROB
1768

Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Einschränkungen einstellen

Ab 07.09.: Ahrweiler: Ramersbacher Straße wird voll gesperrt

Ahrweiler. Ab Montag, 7. September 2026, muss die Ramersbacher Straße in Ahrweiler ab der Ahrtorbrücke bis zur Einmündung „Eifelstraße“ voll gesperrt werden. Grund hierfür ist Straßen- und Kanalbauarbeiten. Die Sperrung wird voraussichtlich ein Jahr andauern. Die Umleitung erfolgt über die L 85 und L 83 über Schalkenbach sowie Königsfeld und umgekehrt.

Weiterlesen

Symbolbild.
978

Polizeihubschrauber im Einsatz: Keine Gefahr für Anwohner in Koblenz

01.09.: Polizeieinsatz in Koblenz: 63-Jähriger stirbt nach Sturz in Koblenz-Pfaffendorf

Koblenz. Am Dienstag, dem 1. September, wurde der Polizei in Koblenz gegen 15:40 Uhr ein Notruf gemeldet, der von einer blutenden Person in einem Hinterhof in Koblenz-Pfaffendorf berichtete. Zeugen behaupteten, ein schussähnliches Geräusch gehört zu haben. Aufgrund der unklaren Situation und der mangelhaften Informationslage wurden umgehend zahlreiche Einsatzkräfte in das Gebiet entsandt. Für kurze Zeit war auch ein Polizeihubschrauber in den Einsatz involviert.

Weiterlesen

Flower & Power Festival in Mayen
512

Zum dritten Mal verwandelte sich die Innenstadt in eine bunte Festivalmeile

Flower & Power Festival in Mayen

Beim „Flower & Power Festival“ wird die Mayener Innenstadt zum bunten Treffpunkt für Genuss, Musik und besondere Aktionen. Wir haben die schönsten Impressionen in unserer Fotogoalerie – jetzt im RegioMAGAZIN.

Weiterlesen