Politik | 13.07.2013

CDU-Kreisverband in Neuwied

Ein starkes Zeichen gegen Bahnlärm gesetzt

Erwin Rüddel: „Einführung von Flüsterbremsen lässt unsere Stimme gegen Bahnlärm nicht verstummen.“ privat

Neuwied. Rund um die Uhr, vor allem nachts, donnern über 500 Züge durch das Mittelrheintal und sorgen mit über 100 Dezibel für eine Lärmbelästigung, die auf Dauer das Lebensumfeld der Betroffenen erheblich einschränkt. Auch die Auswirkungen für den Tourismus sind enorm, denn Gäste bleiben fern und die Wirtschaft wandert ab. Hinzu kommen Gefahren für die Gesundheit bei dauerhafter Lärmstörung des Organismus.

Die lärmgeplagten Anwohner entlang der Mittelrheinbahnstrecke haben bei der vergangenen Demo gegen Bahnlärm am Bahnhof Neuwied starke Unterstützung durch die Mitglieder des CDU-Kreisverbandes Neuwied erhalten. Zusammen mit Bundestagsabgeordnetem und Kreisvorsitzendem Erwin Rüddel, konnten die Christdemokarten viele Unterstützer zur Teilnahme in Neuwied bewegen.

Das Bundesverkehrsministerium mit Minister Peter Ramsauer (CDU/CSU), die Deutsche Bahn mit Bahnchef Dr. Rüdiger Grube und der internationale Eisenbahnverband UIC gaben in Berlin den Startschuss für die Umrüstung der Güterwagen der Deutschen Bahn. „Mit Einführung der LL-Sohle (leise Sohlen) und den lärmabhängigen Trassenpreisen konnten in den letzten Monaten - seit dem Besuch des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Volker Kauder, in Leutesdorf - wichtige Fortschritte erreicht werden“, betont Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel. Zudem freut sich Rüddel über den „richtigen Schritt in die Zukunft, der für die Bewohner des Rheintals zuerst hörbar sein wird“ und bekräftigt: „Nun muss die Umrüstung auf diese Flüsterbremse schnell erfolgen.“ Die sogenannte Flüsterbremse für Güterwagen wird den Schienenlärm halbieren. Als Weiterentwicklung der K-Sohle wurde sie seit Ende 2010 getestet. Nun hat die zuständige weltweite Organisation (UIC) die LL-Sohle für den Regeleinsatz zugelassen, so dass einer raschen Umrüstung nichts mehr im Wege steht. „Ich möchte den Bahnlärm bis 2018 halbiert wissen“, erklärte Rüddel bei seiner Rede am Neuwieder Bahnhof.

Das Netzwerk „BIN gegen Bahnlärm - Allianz für ein lebenswertes Rheintal“ hatte wieder zur Dienstagsdemo am Neuwieder Bahnhof geladen, um ihren Forderungen gehört zu verleihen. „Die Einführung von Flüsterbremsen lässt unsere Stimme gegen Bahnlärm nicht verstummen“, erklärte Rüddel in Neuwied, denn auch, „wenn mit den LL-Sohlen ein Erfolg erzielt werden konnte, bleiben die Belastungen für die Anwohner immer noch hoch.“

Neben der Deutschen Bahn AG müssen auch die anderen deutschen und europäischen Wagenhalter als Verbündete gewonnen werden. Als Vorbild fungiert in diesem Zusammenhang die Lärmschutzpolitik der Schweiz, die ohne Rücksicht auf die europäischen Partner, ein Durchfahrtverbot für laute Züge ab 2020 beschlossen hat. „Aus diesem Grund habe ich den Schweizer Botschafter zu einem Besuch ins Rheintal eingeladen und er hat bereits zugesagt noch in diesem Jahr der Region einen Besuch abzustatten“, so Rüddel. Die Entscheidung der Schweiz wird sich auch unmittelbar auf Deutschland auswirken, denn „ wenn keine lauten Züge durch die Schweiz fahren können, fahren sie auch nicht mehr durchs Mittelrheintal“, hält Erwin Rüddel fest.

Erwin Rüddel: „Einführung von Flüsterbremsen lässt unsere Stimme gegen Bahnlärm nicht verstummen.“ Foto: privat

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