Berufliche Bildung stärker anerkennen
Ellen Demuth MdB begrüßt Verbesserungen bei BAföG und Meisterförderung
aus Neuwied
Neuwied-Altenkirchen. Ellen Demuth MdB begrüßt die geplanten Verbesserungen bei der Förderung beruflicher Fortbildungen und beim BAföG. Der Deutsche Bundestag hat in der vorletzten Oktoberwoche über zwei entsprechende Gesetzentwürfe der Bundesregierung beraten. Während die BAföG-Reform Studierende sowie Schülerinnen und Schüler finanziell entlasten soll, sieht die Reform des Aufstiegs-BAföG insbesondere bessere Förderbedingungen für Meister, Techniker und Fachwirte vor.
„Viele erfolgreiche Karrieren beginnen mit einer Ausbildung. Wer anschließend seinen Meister macht, sich zum Techniker oder Fachwirt weiterbildet oder einen eigenen Betrieb gründet, übernimmt Verantwortung und schafft berufliche Perspektiven. Diese Leistungen verdienen in unserer Gesellschaft und in der Politik die gleiche Anerkennung wie ein akademischer Abschluss. Die berufliche Bildung darf nicht als zweite Wahl betrachtet werden“, erklärt Ellen Demuth, die direkt gewählte Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Neuwied-Altenkirchen.
Konkret sollen beim Aufstiegs-BAföG die maximal förderfähigen Lehrgangs- und Prüfungsgebühren von bisher 15.000 auf 18.000 Euro steigen. Für die Anfertigung eines Meisterstücks oder vergleichbarer Arbeiten wird der Förderrahmen von 2.000 auf 4.000 Euro verdoppelt. Wer seine Fortbildungsprüfung erfolgreich besteht, soll künftig 60 statt bisher 50 Prozent des noch nicht fälligen Darlehens für Lehrgangs- und Prüfungsgebühren erlassen bekommen.
Auch das klassische BAföG soll verbessert werden. Die Grundbedarfssätze für Studierende sollen schrittweise von derzeit 475 Euro auf 503 Euro zum Wintersemester 2027/2028 und auf 563 Euro zum Sommersemester 2029 steigen. Die Wohnkostenpauschale für Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen, soll bereits zum Sommersemester 2027 von 380 auf 440 Euro monatlich erhöht werden.
„Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte in unseren Handwerksbetrieben, in der Industrie und im Mittelstand. Deshalb müssen wir beruflichen Aufstieg genauso selbstverständlich fördern wie ein Studium. Mit der besseren Meisterförderung erleichtern wir jungen Menschen den nächsten Karriereschritt und unterstützen diejenigen, die sich weiterqualifizieren wollen. Entscheidend ist, dass berufliche und akademische Bildungswege auch in der gesellschaftlichen Wahrnehmung als gleichwertig anerkannt werden“, so Demuth abschließend.
Pressemitteilung Wahlkreisbüro
Ellen Demuth MdB
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Ellen Demuth MdB Foto: Tjark Thönßen