Politik | 02.03.2015, 15:28 Uhr

Bundestagsabgeordneter Erwin Rüddel zeigt sich optimistisch

Ende für laute Güterwaggons rückt näher

Überall wurde und wird gegen den Bahnlärm gestreikt.privat
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Remagen. Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel sieht sich durch die jüngsten Erklärungen des Bundesverkehrsministers „bestätigt und ermutigt“ in seinem Kampf gegen den Bahnlärm, besonders im Mittelrheintal und auf der Siegstrecke. „Es tut sich was in Sachen Bahnlärm. Das Ende ist in Sicht für besonders laute Güterwaggons. Jahrelange Bemühungen im Interesse der lärmgeplagten Anwohner tragen endlich Früchte“, stellt Rüddel fest. Das dürfe nicht zuletzt die von ihm mit gegründete, überparteiliche „Parlamentsgruppe Bahnlärm“, der sich bereits über 80 Kollegen aus dem Bundestag angeschlossen haben, als wichtigen Erfolg verbuchen, fügt Rüddel hinzu.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt hatte angekündigt, ab 2020 sollten keine lauten Güterwaggons mehr durch Deutschland fahren dürfen. Das sieht ein Gesetzentwurf aus dem Bundesverkehrsministerium vor, mit dem entsprechende Vereinbarungen des Koalitionsvertrags umgesetzt werden. Der Bund, so Dobrindt, werde die Umrüstung alter Güterwagen bis 2020 mit rund 150 Millionen Euro fördern.

Rüddel, der sich vor Ort und in Berlin seit Jahren in vielfältiger Weise um eine substantielle Reduzierung des Bahnlärms im Mittelrheintal und auf der Siegstrecke bemüht und zu den Gründern der bundesweit beachteten „Parlamentsgruppe Bahnlärm“ im Bundestag gehört, lobt die Ankündigung des Verkehrsministers und kündigt zugleich weitergehende Forderungen an.

„Wenn bis 2020 alle Güterwagen auf lärmarme Bremsen umgerüstet sein sollen, dann muss so schnell wie möglich damit begonnen werden. Optimal wäre es, bereits bis 2016 die Hälfte der Waggons auf LL-Sohle umzurüsten. Um diesen Prozess zu beschleunigen und eventuelle Wettbewerbsnachteile auszugleichen, ist zu prüfen, ob ein zeitlich bis 2020 begrenztes Förderprogramm für umrüstungsbedingte höhere Betriebskosten realisiert werden kann. Denn dies würde zu einer zügigeren Umrüstung motivieren“, erläutert der Abgeordnete.

Auf jeden Fall muss nach Rüddels Worten - je nach Stand der Umrüstung der in Deutschland verkehrenden Güterwagen - an der Möglichkeit festgehalten werden, notfalls auch Geschwindigkeitsbeschränkungen und Nachtfahrverbote gegen die Wagenhalter zu verhängen. Jetzt gehe es darum, den Koalitionsvertrag umzusetzen und Schritt für Schritt weitere Maßnahmen im Sinn einer beschleunigten Umrüstung lärmintensiver Waggons zu realisieren. Dazu verspricht Rüddel: „Ich werde das berechtigte Anliegen der Menschen sowohl im Mittelrheintal als auch an der Siegstrecke beharrlich weiter verfolgen und in dieser Sache auch künftig keine Ruhe geben.“

Er wisse, dass die Bahn zum Rückgrat der deutschen Wirtschaft zählt. „Aber wir brauchen die Akzeptanz der Anwohner. Bahnlärm macht auf Dauer krank. Nur eine leisere Bahn kann an hoch frequentierten Strecken wie im Mittelrheintal, aber auch auf Strecken wie entlang der Sieg, damit rechnen, von den Menschen akzeptiert zu werden“, bekräftigt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete.

Pressemitteilung des

CDU-Bürgerbüros AK

Erwin Rüddel (MdB)

Erwin Rüddel machte sich häufig ein Bild vor Ort.

Erwin Rüddel machte sich häufig ein Bild vor Ort.

Überall wurde und wird gegen den Bahnlärm gestreikt.Fotos: privat

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