Politik | 27.07.2013

Welt-Drogentoten-Tag in Neuwied

Erinnern - Gesicht zeigen

Stand auf dem Luisenplatz in Neuwied diente der Information

„Gesundheitsversorgung in der Haft“ war in diesem Jahr das Schwerpunktthema am Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher.Privat

Neuwied. Seit nunmehr 15 Jahren ist der 21. Juli der Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher. Auch das Gesundheitsamt Neuwied war aus diesem Anlass, zusammen mit der AIDS-Hilfe Koblenz, der Suchtprävention der Caritas, der Suchtprävention des Diakonischen Werkes, der Neuwieder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (Nekis) und der Selbsthilfegruppe JES (Selbsthilfeorganisation und Interessenvertretung von Junkies, Ehemaligen und Substituierten) mit einem Informationsstand in der Neuwieder Fußgängerzone präsent. Inhaltlicher Schwerpunkt des diesjährigen Gedenktages war die Gesundheitsversorgung in der Haft. Der JES-Bundesverband zum Beispiel weist in einem Flyer darauf hin, dass die meisten inhaftierten Drogengebraucher keine Chance auf eine Substitutionsbehandlung haben und auch nicht auf das Leben nach der Haftentlassung vorbereitet werden. „Solange wir als Gesellschaft Drogengebraucher weiterhin in erster Linie ausgrenzen, an den Rand drängen und unter Druck setzen, wird sich in der Gesamtproblematik wenig zum Positiven ändern,“ so Heidi Hoeboer vom Gesundheitsamt Neuwied.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

„Gesundheitsversorgung in der Haft“ war in diesem Jahr das Schwerpunktthema am Gedenktag für verstorbene Drogengebraucher.Foto: Privat

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