Allgemeine Berichte | 03.09.2026, 11:36 Uhr

Festival der Chöre in Neuwied

Festival der Chöre in Neuwied mit 18 Chören und über 500 Besuchern

Chormusik unter freiem Himmel: Das ‚Festival der Chöre‘ lockte zahlreiche Gäste in die Goethe-Anlagen nach Neuwied.

Neuwied. 18 Chöre, sechs Stunden Musik und zeitweise über 500 Zuhörer: In Neuwied zeigte die Region 2, wie lebendig Chorgemeinschaft sein kann.

Was für ein Tag für die Chormusik! Beim „Festival der Chöre – Der Sound der Region 2“ verwandelten 18 Chöre und Ensembles am Sonntag, 30. August, die Goethe-Anlagen in Neuwied in eine große Open-Air-Chorbühne. Rund sechs Stunden lang wurde gesungen, zugehört, applaudiert, sich begegnet und gemeinsam die Freude an der Chormusik gefeiert.

Das Festival der Chöre bildete den sonntäglichen und vielstimmigen Abschluss des Creole Sommers, eines Festivals der Stadt Neuwied. Nach den musikalischen Programmen am Freitag und Samstag gehörte die Bühne am Sonntag ganz der Chormusik. Die Region 2 des Chorverbandes Rheinland-Pfalz hatte Chöre und Ensembles aus der Region eingeladen – und 18 von ihnen machten sich auf den Weg nach Neuwied.

Auch Neuwieds Oberbürgermeister Jan Einig ließ es sich nicht nehmen, die Choraktiven und Gäste persönlich zu begrüßen. Mit seinem Grußwort unterstrich er die Bedeutung eines solchen musikalischen Tages für die Stadt und hieß die 18 Chöre und Ensembles in den Goethe-Anlagen herzlich willkommen. Ein schönes Zeichen der Wertschätzung für die Chormusik und für all diejenigen, die sie mit ihrem Engagement lebendig halten.

Schon kurz vor 11 Uhr war zu spüren: Das würde kein gewöhnlicher Konzerttag werden. Die ersten Chöre trafen ein, bekannte Gesichter begrüßten sich, letzte Absprachen wurden getroffen – und dann erklangen die ersten Töne. Von diesem Moment an ging es Schlag auf Schlag: Im 20-Minuten-Takt wechselten sich die Chöre und Ensembles auf der Bühne ab und zeigten, wie viele unterschiedliche Klangfarben die Chorlandschaft der Region zu bieten hat.

Frauen-, Männer- und gemischte Chöre standen ebenso auf der Bühne wie Jazzchöre und Vokalensembles. Bekannte Melodien trafen auf moderne Arrangements, ruhige und berührende Momente auf mitreißende Rhythmen. Es wurde gefühlvoll interpretiert, gegroovt und das Publikum zum Mitwippen gebracht. Kein Auftritt glich dem anderen – und genau das machte den besonderen Reiz dieses Tages aus.

Auch der Wind wollte zwischendurch offenbar Teil des Programms sein. Mal nur als leichte Brise, mal etwas energischer sorgte er auf und neben der Bühne für zusätzliche Herausforderungen. Doch davon ließen sich weder die Chöre noch das Publikum beeindrucken. Noten wurden festgehalten, Haare wieder gerichtet – und weiter ging es. Die Freude an der Musik war stärker.

Vielleicht war es aber gar nicht allein die Musik auf der Bühne, die diesen Tag so besonders machte. Es waren auch die vielen kleinen Begegnungen drumherum. Chöre kamen früher, andere blieben nach ihrem eigenen Auftritt noch da. Choraktive hörten einander zu, applaudierten sich gegenseitig, trafen alte Bekannte und knüpften neue Kontakte. Über Kreis- und Vereinsgrenzen hinweg kam man miteinander ins Gespräch und entdeckte so manchen Chor, den man zuvor vielleicht noch nie live erlebt hatte.

So wurde aus 18 einzelnen Auftritten nach und nach ein gemeinsamer Chortag. Nicht nur der eigene Auftritt stand im Mittelpunkt, sondern die Freude daran, Teil einer großen und vielfältigen Chorgemeinschaft zu sein.

Und genau darin lag vielleicht die schönste Botschaft dieses Tages: Chormusik verbindet. Unterschiedliche Generationen, unterschiedliche Chorformen und ganz verschiedene musikalische Stilrichtungen fanden in den Goethe-Anlagen ihren Platz. Jeder Chor brachte seinen eigenen Klang, seine eigene Persönlichkeit und seine eigene Begeisterung mit – und gemeinsam entstand daraus tatsächlich der „Sound der Region 2“.

Gleichzeitig brachte das Festival die Chormusik dorthin, wo sie Menschen ganz unmittelbar erreichen kann: mitten in die Stadt und unter freien Himmel. Und die Resonanz konnte sich sehen lassen: Zeitweise verfolgten mehr als 500 Zuhörerinnen und Zuhörer das Geschehen in den Goethe-Anlagen. Einige waren gezielt gekommen, um „ihren“ Chor zu erleben, andere blieben spontan stehen, hörten ein Lied, dann noch eines – und verweilten schließlich länger als ursprünglich geplant. Der große Zuspruch machte eindrucksvoll deutlich, dass Chormusik Menschen erreicht und begeistert.

Nach rund sechs Stunden und 18 Auftritten ging ein langer, abwechslungsreicher und rundum gelungener Chortag zu Ende. Was blieb, war nicht nur die Erinnerung an viele schöne musikalische Momente. Es blieb vor allem das Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes erlebt zu haben.

Ein solcher Tag entsteht allerdings nicht von allein. Deshalb gilt ein großes und herzliches Dankeschön an alle 18 teilnehmenden Chöre und Ensembles, ihre Chorleitungen, die vielen Choraktiven sowie die Verantwortlichen in den Vereinen. Sie alle haben sich auf dieses Format eingelassen und mit ihrer Musik, ihrer Begeisterung und ihrem Engagement dafür gesorgt, dass aus einer Idee ein echtes Fest der Chormusik wurde.

Ebenso herzlich bedankt sich die Region 2 bei allen Helferinnen und Helfern vor und hinter der Bühne, die vorbereitet, organisiert, begleitet und überall dort angepackt haben, wo gerade eine Hand gebraucht wurde.

Ein besonderer Dank gilt der Stadt Neuwied als Veranstalterin des Creole Sommers, in dessen Rahmen die Region 2 ihr Festival der Chöre gestalten durfte.

Am Ende dieses Tages war deshalb nicht nur Erschöpfung zu spüren, sondern vor allem Freude, Begeisterung und auch ein wenig Stolz. Stolz darauf, was die Chöre der Region gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Stolz auf eine Chorlandschaft, die so unterschiedlich und gleichzeitig so verbunden sein kann. Und Freude darüber, dass Chormusik Menschen zusammenbringt, Gemeinschaft schafft und immer wieder aufs Neue begeistern kann.

Das „Festival der Chöre – Der Sound der Region 2“ hat seinem Namen alle Ehre gemacht: 18 Chöre, viele hundert Stimmen, zeitweise mehr als 500 Zuhörer, unzählige Begegnungen und ein gemeinsamer Klang – ein grandioser Tag für die Region 2 und für die Chormusik.

Chormusik unter freiem Himmel: Das ‚Festival der Chöre‘ lockte zahlreiche Gäste in die Goethe-Anlagen nach Neuwied. Foto: S.Scholz

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