Bu¨rger machen mobil fu¨r einen fairen Umgang mit Bürgermeister Mang
Kundgebung vor der Stadtratsitzung
Neuwied. Seit Monaten schwelt die „Causa Mang“ in Rathaus und Stadtrat vor sich hin. Von Dienstvergehen, perso¨nlichen Verfehlungen und Scha¨den fu¨r die Stadt ist die Rede. Nun soll dem Ganzen am kommenden Donnerstag in der Stadtratssitzung ein Ende bereitet werden. Die Ratsmitglieder werden u¨ber die Abwahl von Bu¨rgermeister Michael Mang abstimmen. Die hierfu¨r vorausgegangene mediale „Schlammschlacht“ in Presse und sozialen Netzwerken ist unter den Bu¨rgern in Neuwied nicht auf ungeteilte Gegenliebe gestoßen. Immer mehr Widerstand formiert sich gegen die Vorgehensweise zur Vorbereitung der Abwahl von Bu¨rgermeister Mang. Nun setzen die Bu¨rger ein Zeichen und haben eine friedliche Kundgebung vor der Sporthalle Niederbieber, dem Ort der Stadtratssitzung, am Donnerstag, 2. Juli in der Zeit von 16 bis 19 Uhr angeku¨ndigt. „Uns geht es nicht darum, zu bewerten, ob Herrn Mang eine tatsa¨chliche Schuld trifft, sondern lediglich um die menschenverachtende Vorgehensweise zur Vorbereitung der Abwahl. Die Schuldfrage muss durch ein Gericht gekla¨rt werden. Eine Abwahl vor einer gerichtlichen Aufarbeitung ka¨me einer Vorverurteilung gleich“, so die Organisatoren der Kundgebung Lothar Geburzky und Sandra Elberskirch-Kra¨mer.
Insbesondere die mediale Hetzjagd ist den Organisatoren dabei ein Dorn im Auge: „Aus unserer Sicht wurde zum Teil sehr einseitig und vor allem reißerisch berichtet. Es muss dem Menschen Mang auch nach einer solchen Affa¨re mo¨glich sein, in seiner Heimatstadt zu lebe.“ Wie die einzelnen Ratsmitglieder am Ende entscheiden werden, bleibt abzuwarten. Die Organisatoren der Kundgebung mo¨chten ein Zeichen setzen und hoffen, das eine oder andere Mitglied im Stadtrat erreichen zu ko¨nnen. „Die Mitglieder im Rat sollen sehen, dass wir nicht mit der Vorgehensweise einverstanden sind. Die Abwahl wird jedenfalls nicht so gera¨uschlos vonstatten gehen, wie man es sich vielleicht erhofft hat.“ so die Organisatoren. „Wir freuen uns, wenn sich weitere Personen der friedlichen Kundgebung anschließen. Natürlich mit Mundschutz und unter Einhaltung aller gegebenen Corona-Schutzauflagen“, so Elberskirch-Kra¨mer.
Lothar Geburzky und Sandra Elberskirch-Kra¨mer
