Versammlung der KAB Engers-Mülhofen
„Made in China“ im Fokus
Elisabeth Herudek referierte über die Arbeitsbedingungen in der rheinland-pfälzischen Partnerprovinz Fujian
Engers. Kürzlich haben sich die Mitglieder des Ortsverbands der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Engers-Mülhofen zu ihrer Jahreshauptversammlung im katholischen Pfarrheim Engers getroffen.
Nach Entlastung des bisherigen Vorstands Siegfried Myke und Günther Salz wurden für den neuen Vorstand Anne Basten (Seelsorgerin), Ursula Myke (Schriftführerin), Helmut Gelhardt (Kassierer) und Günther Salz (Vorsitzender) gewählt.
Im Anschluss an die Sitzung fand eine öffentliche Informations- und Diskussionsveranstaltung zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen in der rheinland-pfälzischen Partnerprovinz Fujian im Südosten Chinas statt. Als sachkundige Referentin stand Elisabeth Herudek von der KAB Kasbach-Ohlenberg zur Verfügung, die die chinesische Provinz, eine so genannte „Sonderwirtschaftszone“, im Rahmen einer Studienreise des Arbeitskreises „Keine Partnerschaft ohne Sozialstandards“ im Februar 2012 besucht hatte.
Elisabeth Herudek stellt anhand eines Dokumentarfilms insbesondere die elende Lage der aus den ländlichen Regionen stammenden Wanderarbeiterinnen und -arbeiter in den Städten der Küste dar. Darüber entspann sich eine angeregte Diskussion, die durch persönliche China-Erfahrungen einiger Teilnehmer bereichert wurde. Vor allem wurde diskutiert, ob die im Rahmen der Modernisierung Chinas entstandene Klassengesellschaft mit scharfen Unterschieden zwischen Arm und Reich ein wirklicher Fortschritt für die Menschen bedeute. Überrascht stellte man eine Gemeinsamkeit fest: Hier wie dort werden die Menschen als Waren und deren Arbeitskraft als Ausbeutungsobjekt behandelt.