Politik | 26.12.2015, 14:30 Uhr

100 Jahre alte Grabplatte des Alten Friedhofs wieder aufgetaucht

Metallräuber trieben ihr Unwesen

Hans-Joachim Feix kümmert sich ehrenamtlich

Hans-Joachim Feix freut sich über das wiederaufgefundene Diebesgut. privat

Neuwied. Das war eine böse Überraschung, als Hans-Joachim Feix auf dem Alten Friedhof in Neuwied entdeckte, dass Metallräuber zugeschlagen und Verzierungen von historischen Gräbern gestohlen hatten. Seitdem sind einige Monate vergangen. Jetzt tauchten eine rund 100 Jahre alte Grabplatte und einige aus der Verankerung gerissene Metallringe wieder auf. Feix kümmert sich schon seit vielen Jahren ehrenamtlich um den Friedhof, hat zahlreiche Menschen über die denkmalgeschützte Anlage geführt und am Beispiel interessanter Gräber Stadtgeschichte erzählt. Umso mehr freut ihn nun der Fahndungserfolg der Polizei, der wenigstens Teile der Beute zurückgebracht hat. Andere Verzierungen von Gräbern dürften allerdings verschwunden bleiben. Dass sie aber zumindest noch auf Fotos erhalten sind, ist ebenfalls Hans-Joachim Feix zu verdanken. Denn er hat sein umfangreiches Wissen über den Friedhof und vor allem über die Persönlichkeiten, die hier ihre letzte Ruhe fanden, in mehreren, reichlich bebilderten Bänden festgehalten - genauer gesagt in drei Büchern, die im Cardamina Verlag (Plaidt) als „Geschichte und Geschichten vom Alten Friedhof Neuwied“ erschienen sind. Auch ist die Herausgabe eines vierten Bandes beabsichtigt. Schließlich erhält Feix ständig neues Material aus der 250-jährigen Geschichte des Alten Friedhofs und interessante Informationen über hier beigesetzte Personen.

Pressemitteilung
Stadt Neuwied

Hans-Joachim Feix freut sich über das wiederaufgefundene Diebesgut. Foto: privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Image
Dauerauftrag 2026
2+1 Aktion
Sonderseite Flowcraft
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Ein Neubau aus den 1970er Jahren neben einer historischen Villa im Stadtteil Bad Godesberg.
80

Unteres Mittelrheintal. Aktuell steht es um die Denkmäler und historischen Gebäude in der Region des Unteren Mittelrheintals nicht besonders gut. Zahlreiche Gebäude wurden oder werden derzeit zum Abriss freigegeben oder stehen für einen solchen zur Diskussion. In Rheinbreitbach die Burg Steineck, in Unkel das Mieshaus, in Andernach das Rheinhotel und in Rolandseck das ehemalige Hotel „Zum Anker“ – um nur einige Beispiele zu nennen.

Von Thomas Napp

Weiterlesen

Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor.Foto: St. Nikolaus-Stiftshospital/Holger Lindner
94

Rheinland-Pfalz bestätigt breites medizinisches Leistungsspektrum und stärkt das St. Nikolaus-Stiftshospital als wichtigen Standort

Krankenhaus Andernach geht gestärkt aus neuer Leistungsgruppenzuteilung hervor

Andernach. Das St. Nikolaus-Stiftshospital geht mit gestärkter Position aus der neuen Krankenhausplanung des Landes Rheinland-Pfalz hervor. Durch die zugewiesenen Leistungsgruppen werden rund 99,5 Prozent des bisherigen Leistungsspektrums vollständig abgebildet. Das Krankenhaus sowie der Träger, die Stiftung St. Nikolaus-Stiftshospital Andernach, sehen darin die hohe medizinische Qualität und breite Expertise des Hauses bestätigt.

Weiterlesen