Politik | 12.04.2013

Engerser Grundschule erhält ihren Aufzug

Neue Grundschule in Engers wird barrierefrei

Eingliederung von Menschen mit Behinderungen muss schon im Kindesalter beginnen

Engers. „Wie mir durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz mitgeteilt wurde, soll die Aufzugsangelegenheit nunmehr bei dem Neubau eingerichtet werden“, schreibt der Landesbehindertenbeauftragte Matthias Rösch in einem Schreiben an Josef Kretzer. Er freut sich mit Kretzer, dass die gemeinsamen Interventionen diesen Erfolg gebracht haben.

Denn noch vor wenigen Wochen sah die Sache ganz anders aus. In einer öffentlichen Versammlung hatte Bürgermeister Rainer Kilgen erklärt, dass der ursprünglich für die neue Engerser Grundschule vorgesehene Aufzug aus den Planunterlagen gestrichen worden war. Mit dieser Variante konnte Josef Kretzer sich gar nicht anfreunden, denn ohne Aufzug könnten die Klassenräume, die alle in der ersten Etage liegen, von Mobilitätsbehinderten Schülerinnen und Schülern nicht erreicht werden. Grund genug für ihn, eine Kampagne in Gang zu setzen, um doch noch eine Änderung zu erreichen. In eindringlichen Schreiben an den Landesbehindertenbeauftragten Matthias Rösch, die Kultusministerin Doris Ahnen, die Präsidentin der Aufsichts- und Dienstleistungs-Direktion und Bürgermeister Rainer Kilgen wies Josef Kretzer auf die Forderungen der UN-Konvention zur Inklusion hin, dass die Eingliederung von Menschen mit Behinderungen schon im Kindesalter beginnen muss, wenn sie Erfolg haben soll.

Besonders die Bundesrepublik Deutschland hat hier ein enormes Nachholpotenzial aufzuarbeiten gegenüber den anderen Ländern in der EU. Während bei uns ca. 80 Prozent der Menschen mit Behinderungen in Sondereinrichtungen leben müssen und nur ca. 20 Prozent die Regeleinrichtungen besuchen können, ist es in den übrigen Ländern genau umgekehrt. Hier gilt es gegenzusteuern und die Landesregierung hat hierzu einen eigenen Aktionsplan auf den Weg gebracht, der besonders die Eingliederung von Kindern mit Behinderungen im Vorschulbereich und in den Grundschulen beinhaltet. Nur, und das war auch Kretzers Argument, sollte dagegen nicht von nachgeordneten Behörden verstoßen werden. Seine Argumente fielen auf fruchtbaren Boden und nun erhält die Engerser Grundschule auch ihren Aufzug und steht damit auch Rollstuhlfahrerinnen und -fahrern offen.

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