Großer Gartenmarkt Neuwied
Besucher tauchten in ein Meer aus Blumen und Pflanzen ein
aus Neuwied / Gladbach
Einmal mehr erwies sich der Neuwieder Gartenmarkt am Wochenende als ein großer Publikumsmagnet. Am Sonntag bot der zweite verkaufsoffene Sonntag des Jahres zudem die Gelegenheit zum Shoppen mit der ganzen Familie. Die Boutiquen und Schuhläden präsentierten die diesjährigen Frühjahrstrends und geizten nicht mit Aktionen und Angeboten. Mit ordentlichen Prozenten wurden die Läger um die Winterware reduziert. Vom Kreisel bis zur Pfarrstraße verwandelte sich die Langendorfer Straße zu einem Meer aus Blumen und Pflanzen. Kunsthandwerk und Geräte für die Gartenarbeit rundeten das Angebot ab. Natürlich war auch für das leibliche Wohl gesorgt und verschiedene Delikatessenstände reizten mit herzhaften und wahlweise süßen Verlockungen. Der Gartenmarkt stand dieses Mal unter einem besonders guten Stern. Zur Eröffnung am Samstag strahlte die Sonne und trieb das Thermometer auf frühlingshafte Temperaturen. „Da muss man doch einfach raus in den Garten“, freute sich Pia Senft. Für die Westerwälderin ist der Neuwieder Gartenmarkt stets der Auftakt der Outdoor-Saison. Zurückhaltend zeigte sie sich nur dem Gemüse gegenüber. „Dafür ist es noch etwas zu früh“. Wie zur Bestätigung riet man am Stand mit den Tomaten und Gurken die Pflänzchen noch zwei, drei Wochen an einem geschützten Plätzchen zu parken.
<span class=“\“ImTitle\““>Besondere Aussteller und Angebote<span class=“\“ImTitle\““> Diese winterharten Arten sind pflegeleicht und ideal für sonnige Steingärten, Trockenmauern, Dachbegrünungen oder Kübel geeignet“, versicherte der Experte. Als zusätzliches Argument nannte er die Trockenresistenz, wenn der Sommer mal wieder zu wenig Regen bringt oder man länger verreist. Apropos Sommer: Für laue Sommerabende waren auf dem Gartenmarkt die passenden Sitz- und Liegemöbel zu finden. „Und da man im Dunkeln nicht viel sieht, zählen andere Sinne“, unterstrich ein Händler für Mondschein- bzw. Nachtduftende Pflanzen. Tagsüber eher unscheinbare Mauerblümchen, blühen Nacht- und Mondviole erst bei Dunkelheit auf und bieten Windenschwärmern sowie Nacht- und Eulenfaltern eine Nahrungsquelle. Es sind Informationen und Gespräche wie diese, die den Besuch des Gartenmarkts immer wieder aufs Neue interessant machen. Denn oftmals sind es die Züchter und Gärtner selbst, die am Stand den Interessierten Rede und Antwort stehen. „Das Angebot ist hier nicht nur breit, sondern geht in die Tiefe“, äußerte sich ein Kunde am Stand des Rosenfachmanns. Wer gezielt suche, freute sich der Liebhaber, hat gute Chancen auf dem Gartenmarkt fündig zu werden. Der sechsjährige Tim war zwar eigentlich nicht auf der Suche, wurde aber dennoch fündig. Gemeinsam mit dem Papa erfreute er sich an den Rasentraktoren zum Aufsitzen. Allerdings ist die Rasenfläche etwas zu klein, so dass für die Familie eher ein Mähroboter in Betracht kommt. Neben der großen Gartentechnik, wozu auch der Zaun- und Terrassenbau zählten, gab es noch jede Menge Kleingeräte, die die Pflege und Baum- und Strauchschnitte erleichtern.
Auf dem Gartenmarkt waren jede Menge „nicht lebender“ aber dafür äußerst pflegeleichte Blickfänge zu finden. Die Rede ist von Kunsthandwerk und bunten Accessoires, die das Bild des Garten oder Balkons abrunden. Ob aus Ton, Holz oder Metall, praktisch alle Werkstoffe boten sich den Designern als dekorative Objekte. Viele Besucher nutzten den Gartenmarkt, um sich die neue Schlossstraße anzusehen. Mehr und mehr präsentiert sich die Innenstadt runderneuert. Das Bauamt nutzte die Gelegenheit, um auf Stimmungsfang zu gehen. Im Kontext der Bürgerbeteiligungen hatten Bauamtsleiterin Nina Porz und Kollegen sowie die Wirtschaftsförderin Alexandra Rünz zum Dialog eingeladen. Von den Bürgern gab sowohl Kritik, als auch viel Lob für die Anstrengungen die Innenstadt lebenswerter zu machen. Vor allem aber ging es um das konstruktive Miteinander und so konnten die Bürger niederschreiben, wie ihre Vision von einem Neuwied im Jahr 2040 aussieht. Nur wenige Meter weiter war für Kurzweil bei den kleinen Gästen gesorgt. Am ZOB wurden die Mädchen und Jungen mit Malangeboten und Kinderschminken unterhalten.</span></span>
Passionierte Garten- und Pflanzenfreunde kamen voll auf ihre Kosten Foto: FF
Vom Kreisel bis in die Pfarrstraße verwandelte sich die Langendorfer Straße zu einem Meer aus Blumen und Pflanzen Foto: FF
Der Gartenmarkt bot auch Kunsthandwerk für den Garten und den Balkon aus vielen unterschiedlichen Werkstoffen Foto: FF
