Allgemeine Berichte | 21.06.2026

Hospizbesuch 9. Klasse

Religionskurs besucht Hospiz in Niederbieber – Einblick in Sterbebegleitung und Lebensqualität

Religionskurs der 9. Klasse der Carmen-Sylva-Schule

Niederbieber. Ein Ort, an dem das Leben bis zuletzt im Mittelpunkt steht: Der Religionskurs der 9. Klasse hat gemeinsam mit ihrem Lehrer das Rhein-Wied Hospiz in Niederbieber besucht und dabei besondere Einblicke in eine Einrichtung erhalten, die viele Schüler zuvor nur vom Namen kannten.

Empfangen wurde die Gruppe von Hospizleiterin Manuela Götz, die den Jugendlichen offen und einfühlsam erklärte, was Hospizarbeit eigentlich bedeutet: Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu begleiten, ihre Wünsche ernst zu nehmen und ihnen sowie ihren Angehörigen einen würdevollen und möglichst selbstbestimmten Alltag zu ermöglichen. Im Mittelpunkt stehen dabei nicht Krankheit und Abschied allein, sondern vor allem Lebensqualität, Menschlichkeit und persönliche Begleitung.

Während des Besuchs konnten die Neuntklässler die Räumlichkeiten kennenlernen und Fragen stellen – auch solche, die oft schwer auszusprechen sind: Wie gehen Mitarbeitende mit Abschied um? Was wünschen sich Gäste? Und wie sieht der Alltag in einem Hospiz aus? Offenheit und ehrliche Gespräche prägten die Begegnung.

Lehrer Christoph Grüber betonte die besondere Bedeutung solcher außerschulischen Lernorte: „Themen wie Leben, Sterben, Würde und Mitmenschlichkeit gehören zum Religionsunterricht – aber erst die persönliche Begegnung macht sie wirklich greifbar.“

Auch Hospizleiterin Manuela Götz hob hervor, wie wichtig der Austausch mit jungen Menschen sei. Hospizarbeit wolle Berührungsängste abbauen und zeigen, dass ein Hospiz ein Ort des Lebens, der Begegnung und der Begleitung ist.

Zum Abschluss nahmen die Jugendlichen viele neue Eindrücke mit – und die Erkenntnis, dass Hospizarbeit weit mehr bedeutet als das, was viele zunächst vermuten.

Ein Teil der Finanzierung stationärer Hospize muss über Spenden getragen werden, so sehen es die Rahmenvereinbarungen vor. Das Rhein-Wied Hospiz ist daher auch auf Unterstützung aus der Region angewiesen. Spenden helfen dabei, besondere Angebote und zusätzliche Unterstützung für Gäste und Angehörige zu ermöglichen.

Religionskurs der 9. Klasse der Carmen-Sylva-Schule Foto: Christoph Grüber

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