Allgemeine Berichte | 12.05.2013

DTM auf dem badischen Motodrom Hockenheimring

Rockenfeller als Achter in die neue DTM Saison gestartet

Audiwerksfahrer Mike Rockenfeller.  DEB

Neuwied. Der 29-jährige Neuwieder Audiwerksfahrer Mike Rockenfeller, der im vergangenen Jahr bester Audifahrer in der DTM war, startete auf dem badischen Motodrom Hockenheimring in die neue DTM Saison 2013. Für das Audi Sport Team Phoenix, nur einen Steinwurf von der Nürburgring Nordschleife gelegen, pilotierte er den Audi RS 5 DTM. Sein Teamkollege ist der Spanier Miguel Molina. „Natürlich wird auch 2013 kein leichtes Jahr in der DTM. Durch den geänderten Zeitplan, das Freie Training der DTM findet jetzt an den Samstagen statt und an den Freitagen sind nur die Rahmenrennen präsent. Man muss sehen, wie sich der neue Zeitplan bewährt. Wenn das Auto von Anfang an passt, wird sich nicht so viel ändern. Ich persönlich finde es schade, dass wir auf der Strecke an den Wochenenden weniger Zeit für die Fans verbringen. Das gute an den Autos in diesem Jahr ist das neue DRS (Drag Reduction System), d.h. der Heckflügel kann um 15 Grad gekippt werden, dadurch kann man durch den Überschuss an Geschwindigkeit besser überholen. Außerdem gibt es die neuen Optionsreifen, die wir mit den Standardreifen im Rennen benutzen müssen. Ich bin sehr gespannt darauf, wie sich die Neuerungen bewähren. Außerdem muss man abwarten wie sich die neuen Fahrer schlagen, und wie wir in dieser Saison im Vergleich zur Konkurrenz stehen“, so Rockenfeller. In Hockenheim beim ersten Freien Training, das bei widrigen Wetterbedingungen über die Bühne ging, zeigte der Audipilot gleich mal, dass mit ihm in dieser DTM Saison zu rechnen ist. Mit 1:50,334 Minuten setzte er die erste Tagesbestzeit auf nasser Piste vor dem Schweden Matthias Eckström, ebenfalls auf Audi. „Im Freien Training ganz oben auf der Liste zu stehen, ist leider nicht besonders wichtig. Das sagt noch nicht viel. Mit dem Auto war ich noch nicht wirklich zufrieden und hoffe deshalb, dass wir die zwei Sachen, die mich stören, für das Abschlusstraining verbessern können. Dann werden die Karten noch mal neu gemischt.“ Bei einer stetig abtrocknenden Strecke, auf der erst in den letzten 40 Minuten des Freien Trainings das DRS verwendet werden durfte, purzelten vor allem am Ende die Zeiten, wobei die schnellste an den Neuwieder ging.

Das Qualifying

Das Qualifying verlief dann nicht mehr so gut für den Audipiloten. Bei den Mischbedingungen auf der Piste war nicht mehr als Platz 14 drin.

„Der Startplatz 14 ist für mich enttäuschend. Wir waren gut dabei, als es richtig nass war, doch bei den schwierigen Asphaltverhältnissen lief es nicht so gut. Da ging schon in Q1 (Abschnitte, in denen die Zeit gemessen wird) nichts mehr und Q2 war für mich eine richtige Katastrophe. Im Rennen morgen wird es schwer ganz nach vorne zu kommen, doch ich werde wie immer mein Bestes geben,“ so der 29-Jährige. Trainingsschnellster wurde der zweimalige DTM Champion Timo Scheider aus Lahnstein, der von der Pole startete. Dazu der Audi Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Wir haben das Optimum in den Wintermonaten aus dem Audi RS 5 versucht rauszuholen. Der Startplatz eins für Scheider ist ein schöner Lohn dafür und es wird für die vielen Zuschauer ein tolles Rennen werden.“

Das Rennen

Bei herrlichem Frühsommerwetter und Asphalttemperaturen von über 30 Grad starteten 22 DTM Boliden über die Distanz von 42 Runden. Das entspricht bei einer Rundenlänge von 4,574 km einer Renndistanz von gut 192,10 km. Rockenfeller erwischte einen guten Start, der ihn bis zur Runde drei einen Platz nach vorne brachte. In der sechsten Runde kam er an die Box, um von Standardreifen auf Optionsreifen zu wechseln.

Danach ging das Safetycar auf die Strecke, denn der Wagen von Adrian Tombay stand in Flammen und musste gelöscht werden, dadurch sammelten sich die DTM Boliden hinter dem Safetycar. Nach dem Restart kurze Zeit später versuchte der Schwede Ekström den Audi von Rockenfeller zu überholen. Das misslang und der Schwede landete kurz mit zwei Rädern in der Wiese, verlor kurz darauf sogar seine Motorhaube. Nach zehn Umläufen liegt der Neuwieder schon auf Rang zehn, allerdings 18 Sekunden hinter dem sensationell führenden 18-jährigen Neueinsteiger Pascal Wehrlein auf Mercedes AMG DTM. Timo Glock und Augusto Farfus sind Zweiter bzw. dritter, alle auf BMW M3 DTM. In der 17. Runde kommt Rockenfeller an die Box, um neue Pneus aufziehen zu lassen, 5,5 Sekunden dauerte das Spektakel und „Rocky“ rutscht bis auf Rang 18, doch im Laufe der nächsten Runden kämpft sich der Werkspilot immer weiter nach vorne. Auch durch die Boxenstopps der Konkurrenz kommt er Platz um Platz nach vorne, sodass zehn Runden vor Schluss sein Name als Siebter auf der Liste auftaucht. In der 33. Runde geht Rockenfeller an Marco Wittmann auf BMW vorbei und ist schon Sechster. Am Ende springt ein guter achter Platz im ersten DTM Rennen 2013 heraus und somit der Gewinn von vier Punkten im Champiomat. Es siegte der Brasilianer Augusto Farfus vor Dirk Werner, beide auf BMW und Christian Vietoris im Mercedes. „Das Qualifying war unser Problem an diesem DTM Wochenende, weil wir einfach von zu weit hinten starten mussten. Im Rennen selbst haben wir nicht so viel falsch gemacht, einmal abgesehen vom zweiten Boxenstopp, bei dem wir zwei Sekunden verloren haben, weil etwas geklemmt hat. Dann hing ich im Rennen auch noch hinter einem Markenkollegen fest, als ich im Fight mit Bruno Spengler war.

Ohne diese beiden kleinen Zwischenfälle wäre ich vielleicht auf Rang fünf gelandet. So bin ich Achter, das ist auf der einen Seite schon ein wenig enttäuschend, aber wenn man von Startplatz 14 in die Punkte fährt und das bei einem Rennen mit so vielen Fragezeichen, ist das eine gute Schadensbegrenzung“, so der Neuwieder nach dem Rennen. Der zweite Lauf zur Deutschen Tourenwagen Masters findet vom 18. bis 19.Mai im englischen Brands Hatch statt.

Audiwerksfahrer Mike Rockenfeller. Foto: DEB

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