Waldpädagogik RLP 2026
Sechster Forum-Tag Wald- und Naturpädagogik im Brexbachtal Rheinland-Pfalz
aus Neuwied
Brexbachtal. Sechster Forum-Tag Waldpädagogik im Brexbachtal – „Recht auf Naturerfahrung“ – Fachkräfte bilden Netzwerk „Wald- und Naturpädagogik“ „Der Wald als Lebens- und Lernort für Kita-Kinder“
Am Samstag, den 30. Mai traf sich zum sechsten Mal das Netzwerk „Wald und Naturpädagogik“ auf Einladung der Interessengemeinschaft Erlebnis-, Natur-, Umweltpädagogik (IGENU) in dem einzigartigen Bildungsraum Brexbachtal. Ziel des Netzwerks, das sich vor 6 Jahren gegründet hat, ist die gegenseitige Unterstützung durch Austausch und Information, um möglichst vielen Vorschulkindern in RLP das Aufwachsen in Naturräumen zu ermöglichen und damit dem erkennbaren Mangel an Naturerfahrung entgegenzuwirken. In diesem Jahr versammelten sich rund 60 erfahrene und interessierte Waldpädagogen und -pädagoginnen aus verschiedenen rheinlandpfälzischen Regionen zum Austausch rund um Informationen zur Gründung und Weiterentwicklung von Waldkindergärten. Nach Informationen zum aktuellen Stand der Arbeitsgemeinschaft „Naturraum-Bildung in RLP“ durch Dr. Andy Schieler von der FH Koblenz, hatten die Teilnehmenden die Wahl zwischen verschiedenen Workshops. Das Themenangebot orientierte sich dabei an den pädagogischen und organisatorischen Fragen der WaldpädagogInnen und bot die Gelegenheit in Themen wie „Literatur und darstellendes Spiel im Wald“, „Instrumente und Geräusche aus Naturmaterial“, „Schnitzen“, „Hochsensible Kinder in der Natur“ und „Coyote Teaching/ Wildnis-Pädagogik für U6-Kinder“ sowie „Seile und Knoten“ hineinzuschnuppern. Im Austausch stärkten die Fachkräfte sich gegenseitig weiterhin kreativ und engagiert, Realisierungswege hin zu waldpädagogischen Angeboten zu suchen und ermutigten sich, ausdauernd mit Widerständen umzugehen. Dabei waren auch die durch den Klimawandel erkennbaren Veränderungen in unseren Wäldern ein aktuelles Thema, das zukünftig weiter vertieft werden soll. Der verbindende Konsens aller anwesenden Fachkräfte besteht in der Überzeugung, dass das Recht auf Lernen und Leben in Naturräumen als Teil der Kinderrechte zu begreifen ist. Bekräftigt wird dies durch die Beobachtungen aller anwesenden Fachkräfte, dass „Waldkinder“ sowohl in ihrer körperlichen, sozialen als auch geistigen Entwicklung von dem täglichen Bewegen und Spielen in der Natur nachhaltig profitieren
Neben den pädagogischen Vorteilen sprechen auch andere Faktoren für die verstärkte Unterstützung der Wald- und Naturkindergärten: Die eingesparten Bau- und Unterhaltungskosten für Indoor-Einrichtungen, die erhöhte Flexibilität in der spontanen Anpassung an die Kinderzahlen als auch die effizientere Nutzung von schon bestehenden Wald- und Naturplätzen. Zudem begünstigt auch das stetig steigende Interesse von Fachkräften und Eltern, die Wald- und Naturpädagogik als eine zukunftsweisende Betreuungsform zu verstehen und ihre Potentiale weiterzuentwickeln. Dies geschieht in erster Linie durch die Qualifizierung von Fachkräften, die junge Kinder in den verschiedensten Naturräumen sicher und professionell betreuen und in ihrer Entwicklung unterstützen können. Der Forum-Tag, der von den Wald- und Erlebnispädagogen und -pädagoginnen Karsten Schröter, Jennifer Hommer, Dr. Ute Hartmann, Ralf Eisel und Stefan Brog jährlich veranstaltet wird, möchte hierzu seinen Beitrag leisten. In diesem Jahr wurde das Team erweitert durch den Wildnis- Pädagogen Achim Opper sowie der Pädagogin Jenny Burggraf von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).
Informationen zum Netzwerk „Forum Wald- und Naturpädagogik“ sowie weitere Veranstaltungen erhalten Interessierte unter info@brex.de
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Das Kita-Fachpersonal in der Wald- und Naturpädagogik, das aus verschiedenen rheinland-pfälzischen Regionen angereist war, zieht zum Abschluss ihres Forum-Tags ein positives Fazit aus den bereichernden Begegnungen. Foto: Dr. Ute Hartmann