Saisonstart: Diefflen kommt am 1. August zum Wasserturm
Starker Kader: FV Engers startet optimistisch in neue Oberliga-Saison
aus Neuwied
Engers. Die Vorbereitung neigt sich dem Ende zu, am kommenden Sonntag wird es ernst: Dann startet für den FV Engers die neue Oberliga-Saison. Am (ungewohnten) Sonntag, 1. August, gastiert der FV Diefflen ab 15.30 Uhr am Wasserturm. Und das ist gleich eine Partie mit einer gewissen Brisanz, hat der FVE doch just das abschließende Spiel der Vorsaison bei den Saarländer verloren (2:4) - und dabei eine der wenigen eher enttäuschenden Leistungen in einer ansonsten überragenden Spielzeit gezeigt. Also gibt es jetzt gleich zum Start die Gelegenheit zur Revanche.
Aber auch unabhängig vom ersten Gegner freut sich die Mannschaft, nach intensiven Wochen der Vorbereitung endlich wieder um Punkte zu spielen. Und Trainer Julian Feit blickt trotz einiger Rückschläge optimistisch auf die vergangenen Wochen zurück. „Mit unserem Kader sind wir sehr zufrieden. Teammanager Alexandar Naric und sein Team haben frühzeitig gute Arbeit geleistet und uns gezielt verstärkt“, sagt der Coach und unterstreich, dass die Neuzugänge vor allem auch charakterlich sehr gut ins Gefüge passen.
Die Sommer-Vorbereitung verlief trotzdem nicht ohne Probleme. Vor allem der Kreuzbandriss von Stammtorhüter Safet Husic schmerzt, zumal die bisherige „Nummer 1b“, Franjo Serdarusic, den FVE in Richtung Rot-Weiß Koblenz verlassen hat – um dort mehr Spielpraxis zu bekommen. Die hätte er bei den Grün-Weißen unter den neuen Voraussetzungen mutmaßlich auch bekommen. Aber so sind nun die beiden 19-jährigen Neuzugänge Leon Odenthal und Arjan Bajrami gefordert. Keine leichte Aufgabe, aber es gibt schließlich auch andere Beispiele, bei denen junge Torhüter ins kalte Wasser geworfen wurden und sofort überzeugen konnten. Beim FVE kommt positiv hinzu, dass mit Kapitän Chris Meinert und Routinier David Eberhardt ein extrem gefestigtes Innenverteidigerduo vor ihnen verteidigt.
Weitere Verletzungen führten dazu, dass Coach Feit zeitweise deutlich weniger Spieler zur Verfügung standen als erhofft. „Natürlich hätten wir uns gewünscht, mit mehr Spielern arbeiten zu können und den Konkurrenzkampf noch weiter zu erhöhen. Inhaltlich haben wir aber trotzdem alles umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten“, zeigt er sich dennoch zuversichtlich und führt aus, dass ein Schwerpunkt der Vorbereitung auf dem Umschaltspiel nach Ballgewinn und Ballverlust lag. Außerdem arbeitete das Trainerteam intensiv an Standardsituationen und erweiterte die taktischen Möglichkeiten der Mannschaft. „Wir wollen flexibel sein und je nach Gegner und Spielsituation reagieren können“, so Feit
Für die neue Saison gibt er ein klares Zwischenziel aus: „Wir wollen so schnell wie möglich die 40-Punkte-Marke erreichen. Das bedeutet nicht, dass wir uns nur mit dem Klassenerhalt beschäftigen. Aber wir wollen uns früh eine gute Ausgangsposition erarbeiten und dann schauen, was möglich ist“, sagt er und erinnert daran, dass der FVE die „magische Punktzahl“ in der Vorsaison beinahe schon zur Winterpause erspielt hatte.
Einfach wird eine Wiederholung allerdings nicht. Feit erwartet eine der stärksten Oberligen der vergangenen Jahre. „Es gibt zehn oder elf Mannschaften, die berechtigte Ambitionen auf die oberen Plätze haben. Deshalb wird jeder Punkt hart erarbeitet werden müssen“, prophezeit er.
Mit diesem Kader geht der FV Engers in die Oberliga-Spielzeit 2026/27: (obere Reihe von links) Roman Hudov, Gabriel Jost, Gabriel Müller, Paul Bermel, Max Schmitten, Christian Meinert, Nils Wambach, David Eberhardt, Jonathan Kap, Jonas von Haacke, Hasan Kesikci, Lukas Szymczak, (mittlere Reihe von links) Mannschaftsarzt Dr. Michael Rettler, Physio Mariella Sehn-Henn, Physio Enrico Kämpflein, Physio Clara Martschei, Torwarttrainer Deniz Görgün, Torwarttrainer Marc Reifenschneider, Co-Trainer Martin Weber, Trainer JulianFeit, Co-Trainer Philipp Frank, Sportlicher Leiter Aleksandar Naric, Athletiktrainer Sören Klappert, Teammanager Noel Schlesiger, Betreuer Udo Prangenberg, (untere Reihe von links) Enrico Rößler, Jesper Penterman, Mattis Thewalt, Vadim Semchuk, Arjan Bajrami, Safet Husic, Leon Odenthal, Kevin Lahn, Lukas Müller, Manoel Splettstößer, Manuel Simons. Es fehlen: Marcel Stieffenhofer, Justin Willma und Eldin Hadzic. Foto: Ulf Steffenfauseweh