Politik | 26.07.2013, 14:23 Uhr

Bundestagsabgeordneter Rüddel zu Gast in der Arbeitsagentur Neuwied

Trend erkannt - Potentiale nutzen

Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich Erwin Rüddel und Karl-Ernst Starfeld zu einem Informationsgespräch in der Neuwieder Arbeitsagentur.Privat

Neuwied. Zu einem Informationsgespräch trafen sich Anfang Juli der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel und Karl-Ernst Starfeld, Vorsitzender der Geschäftsführung der Neuwieder Arbeitsagentur. Inhalt des Austausches war die mit dem demografischen Wandel einhergehenden Herausforderungen am regionalen Arbeitsmarkt. Beide Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass der seit einigen Jahren zu beobachtende Trend einer rückläufigen Bevölkerungsentwicklung gepaart mit einer im Landesvergleich hohen Abwanderung junger Menschen das Thema Fachkräftesicherung schon heute zu einem Megathema am regionalen Arbeitsmarkt macht. Für Erwin Rüddel ist die Zuwanderung von Fachkräften aus der EU und dem Ausland eine wesentliche Antwort auf diese Herausforderung, dankt der Arbeitsagentur aber auch dafür, dass sie in den nächsten Jahren mithelfen will, die inländischen Potenziale - auch von hier lebenden Ausländern- zu nutzen. Laut Karl-Ernst Starfeld hat die Region Neuwied/Altenkirchen landesweit mit 25,7 Prozent den höchsten Anteil junger Menschen an der Gesamtbevölkerung. „Diesen Vorteil müssen wir nutzen, die jungen Menschen weiter qualifizieren und die schon gut Qualifizierten mit attraktiven Berufsperspektiven wie z.B. einem dualen Studium in der Region halten“, so der Agenturleiter. Für Erwin Rüddel ist es wichtig, hoch qualifizierte Fachkräfte mit Wurzeln in der Region zu einer Rückkehr zu motivieren.

Rüddel und Starfeld sind sich einig, dass an der unterdurchschnittlichen Beschäftigungsquote der Frauen gearbeitet werden kann. Gerade die Gesundheits-, Pflege- und Erziehungsbranchen werden mittel- bis langfristig konstanten und nach aller Erfahrung überwiegend weiblichen Fachkräftebedarf haben. Darüber hinaus fördert die Agentur auch Projekte wie zum Beispiel seit Sommer 2012 MINT-AK, das junge Frauen schon in der Schulphase unterstützen und bestärken will, nach dem Schulabschluss tatsächlich einen technischen Beruf zu ergreifen. Im verarbeitenden Gewerbe wir es mehr und mehr darum gehen, den älter werdenden Belegschaften ein altersgerechtes Arbeiten und somit einen längeren Verbleib in Beschäftigung zu ermöglichen. Erwin Rüddel bestätigt, dass viele Unternehmen diesen Bedarf schon erkannt haben und z.B. variablere Schichtpläne zugunsten älterer Beschäftigter einsetzen oder mehr Technik anbieten, um die körperliche Belastung zu reduzieren. In diesem Zusammenhang erläutert der Geschäftsführer dem Abgeordneten die neue Dienstleistung „Qualifizierungsberatung“, mit der die Arbeitsagentur die zahlreichen kleinen und mittleren Unternehmen, die keine eigenen Mitarbeiter für Personalentwicklung beschäftigen, von der Identifikation des betrieblichen Weiterbildungsbedarfs bis hin zu Tipps für die Umsetzung unterstützt. Nach Einschätzung beider Gesprächsteilnehmer steht die Region beim Thema Fachkräftesicherung vor einer langfristigen Herausforderung, die aber angesichts guter Potenziale und Lösungsansätze gemeistert werden kann. Für die Erhaltung der Wirtschaftskraft der Region ist die Fachkräftesicherung sicherlich ein ebenso wichtiges Thema wie eine moderne und konkurrenzfähige IT- oder Verkehrswegeinfrastruktur, und diese Themen sind neben der Gesundheitspolitik zentrale Felder meiner politischen Arbeit, betont Erwin Rüddel zum Abschluss des Gesprächs.

Pressemitteilung

Bundesagentur für Arbeit

Neuwied

Bei sommerlichen Temperaturen trafen sich Erwin Rüddel und Karl-Ernst Starfeld zu einem Informationsgespräch in der Neuwieder Arbeitsagentur. Foto: Privat

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Kirmes in Rheinbrohl, 01.09.26
Zukunft trifft Tradition KW 34
kostenfreie Anzeige aus 2+1
Imageanzeige - Sommeraktion 2+1 - 3. Anzeige o.B.
Titel-Anzeige
Betriebsferien September 2026
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Lina Näkel vom SV Blau-Gelb Dernau
265

Hannover/Dernau. Das letzte nationale Großereignis des Jahres fand, wie auch die Finals 2026, vom 28. bis 30. August in der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover statt. Lina Näkel vom SV Blau-Gelb Dernau, die für die LG Kreis Ahrweiler startet, hatte sich bereits im Mai in Limburgerhof für die Deutsche Meisterschaft im Siebenkampf in der Altersklasse W15 qualifiziert.

Von Jürgen Wolff aus Dernau

Weiterlesen

Der WKB sorgt in Mayen weiter für erheblichen Verwaltungsaufwand. Sieben von neun Abrechnungseinheiten stehen noch aus. Die FWM fordert deshalb vor weiteren Schritten eine vollständige Kostenbilanz.
501

Mayen. Zwei von neun Abrechnungseinheiten sind beim wiederkehrenden Straßenausbaubeitrag (WKB) bislang bearbeitet – doch bereits jetzt sorgt das Verfahren für erheblichen Verwaltungsaufwand. Nach Angaben der Freien Wähler Mayen (FWM) sind inzwischen mehr als 500.000 Euro an internen und externen Kosten angefallen. Gleichzeitig gibt es Forderungen nach zusätzlichem Personal, um den entstandenen Bearbeitungsstau abzubauen.

Von Michael Helsper aus Mayen

Weiterlesen

von links nach rechts: Sven Gottschalck, Ulrich Stieber, Nick Falkner, Richard Lindner, Julius Knieps, Werner Kasel und Mario Falkner
95

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie kann ehrenamtliches Engagement in Bad Neuenahr-Ahrweiler künftig noch besser unterstützt und vernetzt werden? Dieser Frage widmeten sich am Mittwochabend Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Vereine und Initiativen sowie ehrenamtlich Engagierte bei einer Informationsveranstaltung im Veedelstreff DomCafé. Auf Einladung der Stiftung Ahrtal informierten sie sich über die Pläne für das neue Ehrenamtszentrum im ehemaligen „Haus der Jugend“.

Von Richard Lindner aus Bad Neuenahr-Ahrweiler

Weiterlesen