Kleine Basis-Synode in der Kolpingsfamilie Neuwied 1860
Zeitgemäße Formen des lebendigen Glaubens finden
Neuwied. Für die Teilnehmer und namens der Kolpingsfamilie und des geistlichen Leiters Andreas Bühler begrüßte der Vorsitzende Werner Hammes Pfarrer i.R. Dr. Heinrich Lillig, der als Mitglied der Synode unmittelbar vom Ort des Synodengeschehens berichtete, sehr herzlich.
Pfarrer Lillig gab einen umfassenden Einblick in die Synoden-Themen, die Zusammensetzung des 280-köpfigen Gremiums und die Arbeitsschritte bis zum Abschluss Ende 2015. Alle relevanten Gesellschaftsgruppen mit stark ausgeprägter kirchlicher Beteiligung, dennoch mit mehr Laien-Präsenz (280 TN), aber auch mit deutlicher Differenz von Frauen (110) zu Männern (170).
Inhaltlich ging es in der Diskussion um Fragestellungen wie: Kirchenaustritte; Rückgang der Kirchenbesucher; Glaube gestern, heute und morgen wie z.B. Gebetsformen, Nächstenliebe, Solidarität, Toleranz, …; Glaubensvermittlung in der Familie; Weitergabe an Kinder und Jugendliche; Seelsorge durch Priester, Laien, Ordensgemeinschaften; Wert der Kirche in der heutigen Gesellschaft; Zölibat; Sakramentenzugang für Geschiedene-Wiederverheiratete; Frauen in der Kirche. Breiten Raum nahm auch das Thema: die Gläubigen ernst nehmen, sich ihrer kritischen Haltung, Sorgen, Sehnsüchte und Hoffnungen anzunehmen.
Es müssen weitere zeitgemäße Formen des lebendigen Glaubens gefunden werden, ohne den Kern des Glaubens zu verwässern oder gar aufzuheben. Die richtige Sprache, das glaubhafte Vorleben und das lebendige Bekenntnis in einer verständlichen und nachvollziehbaren Form zu vermitteln, dies gilt es, voranzubringen. Mit Pfarrer Dr. Heinrich Lillig war laut dem Vorsitzenden Werner Hammes ein Referent gewonnen, der es verstand, Synodeninformation thematisch so zu referieren, dass die lebendige Diskussion in der interessierten Teilnehmerrunde voll zum Tragen kam. Er verabschiedete die Teilnehmer mit dem Kolpingzitat: „Wer Mut hat, macht Mut.“
