Politik | 28.05.2021

Bürgerinitiative „Lebenswertes Rübenach“ e.V.

1000 Unterschriften gegen die Erweiterung des GVZ

Wie sehr sich die Umwelt bereits zum Negativen verändert hat, ist nach wie vor am Versiegen des Anderbachs in Rübenach zu beobachten..Foto: privat

Rübenach.Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Rübenach e.V“ hat schon 1000 Unterschriften gegen die Erweiterung des GVZ Rübenach gesammelt, das weitere Sammeln aber eingestellt, nachdem der Koblenzer Stadtrat im September 2019 den Klimanotstand ausgerufen hatte. Unter Punkt 19 des damaligen beschlossenen Paketes heißt es nämlich: Bei der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes soll der Flächenverbrauch reduziert werden, unter anderem um Kaltluftentstehungsgebiete zu erhalten. Großflächige Baugebietsausweisungen, die bis dato nicht verwirklicht wurden, werden aus dem Plan heraus genommen…...

Nun muss man allerdings feststellen, dass dieser Ratsbeschluss wieder einmal nicht umgesetzt wird, stellte doch der Stadtentwicklungsausschuss im April eine Erweiterung entlang der A 61 in Aussicht. „Nun ist es ja allgemein bekannt, dass wir in Koblenz überwiegend Westwind haben und vielleicht erinnern sich einige Mitbürger auch noch, dass Koblenz im Mai 2018 der wärmste Ort in der Bundesrepublik war.“

In diesem Zusammenhang ist es auch erwähnenswert, dass Prof. Dr. Hegert von der Hochschule Koblenz in einem Artikel in der Presse betont hat, dass Koblenz zu den Städten Europas gehört, die einen Zuwachs an Rekordtemperaturen haben werden. Mit der weiteren Bodenversiegelung entlang der A 61 wird der Kaltluftzufluss von Westen noch weiter behindert und das werden alle Bürger in Koblenz (nicht nur die Rübenacher) auch zu spüren bekommen.

Wie sehr sich die Umwelt bereits zum Negativen verändert hat, ist nach wie vor am Versiegen des Anderbachs in Rübenach zu beobachten. Obwohl es ja in den Monaten April und Mai ausgiebig geregnet hat, ist der Bach in der Ortsmitte, kurz vor der Mündung in den Brückerbach noch immer trocken.

Das widerlegt auch die Aussage der Stadt, dass es nur am mangelnden Regen läge, die Wahrheit ist: Die Versiegelung des Bodens im jetzigen GVZ hat bereits zu Umweltschäden geführt, die nicht wieder gut zu machen sind. Auflagen, wie z.B. das Versickern des Regenwassers auf den bebauten Grundstücken, wurden vom zuständigen Ausschuss reihenweise aufgehoben.

Im Übrigen: „Fragt sich eigentlich mal jemand, was die Gewerbeansiedlung an der A 61 gebracht hat (außer dem Verlust von Ackerflächen)? Das statistische Jahrbuch der Stadt Koblenz zeigt die ganze Wahrheit: Das Gewerbesteueraufkommen ist heute (und war auch vor Corona) niedriger als 2006 - trotzdem weiter so?

Pressemitteilung der

BI „Lebenswertes Rübenach“

Wie sehr sich die Umwelt bereits zum Negativen verändert hat, ist nach wie vor am Versiegen des Anderbachs in Rübenach zu beobachten..Foto: privat

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Kommentare
28.05.202112:24 Uhr
juergen mueller

Ja, trotzdem weiter so.
Die Stadt macht doch was sie will.
Da kann man sich noch so oft wiederholen. Versprechen der Politik, ein Nichts. Nur, lernen sollte man daraus, was bei so manch einem eben nicht der Fall ist, wie bei der BI. Da lernt man nie aus. Da sammelt man Unterschriften, stoppt diese Aktion allerdings, nur, weil der Klimanotstand ausgerufen wird u. man sich auf einen dubiosen Punkt 19 eines Maßnahmenpaketes verläßt, nach dem vor allem Union u. SPD so tun, als sei damit in Puncto Erweiterung GVZ alles in trockenen Tüchern. Die BI ist nicht die Einzige, die weiß, dass das GVZ von vorneherein pures Gift für Klima u. Umwelt beinhaltet. Was haben alle bisherigen Mühen der BI wirklich gebracht? NIX. Man doktert weiter an seiner von der Orts- u. Stadtpolitik nicht ernst genommenen, oppositionellen Haltung, lobt diese (weiß aber offensichtlich nicht wofür), gibt sich diplomatisch, folgt seit jeher Glauben an das politisch Gute ohne jedoch zu Wissen. Ein Auslaufmodell.

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