Politik | 08.08.2016, 13:24 Uhr

Insolvenzverfahren der Aktiengesellschaft

41 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeitsplätze

Zwischen dem Insolvenzverwalter und dem Betriebsrat der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr wurde ein Sozialplan vereinbart

Nach der Umstrukturierung der Aktiengesellschaft durch den Insolvenzverwalter Jens Lieser rücken nundie Verhandlungen mit dem neuen Investor wieder in den Mittelpunkt des Interesses.Fix
426

Das laufende Insolvenzverfahren der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr endete nun für 41 Mitarbeiter des Traditionsunternehmens mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes. Nach der Umstrukturierung des Unternehmens durch den Insolvenzverwalter entstanden die Villa Sibilla GmbH und die Medical Fitness GmbH, deren Mitarbeiter vom Arbeitsplatzverlust nicht betroffen sind. Für die verbliebenen Mitarbeiter der Muttergesellschaft, die sich ausschließlich mit der Vermietung und Verpachtung des Immobilienvermögens der Aktiengesellschaft beschäftigen soll, sah der Insolvenzverwalter hingegen keine Beschäftigungsmöglichkeiten mehr.

Bad Neuenahr. Der Insolvenzverwalter der Aktiengesellschaft Bad Neuenahr (AGBN), Rechtsanwalt Jens Lieser, hat mit dem Betriebsrat der Aktiengesellschaft am 03.08.2016 einen Interessenausgleich und einen Sozialplan vereinbart. Nach der Umstrukturierung der AGBN zum 01.07.2016 in die zwei Tochtergesellschaften Villa Sibilla GmbH und Medical Fitness GmbH verblieb ein Teil der Mitarbeiter, die nicht in die beiden Bereiche wechseln konnten, bei der Muttergesellschaft. In diese Gesellschaft widmet sich nun der Vermietung und Verpachtung der Immobilien der AGBN. Für dieses neue Geschäftsmodell werden die Beschäftigten der Muttergesellschaft jedoch nicht mehr benötigt. „Der Insolvenzverwalter hat dem Betriebsrat darüber informiert, dass eine Fortsetzung des bisherigen Geschäftsbetriebs in der AGBN nicht möglich ist und daher das operative Geschäft eingestellt wird,“ erklärte der Pressesprecher des Insolvenzverwalters auf Nachfrage des BLICK aktuell. Für die verbliebenen 41 Mitarbeiter gibt es leider keine anderweitigen Beschäftigungsmöglichkeiten in dem Unternehmen. Die Mitarbeiter wurden freigesellt und erhalten nun zum Ende des Monats ihre Kündigung. In der Villa Sibilla GmbH bleiben 50 Mitarbeiter und in der Medical Fitness GmbH

5 Mitarbeiter beschäftigt. Die Einstellung des operativen Betriebs der Aktiengesellschaft bedeutet jedoch nicht, dass die AGBN aufgelöst wird.

Aufgrund der Einstellung des Geschäftsbetriebs ist mit dem Betriebsrat ein Interessenausgleich vereinbart worden. Zuvor hatte der Insolvenzverwalter die Möglichkeit der Bildung einer Transfergesellschaft besprochen und dem Betriebsrat die Chancen und die Vorteile einer solchen Einrichtung für die Mitarbeiter erläutert. Der Betriebsrat hat hingegen die Bildung einer Transfergesellschaft abgelehnt, da kein hinreichendes Interesse seitens der Belegschaft bestand. Somit wurde zwischen dem Insolvenzverwalter und dem Betriebsrat die Umsetzung eines Sozialplans vereinbart, der für die betroffenen Mitarbeiter eine nach einem bestimmten Punktesystem gestaffelte Abfindung vorsieht. Hierbei werden Lebensalter, Betriebszugehörigkeit sowie familiäre Aspekte für die Auszahlung der Abfindung herangezogen. Die für die Beschäftigten schmerzlichen Konsequenzen der Umstrukturierung und des Arbeitsplatzverlustes war der vorerst letzte Akt im Insolvenzdrama der AGBN.

Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Konzept und dem finanziellen Engagement des neuen Investors, sodass zumindest langfristig negative Effekte für den Heilbad - Standort Bad Neuenahr durch die Insolvenz der Aktiengesellschaft vermieden werden können. hs

Nach der Umstrukturierung der Aktiengesellschaft durch den Insolvenzverwalter Jens Lieser rücken nun die Verhandlungen mit dem neuen Investor wieder in den Mittelpunkt des Interesses.Foto: Fix

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis – inkl. E-Paper
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Ralf Schweiss
Daueranzeige
Daueranzeige 2026
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag
Dauerauftrag 2026
Immobilienanzeige
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Die B267 in Altenahr.  Foto: ROB
2103

Die Sperrung bedeutet Einschränkungen im ÖPNV

Altenahr: Vollsperrung der B 267 ab 19. Oktober

Altenahr. Ab Montag, 19. Oktober 2026, muss die B 267 in Altenahr auf Höhe des Bahnübergangs an der Altenburger Straße voll gesperrt werden. Grund hierfür ist die Herstellung einer Außenanlage. Die Sperrung wird voraussichtlich bis einschließlich 6. November dauern. Die Umleitung erfolgt aus Fahrtrichtung Altenburg kommend über die B 257 und den Roßberg, aus Fahrtrichtung Altenahr kommend erfolgt die Umleitung entgegengesetzt, das heißt über den Roßberg und die B 257.

Weiterlesen