Politik | 02.07.2019

CDU im Kreistag sagt Motorradlärm den Kampf an

AW-Kreis soll Aktionsbündnis beitreten

Kreis Ahrweiler. Die Belastung der Bevölkerung durch Motorradlärm ist auch im Kreis Ahrweiler in vielen Orten ein großes Problem. „In den letzten Monaten sind viele Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern über zu aggressives und lautes Fahren von Zweirädern bei uns vorgetragen worden, zum Beispiel aus Kesseling, Lind oder den Orten rund um den Nürburgring“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Sundheimer. Er stellt weiter fest: „Der Motorradlärm hat ein Maß angenommen, das Bürger nicht mehr hinnehmen können oder wollen. Die CDU-Kreistagsfraktion hat daher jetzt beantragt, das Thema Beitritt des Kreises Ahrweiler zum Aktionsbündnis „Silent Rider - Initiative gegen Motorradlärm“ auf die Tagesordnung der nächsten Kreistagsitzung am 25. Oktober 2019 zu setzen. Hierzu soll auch der Sprecher der Initiative, der Simmerather Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns, eingeladen werden.“

Auf Initiative der Kommunen und Kreise Nationalpark Eifel trafen sich kürzlich rund 50 Vertreter aus ganz Deutschland, um eine bundesweite Kampagne gegen Motorradlärm zu starten. Dazu zählten neben Vertretern der Polizei und des Bundesverbandes der Motorradfahrer beispielsweise auch die Regionen Bergisches Land, Rhön, Odenwald, Sauerland, Südhessen und der Südschwarzwald. Die Kampagne mit dem Titel „Silent Rider - Initiative gegen Motorradlärm“ richtet sich gegen diejenigen, die durch Manipulationen am Motorrad oder verbotene Fahrweisen für schädliche Lärmbelästigungen verantwortlich sind. Kernforderungen der Initiative sind insbesondere die Herabsetzung zulässiger Lärmgrenzwerte, drastische Strafen für technische Manipulationen, zusätzliche Kennzeichnungen, um der Polizei die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten und Straftaten zu erleichtern sowie Messverfahren zur Geräuschentwicklung, die eine sofortige Fahrzeugstilllegung an Ort und Stelle ermöglichen.

Der Zielkatalog der Initiative, so Sundheimer, werde sicherlich erst mittelfristig zum Erfolg führen. Dies vor allem vor dem Hintergrund, dass der Polizei die notwendige Personal- und Sachausstattung fehle, um flächendeckend gegen rücksichtslose Motorradfahrer vorzugehen. Ein Beitritt zu der Initiative ist deshalb nach Auffassung der CDU-Kreistagsfraktion jetzt ein wichtiger und notwendiger Beitrag im Kampf gegen unzumutbaren Motorradlärm. Mit dem Beitritt wäre der AW-Kreis der erste Landkreis in ganz Rheinland-Pfalz. Dies wär, so Sundheimer, ein starkes politisches Signal, auch für andere rheinland-pfälzische Kreise. Der Beitritt würde den Kreis 5000 Euro jährlich kosten. „Dieser Betrag“, so Sundheimer, „sollte uns der Schutz unserer Bevölkerung wert sein.“

Pressemitteilung

CDU Kreistagsfraktion

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