FDP-Stadtverband Mayen informierte sich über das St. Elisabeth Krankenhaus Mayen
Ärztlicher Direktor Dr. Maasberg im Gespräch
Mayen. Der FDP-Stadtverband Mayen hatte Dr. Michael Maasberg , Chefarzt St. Elisabeth Krankenhaus Mayen zu einem Informations- und Diskussionsgespräch eingeladen, um weitergehende Informationen zu den in der Diskussion befindlichen Abläufen um das St. Elisabeth Krankenhauses in Mayen zu erhalten.
Dr. Maasberg schilderte zunächst aus seiner Sicht die Entwicklung der letzten Jahre im St. Elisabeth Krankenhaus, kam dann auf die aktuelle Situation zu sprechen. Er widersprach der Befürchtung, dass das Mayener Krankenhaus zu einer sogenannten Portalklinik reduziert werde, also zur Durchlaufstelle für die zum Gemeinschaftsklinikum zugehörigen Koblenzer Krankenhäuser Kemperhof oder Evangelisches Stift.
Als wenig befriedigend und belastend hat er den in den letzten Jahren stattgefundenen ständigen Wechsel auf der Geschäftsführerebene beschrieben und damit verbunden eine fehlende Kontinuität und Berechenbarkeit der Tätigkeiten der jeweiligen Geschäftsführung in der Vergangenheit. Es läge in der Natur der Sache, dass es unterschiedliche Vorstellungen bei der Umsetzung der Gesamtaufgabe im GK gäbe und der ständige Wechsel und damit verbundene Einarbeitungszeiten sich nicht positiv ausgewirkt hätten und insbesondere auch für die Mitarbeiter verunsichernd waren. Er hoffe, dass dies nun beendet sei. Dr. Maasberg unterstrich, dass es notwendig sei, die Beschäftigten weiter einzubinden und sicherzustellen, dass das Mayener Krankenhaus in der Regelversorgung verbleibe.
Er begrüße den beabsichtigten weitergehenden Ausbau der Palliativstation, ebenso den nach wie vor bestehenden kardiologischen Schwerpunkt in Mayen. Dass Mayen als einziges Krankenhaus in Rheinland-Pfalz für den Bereich innere Medizin das Marburger-Bund - Gütesiegel für „Gute Weiterbildung“ erhalten habe, sei ein sehr gutes Signal und eine Auszeichnung für Mayen, so Dr. Maasberg.
Auf Frage, ob und welche Nachteile für das Mayener Krankenhaus durch den Zusammenschluss zum Gemeinschaftsklinikum und der angedachten Einstandortlösung in Koblenz, Kemperhof mit Evangelischem Stift, zu befürchten sei, wies er darauf hin, dass darauf zu achten sei, dass bei notwendigen Investitionen und Entwicklungen einen ausgewogene sachgerechte Verteilung unter den Kliniken stattzufinden habe.
Dass durch das Gemeinschaftsklinikum Zusammenlegungen, Zentralisierungen von Abteilungen Dienstleistungen aus Kostengründen und Rationalisierungsgründen umgesetzt werden, sei konsequent.
Die diskutierte Frage, Schließung des Labors im Krankenhaus Mayen und Zentralisierung in Koblenz sieht Dr. Maasberg offen und setzt sich aber nachdrücklich dafür ein, dass auf jeden Fall am Standort Mayen Laborleistungen auch zukünftig erbracht werden , was er als unabdingbar erachtet.
Es entspann sich eine lebhafte Diskussion.
Der Stadtverbandsvorsitzende Ekkehard Raab betonte, dass man auch zukünftig ein verstärktes Augenmerk auf die Entwicklung des Mayener Krankenhaus haben werde, gerade die Versorgung des ländlichen Raumes nicht geschwächt werden darf, dies für Mayen und Region ein wichtiger Standortfaktor ist. Die Politik ist gefordert, bei Bedarf das Notwendige einzufordern.
Pressemitteilung
FDP-Stadtverband Mayen
