AfD Koblenz zeigt Verständnis für Spaziergänger und Forderungen nach Ende von 2G oder 2Gplus in Einzelhandel und Gastronomie
AfD zeigte Präsenz bei Kundgebungen in Koblenz und Bitterfeld
Koblenz.„Es wird keine Impflplicht geben.“ Noch im September dieses Jahres war dies der Standpunkt vieler mittlerweile führender Regierungspolitiker wie Christian Lindner (FDP) oder auch Karl Lauterbach (SPD). Kaum war jedoch das neue Bundeskabinett vor dem Bundestag vereidigt, gab es offenbar nichts Eiligeres zu tun, als eine Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal zu beschließen, welche ab 15. März 2022 greifen soll. Auch eine allgemeine Impfpflicht wird mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen. Ein Wortbruch, der bei vielen Bürgern - verständlicherweise - auf Unmut stößt. Dieser äußert sich zunehmend in friedlichen Protestzügen, wie beispielsweise in Koblenz. Laut Medienberichten versammelten sich etwa 1.800 Menschen gegen Abend am Deutschen Eck, um gegen eine mögliche Impfpflicht sowie gegen die Corona-Maßnahmenpolitik der Bundesregierung im Allgemeinen zu protestieren. Laut Polizeiangaben blieb der Protestzug, welcher am Rheinufer entlang in Richtung Rhein-Mosel-Halle zog, und schließlich vom Ordnungsamt der Stadt Koblenz aufgelöst wurde, friedlich.
Auch in der Gemeinde Bitterfeld in Sachsen-Anhalt fand am vergangenen Montag eine Kundgebung mit Spaziergang statt, bei der ebenfalls rund 1.000 Menschen gegen eine Impfpflicht sowie die 2G-Regelung im Einzelhandel protestierten. Hier traten auch bekannte AfD-Politiker wie Kay-Uwe Ziegler (MdB), Daniel Roi (MdL) oder Joachim Paul (MdL) als Redner auf. Auch diese Protestveranstaltung gegen die Corona-Maßnahmenpolitik verlief friedlich. Zur Abrundung der Veranstaltung stimmten die Teilnehmer gegen Ende das Volkslied „Die Gedanken sind frei“ an, um vor einer immer mehr als übergriffig wahrgenommenen Pandemiepolitik zu warnen. Besonders Malu Dreyers Forderung, dass Ungeimpfte sollten keine Weihnachten feiern, hat viele Bürger - in Koblenz, Bitterfeld und an anderen Orten - stark verärgert.
Joachim Paul, Vorsitzender der AfD-Ratsfraktion Koblenz erklärt dazu: „Dass die Bürger unseres Landes ihrem Unmut über die fehlgeleitete Corona-Maßnahmenpolitik zunehmend in Protesten Luft machen, ist mehr als verständlich. Malu Dreyer hat mit ihren jüngsten Aussagen die Stimmung auf unverantwortliche Weise angeheizt und die Bürger landesweit unnötig verärgert. Es ist nämlich unerheblich, ob die Ministerpräsidentin - so wörtlich - die Nase voll von Kundgebungen hat. Auch ihre kruden Forderungen Weihnachten betreffend gehören sich nicht. Die AfD ruft nicht zu Demonstrationen oder der Missachtung der Auflagen auf. Solange die Spaziergänge jedoch friedlich verlaufen, gibt es keinen Grund diese auseinander zu treiben oder die Teilnehmer medial zu verunglimpfen. Der wachsende Protest in unserem Lande ist im Kern nichts anderes als die Konsequenz einer immer restriktiveren Corona-Maßnahmenpolitik, der es an Logik und Verhältnismäßigkeit zunehmend mangelt. Geimpfte Bürger, die jedoch noch keine Booster-Impfung erhalten haben, werden durch die seit Anfang Dezember geltende 2G-Plus-Regel ohne zusätzlichen negativen Coronatest aus Gaststätten ausgeschlossen, was dazu führt, dass für viele Inhaber ein Quasi-Lockdown herrscht. Die Umsatzzahlen seien in vielen Betrieben um zwei Drittel oder mehr eingebrochen, wie einige Koblenzer Gaststätteninhaber berichten. Ob diese Regelung aus epidemiologischer Sicht Sinn macht und wirklich dazu beiträgt, das Pandemiegeschehen einzudämmen, ist höchst fragwürdig, da es mittlerweile gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber gibt, dass die Gastronomie nie ein signifikanter Infektionstreiber war. Unpraktische und irrationale Verordnungen wie die 2G-Plus-Regel führen im Endeffekt bloß dazu, dass die Menschen sich wieder verstärkt privat treffen, natürlich ohne Maske oder Abstand, wo sie dann in Wohnungen eng zusammensitzen. Das Infektionsrisiko wird hier gegenüber einem kontrollierten Restaurantbesuch signifikant erhöht.
Selbiges gilt für die 2G-Regelung im Einzelhandel. Auch dieser hat sich nie als Pandemietreiber erwiesen. Vielmehr wurden hier die Regeln strikt eingehalten. Trotzdem hat der Einzelhandel fast das komplette Weihnachtsgeschäft verloren - Existenzen stehen erneut auf dem Spiel. Für große Online-Händler wie Amazon brechen erneut goldene Zeiten an, dabei zahlt der Tech-Riese hier in Deutschland kaum Steuern und bleibt seinen Mitarbeitern eine ordentliche Entlohnung schuldig. Diese Politik ist asozial!
In Koblenz und Bitterfeld konnte ich erleben, dass sich ganz normale Bürger zum friedlichen Spaziergang versammelt hatten - der Protest kommt aus der Mitte der Gesellschaft und sollte respektiert werden. Die Forderungen der Spaziergänger sind landesweit die gleichen. Eine Herabwürdigung durch Altparteienpolitik und ARD, ZDF und Co. ist unangebracht und unanständig. Die Koblenzer AfD drückt den friedlichen Spaziergängern Verständnis und Solidarität aus“.
Pressemitteilung der AfD Koblenz

@Müller - Falsch ist, dass die Covid-Impfstoffe "ausschließlich" nur dem Eigenschutz dienen. Richtig ist, dass der sogenannte Fremdschutz nur ein paar monate anhält. Fakt ist auch, dass durch die geringere Ansteckungsgefahr von Geimpften auch ein indirekter Schutz für andere besteht und auch das durch Geimpfte weniger beanspruchte Gesundheitssystem letztlich als eine Art Fremdschutz angesehen werden kann. Der eigene Impfschutz trägt gleichzeitig zum Schutz der anderen bei. Erschüttert sollte man darüber sein, das Ungeimpfte die Intensivstationen blockieren und erst zur Besinnung kommen (oder auch nicht), wenn sie dem Tod gerade noch so von der Schippe gesprungen sind. Solidarität mit denen zu zeigen, die mit ihrem Verhalten etwas heraufbeschwören, das andere gefährdet, ist fragwürdig. Was nutzt denjenigen ihr demokratisches Staatsverhalten, wenn sie tot sind. Dieses auf die Straße gehen und damit auch rechten Gruppierungen wie der AfD eine Bühne zu geben ist einfach nur dämlich.
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
als Bürger eines Landes mit besonderen Erfahrungen in Hinblick auf Ausgrenzung und undemokratischen Staatsverhaltens schreibe ich diese Zeilen.
Es erschüttert mich zutiefst, wie Ausgrenzung heutzutage als normalstes Verhalten der Welt dargestellt wird. Persönlich werde ich nie wieder ein Geschäft betreten, welches mit Plakaten wie "2G" und "2G+" am Schaufenster wirbt. Das sagte ich als "Geimpfter". Es ist nun hinlänglich bekannt, dass die sogenannten Impfungen lediglich für kurze Zeit ausschließlich dem Eigenschutz dienen und die Übertragung der Erkältungskrankheit nicht verhindern.
Wir werden so lange auf die Straße gehen und solidarisch für die Rechte aller Menschen eintreten, die mit uns auf dieser Welt leben. Niemals werden wir Ausgrenzung jedweder Art unterstützen. Denn das kann man zwar machen, nur ist es dann halt Faschismus.
Mit demokratischen Grüßen,
I.Müller
Fragwürdig zu moralisieren ist genau das, was die AfD seit ihrer Gründung für sich in Anspruch nimmt. Ich sehe in dieser Partei keinen, der positiv eingestellt, optimistisch u. zupackend wäre, eine Partei, die Angst, Wut u. Unzufriedenheit schürt. Es wird immer wieder behauptet, Einzelhandel u. Gaststätten seien keine Infektionstreiber. Wo sich Menschen genau angesteckt haben, lässt sich häufig nicht ermitteln/belegen, auch nicht durch IHRE angeblich gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse, wobei ich nicht abstreiten will, dass private Haushalte eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Unklar bleibt jedoch, woher eine Person eine Infektion mitgebracht u. dann andere angesteckt hat. Es gibt Studien, die explizit nicht private Haushalte als Hauptquelle für Infektionen ansehen, sondern Ansammlungen jeder Art, wo keine Maske getragen, kein Abstand eingehalten wird (Demos), wo vor allem Ungeimpfte ihrem fragwürdigen Vergnügen nachgehen. Wo war eigentlich IHRE Maske? Schon geimpft?
Sie moralisieren auf fragwürdige Weise und setzen sich mit keinem einzigen Kritikpunkt oder Argumenten auseinander.
Die AfD mag nicht zu Demonstrationen aufrufen, heizt aber die Stimmung unter Coronaleugnern und denjenigen an, die sich nicht impfen lassen. Wenn ich mir Kundgebungen in Erinnerung rufe, bei denen u.a. von Storch und Weidel (und nicht nur diese) als lautstarke Einpeitscher gegen jegliche Vernunft aufgetreten sind, dann erinnert mich das an etwas, was wir wohl nie loswerden - unsere Vergangenheit.