Politik | 13.03.2019

Wählervereinigung Bürger für Meckenheim (BfM)

Alternative Verkehrsführung gewünscht

Lebhafte Diskussion zum Baugebiet „Weinberger Gärten“

Zahlreiche Bürger beteiligten sich an der Aussprache zur geplanten Verkehrsführung zum Baugebiet Weinberger Gärten.Foto: privat

Meckenheim. Vor Kurzem begrüßte der Vorsitzende der Wählervereinigung Bürger für Meckenheim (BfM) Klaus-Jürgen Pusch 21 Gäste von den Bürgeriniativen um das Baugebiet „Weinberger Gärten“, die der Einladung zu „BfM im Stadtgespräch“ ins Mosaik gefolgt waren.

Eine lebhafte und kenntnisreiche Diskussion kennzeichnete die Veranstaltung, in der es um die Verkehrsführung zum Neubaugebiet „Weinberger Gärten“ ging. Elke Fischer, sachkundige Bürgerin der BfM im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt, erläuterte auszugsweise das Verkehrsgutachten der Brilon Bondzio Weiser GmbH, das der Stadt vorschlägt, den gesamten Verkehr auch künftig trotz etwa 150 zusätzlicher Wohneinheiten über die enge Kreuzung Merler Straße/Am Stephansberg/Heerstraße zu führen. Immerhin zeigt es schon heute für diese – innerhalb einer großen 30 km/h-Zone liegenden – Kreuzung in der Spitzenstunde morgens gemessene 613 Kfz, abends 667 Kfz pro Stunde und für den ganzen Tag errechnete 6.200 Kfz. Das Gutachten prognostiziert bei den zusätzlichen Wohneinheiten im Baugebiet dann morgens 655, abends 715 Kfz pro Spitzenstunde.

Anwohner und Betroffene bezweifeln aufgrund eigener Erfahrungen diese Erhebungen und Prognosen. Die Risiken eines erneut verdichteten Verkehrs für die nahe Kita und den Spielplatz und die Konsequenzen eines Unfalls in der einzigen Zufahrt zum Neubaugebiet für Feuerwehr-und Rettungsfahrzeuge liegen für sie auf der Hand.

Mögliche Lösungen diskutiert

All diese Fakten und Besorgnisse legen eine alternative Verkehrsplanung nahe, nicht allein wegen der „Weinberger Gärten“. Der BfM-Fraktionsvorsitzende Johannes Steger führte durch die Diskussion möglicher Lösungen.

Die große Lösung wäre großer, zweispuriger Kreisel in der Kreuzung Bonner Straße, Gudenauer Allee, Lüftelberger Straße mit fünftem Abzweig in die „Weinberger Gärten“ und brächte enorme Erleichterung für alle Meckenheimer und Rheinbacher Autofahrer durch guten Verkehrsfluss und vermiedene Emissionen, vor allem, wenn die Bahnschranken wegfallen und die geplante Umgehung mit der Unterführung einen Großteil des Verkehrs aus dem Industriegebiet aufnimmt.

Die Alternative wäre eine Einfahrt in die „Weinberger Gärten“ von der Bonner Straße aus, vom Bahnhof kommend vor der genannten Kreuzung und eine zusätzliche Ein-und Ausfahrt in das Baugebiet von einem Kreisel auf der Gudenauer Allee, dies analog zum Aldi/Edeka-Kreisel, der auch dort das Neubaugebiet anbindet.

Gemeinsame Erhebung angeboten

Die Diskutanten waren sich einig darüber, dass der Dialog mit der Stadt intensiv zu führen sein wird. Sie bieten an, eine gemeinsame Erhebung der Verkehrsbelastung mit der Stadtverwaltung durchzuführen. Diese sollte allerdings nicht nur an zwei Stichtagen erfolgen wie beim vorliegenden Verkehrsgutachten.

Aus Sicht der BfM scheidet die geplante Zufahrt über den Engpass „Kinderspielplatz" völlig aus. Die Wählervereinigung hält die große Lösung technisch und finanziell für machbar und gibt ihr den Vorrang vor den Alternativen.

Zum weiteren Verfahren erläuterte Johannes Steger, dass die Verwaltung derzeit alle Anregungen, Bedenken und Hinweise der Bürger prüft und darauf aufbauend einen Abwägungsvorschlag erstellt, über den noch dieses Jahr abgestimmt werden soll. Es folgt die Offenlage, in der die Bürger erneut Anregungen, Bedenken und Hinweise vortragen können.

Pressemitteilung Wählervereinigung Bürger für Meckenheim (BfM)

Zahlreiche Bürger beteiligten sich an der Aussprache zur geplanten Verkehrsführung zum Baugebiet Weinberger Gärten.Foto: privat

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