Politik | 07.09.2026, 09:04 Uhr

„Das ist zu viel“ sagte Bendorfer Stadtrat – Nach Vorlagen-Änderung stimmte Gremium zu

Am künftigen Bahnhaltepunkt soll ein „MobiHUB“ mit 216 Fahrradparkplätzen entstehen

Am künftigen Bahnhaltepunkt soll ein „MobiHUB“ mit 216 Fahrradparkplätzen entstehen
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Bendorf. „Das ist zu viel...“ sang Schlagerstar Connie Francis 1961 und das meinte jetzt auch der Bendorfer Stadtrat zur Planung des „MobiHUBS“. Das soll ein Fahrradparkhaus am beantragten Bahnhaltepunkt Bendorf und am Ende des „RheinWalks“, eine Fußgängerbrücke über Bahnlinie und B42, werden.

In der Vorlage zur jüngsten Stadtratssitzung steht: „Der MobiHUB stellt mit dem als Verbindung zwischen Bahnhaltepunkt und Innenstadt und der Bereitstellung eines Fahrradparkhauses einen wesentlichen Baustein dar, um die Stadt an den Regionalverkehr anzuschließen.“

Der dreigeschossige Holzbau „MobiHUB“ soll 216 Fahrradstellplätze bekommen. „So viele gibt es nicht mal am Koblenzer Hauptbahnhof“, kritisierte die Fraktion der Grünen. Auch die FDP-Fraktion meine: „Das ist zu viel“ und wollte die Planung zurück in den Bauausschuss verweisen.

Im Erdgeschoss könnten Auto-Parkplätze oder etwas für Kinder und Jugendliche entstehen, war die Vision eines Ratsmitglieds. Die CDU-Fraktion gab zu Bedenken: „Vielleicht steht das Gebäude allein da und der Bahnhaltepunkt kommt nicht.“

Mit zurück verweisen in den Bauausschuss hatte Bürgermeister Christoph Mohr ein Problem, weil dann das ganze Verfahren mitsamt Förderanträgen erneut aufgerollt wird, was viel Zeit kostet.

Mohr schlug vor, dass in der Ratsvorlage, in der die Verwaltung die vorgelegte „MobiHUB“-Planung weiterverfolgen soll, eingefügt wird „...die Fahrradstellplätze werden deutlich reduziert.“ Damit konnte der Rat sich anfreunden verabschiedete die Vorlage einstimmig.

Der Ende April gewählte Jugendbeirat mit Arda Osman Emre Özgün (Vorsitzender), Esra Dellal und Jakob Stevens präsentierte sich dem Stadtrat und erklärte: „Wir wollen etwas bewegen.“ Bürgermeister Mohr erläuterte die Funktion des Beirats: „Ihr seid Repräsentanten der Jugendlichen.“ Ein Ratsmitglied fügte hinzu: „Ihr könnt uns ruhig nerven und fordern.“

Diskussionen gab es beim Rahmenvertrag für Pflegearbeiten im Schlosspark, bei denen es um mehr als 111.000 Euro ging. Die CDU-Fraktion forderte, man solle die Zusammenlegung der Stadtwerke Bendorf und Neuwied abwarten, weil die das Knowhow hätten.

Der Bürgermeister konterte: „Das werden wir nicht von heute auf morgen haben, da die Anforderungen im Stadtgebiet größer sind als die Personaldecke.“ Bei dem Vertrag sind Mähen und Baumpflegearbeiten ausgenommen, das muss dann weiterhin der Bauhof machen. Schließlich wurde der Vertrag mit 3 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen angenommen.

Für 120 000 Euro sollen die Dächer der Bodelschwinghschule und der Mehrzweckhalle in Mülhofen Photovoltaikanlagen erhalten. Das Geld kommt aus Minderausgaben für das Brückenbauwerk Rheinstraße (75 000 Euro) und vom Josef-Eisenbachparkplatz (45 000 Euro). Diese Finanzierungen werden aufs nächste Jahr verschoben.

hep

Am künftigen Bahnhaltepunkt soll ein „MobiHUB“ mit 216 Fahrradparkplätzen entstehen Foto: HEP

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