Politik | 30.08.2023

Amnesty Gruppe Neuwied mit Infostand

„Amnesty stellt sich vor“

Susanne Kudies, Theresia Knieke, Ulrike Jacobs, Ute Winkelmann, Inge Rockenfeller, Stefan Kühr, Rainer Temming, Passant, Manfred Kirsch Foto: Jürgen Grab

Neuwied. Amnesty International stand dieses Mal unter dem Motto „Amnesty stellt sich vor!“ Hierzu gab es kleine Ausstellung, mithilfe derer Interessenten die Arbeit der Menschenrechtsorganisation vorgestellt wurde.

Alle Besucher der Ausstellung wurden zu einem Becher gratis Fair-Trade-Kaffee eingeladen. „Wer Menschenrechte schützen will, muss Arbeitnehmerrechte wahren und die Arbeiter fair behandeln und gleichzeitig die Umwelt schützen. Beides schaffen wir durch Fair Trade“, erklärt die Sprecherin der Neuwieder Gruppe, Susanne Kudies: „Wir erleben zurzeit immer stärker, wie der Klimawandel unser Leben immer stärker beeinflusst. Den größten Schaden jedoch haben immer die Ärmsten dieser Welt, weil diese sich noch weniger vor den Wetterkapriolen, die der Klimawandel mit sich bringt, schützen können. Ihre Menschenrechte werden auch durch den Raubbau in den Regenwaldgebieten der Erde in zunehmender Weise gefährdet. Fair-Trade Kaffee setzt dort, wo die Ärmsten der Welt für unseren Luxus ausgebeutet werden, faire Standards dagegen. Wir dürfen als westliche Welt nicht so weiter machen wie bisher, weil wir mit unserem kurzsichtigen Verhalten den Menschen in Afrika und Südamerika damit die Existenz ruinieren“, erklärt Theresia Knieke und fügt, bezogen auf das aktuelle Thema, hinzu: „Die Neuwieder Gruppe setzt in Neuwied zurzeit verstärkt auf Informationsstände, um über die Menschenrechte aufzuklären und zu informieren, denn nur wer diese kennt, wird bereit sein, sie falls notwendig, zu schützen. Auch Menschenrechte brauchen Beschützer!“.

Inge Rockenfeller ergänzt: „Auch in Europa sind die Menschenrechte nicht in Stein gemeißelt, auch hier kann es passieren, dass irgendwann eine rechtsgerichtete Regierung an die Macht kommt und die Menschenrechte einschränkt, beispielsweise durch Demonstrationsverbote und Verbote von Nicht-Regierungsorganisationen, wie Amnesty. Deshalb brauchen wir eine starke Zivilgesellschaft, die bereit ist, die Werte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte auch zu verteidigen. Es gilt, weiterhin wachsam zu bleiben gegenüber rechten Tendenzen“, und Gruppenkollege Manfred Kirsch fügt noch hinzu, dass Amnesty zurzeit auch die Menschenrechte in Europa weiterhin in Gefahr sehe, insbesondere im Hinblick auf den Asylkompromiss. Er gibt zu bedenken, dass es hier noch immer keine vollständige Einigung auf ein gemeinsames Vorgehen in der Mittelmeer-Seenotrettung gebe. Amnesty kritisiere in diesem Zusammenhang die Push-back-Aktionen und fordere immer noch einen sicheren Weg zu einem Asylverfahren auf europäischem Boden. Insofern sei es heute umso wichtiger, die Arbeit von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International zu unterstützen.

Pressemitteilung der

Amnesty Gruppe Neuwied

Susanne Kudies, Theresia Knieke, Ulrike Jacobs, Ute Winkelmann, Inge Rockenfeller, Stefan Kühr, Rainer Temming, Passant, Manfred Kirsch Foto: Jürgen Grab

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