Politik | 29.10.2015

UWG Fraktion Rheinbach fordert Sechszügigkeit der Gesamtschule

Antrag wird erneut gestellt

Rheinbach. „Eine Sechszügigkeit an der Gesamtschule ist von der CDU/FDP Ratsmehrheit offen-sichtlich politisch gar nicht gewollt“ - zu diesem Schluss kommt Ratsherr Jörg Meyer von der UWG-Fraktion Rheinbach nach der letzten Sitzung des Schulausschusses und fordert von der CDU/FDP endlich ein Umdenken zugunsten der Rheinbacher Schülerinnen und Schüler. Die UWG will und kann sich nicht mit der Tatsache abfinden, dass nicht alle Rheinbacher Kinder an Rheinbachs Schulen unterrichtet werden können. Wie bekannt, konnten im Frühjahr dieses Jahres zunächst vier Rheinbacher Kinder nicht in der Gesamtschule aufgenommen werden. Diese wurden dann auf Schulen außerhalb Rheinbachs verwiesen, während Kinder aus Swisttal und Meckenheim aufgrund der gesetzlichen Regelungen in Rheinbach aufgenommen wurden. Auch für Wechsler aus den Gymnasien und für Zugezogene wird eine nur fünfzügige Schule nicht ausreichend Platz bieten können. Für die UWG ist dies ein nicht hinnehmbarer Zustand und eine Blamage für eine Stadt, die sich auch „Stadt der Schulen“ nennt. Die UWG-Fraktion ist der Auffassung, dass eine Kommune in der Größe Rheinbachs in der Lage sein muss, die schulische Grundversorgung - nichts anderes ist die Gesamtschule - für die eigenen Schüler auf jeden Fall zu gewährleisten. Ebenso wird man damit leben müssen, dass Schülerinnen und Schüler aus den Nachbarkommunen weiterhin in Rheinbach aufgenommen werden müssen (eigenartigerweise sei dies auf dem Gymnasium gar kein Problem). Eine gesetzliche Änderung der Aufnahmeregelungen ist nach neuesten Informationen der Verwaltung nämlich nicht in Sicht. Folglich werden mit einer Fünfzügigkeit auch im kommenden Schuljahr erneut Kinder aus Rheinbach abgewiesen werden müssen. Vor diesem Hintergrund besteht die UWG-Fraktion weiterhin auf eine sechszügige Gesamtschule. Dabei ist völlig klar, dass dies Mehrkosten verursachen wird. Bei der Planung der jetzigen fünfzügigen Gesamtschule konnten nach intensiven Gesprächen und geschickten Planungen mit allen Beteiligten die geplanten Kosten für alle Um- und Erweiterungsbauten fast um die Hälfte reduziert werden. Die UWG erwartet eine entsprechende Vorplanung der Kosten einer sechszügigen Gesamtschule und geht davon aus, dass die zusätzlichen Kosten weit unter den fünf Millionen liegen, die von der CDU einfach ohne gutachterliche Bestätigung in den Raum geworfen wurden. „Die CDU katapultiert nicht nur die Kosten einer Sechszügigkeit nach oben (der von Rheinbach seit vielen Jahren beauftragte Schulentwicklungsplaner nannte nur 1,5 Mio.), sondern wirft jetzt eine weitere Nebelkerze und zaubert die angebliche Vorschrift einer ‚Drittelparität‘ aus dem Hut.“ Demnach müssten Kinder mit Haupt- Realschul- und Gymnasialempfehlung zu gleichen Anteilen aufgenommen werden. „Dies ist entspricht nicht den gesetzlichen Regelungen“, so Meyer. „Eine mögliche Sechszügigkeit, die im Gründungsjahr der Gesamtschule problemlos umgesetzt wurde, ist von der CDU/FDP Mehrheit ausgebremst worden.“ Offensichtlich habe die CDU auch noch andere Gründe, als nur die damit verbundenen Kosten: „Soll die Gesamtschule einfach nur nicht zu groß werden?“, meint Ratsherr Jörg Meyer. „Die UWG wird jedoch nach Vorliegen der erwarteten Anmeldezahlen erneut den Antrag auf Sechszügigkeit stellen, um unserer Verantwortung für Rheinbacher Kinder gerecht zu werden. Vielleicht entwickelt sich bald auch eine starke Elterninitiative wie schon vor Gründung der Gesamtschule“, so Meyer abschließend. Und, sicher ist es eben nicht „blauäugig“, wie von BM Stefan Raetz beschrieben, wenn alle finanziellen Möglichkeiten, ein-schließlich einer finanziellen Beteiligung der Nachbarkommunen, geprüft werden.Pressemitteilung UWG

Rheinbach

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