Politik | 23.06.2023, 14:07 Uhr

Stellungnahme zum Artikel „Was ist los im Haus am Lindenbaum?“

Armutszeugnis

„Es ist erstaunlich, wie geduldig Papier tatsächlich sein kann. Lesen wir die Stellungnahme des Bürgermeisters, bzw. seiner SPD bzgl. der Querelen um den Verein Pro Mendig, so ist dieser Auftritt an Peinlichkeit kaum zu überbieten. Sich dabei hinter Vorschriften und Satzungen zu verstecken, wird hier der Sache nicht gerecht. Es geht unseres Erachtens eindeutig um persönliche Aversion und Missgunst. Nach unseren Informationen aus erster Hand nimmt man es dabei zudem, gelinde gesagt, mit der Wahrheit nicht immer ganz genau.

Viele Anschuldigungen entbehren nachweislich jeder Grundlage.

Hinsichtlich der Darstellung der Persönlichkeit des 1. Vorsitzenden, zugegebenermaßen ein naturgemäß energischer Schwabe, verliert man dann im Weiteren vollends jegliches Maß und Anstand. Einen in der Tat unbequemen aber dafür überaus leistungsfähigen Organisator derart zu verunglimpfen, zeugt von doch eher beschränkter Haltung.

Einem Bürgermeister, der tatsächlich der Auffassung ist, daß die „Seniorenarbeit im Übrigen nicht Aufgabe der Stadt“ sei (Zitat) , sprechen wir jegliche Kompetenz, sowie gestalterischen Willen in dieser Sache ab.

Überdies erscheint in diesem Zusammenhang die Nibelungentreue der SPD Stadtrats- Fraktion verständlich, und dennoch inakzeptabel. Wenn, wie in den Medien zu erfahren, aber auch der CDU-Fraktion nichts Besseres einfällt als zu lavieren, so verbleibt uns beinahe nur die Resignation vor soviel beratungsresistentem Dilletantismus.

Die Grünen des Stadtrates Mendig distanzieren sich hiermit in dieser Thematik ausdrücklich von den Standpunkten der übrigen Fraktionen. Unser Erachtens stellt die derzeitige Strategie des Stadtrates mit seinem Vorsitzenden der Stadt Mendig ein Armutszeugnis erster Güte aus.“

Stephan Retterath,

Fraktionsvorsitzender

Bündnis90/ Die Grünen

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