Politik | 24.08.2018

Ausflug der Senioren-Union Andernach zum Kloster Eberbach und Eltville

Auf den Spuren der Zisterzienser

Die Teilnehmer der Senioren-Union Andernach vor dem „Gelben Haus“. privat

Andernach. Zum diesjährigen Sommerausflug hatte die Senioren-Union Andernach ihre Mitglieder eingeladen. Bei hochsommerlichen Temperaturen ging die Fahrt am Rhein entlang in den schönen Rheingau zum Kloster Eberbach.

Eines der eindrucksvollsten Denkmäler mittelalterlicher Klosterbaukunst in Europa ist die ehemalige Zisterzienserabtei Kloster Eberbach, 1136 gegründet von Bernhard von Clairvaux. In der Blütezeit des Klosters im 12. und 13. Jahrhundert haben dort bis zu 150 Mönche und eine doppelte Anzahl Laienbrüder gelebt. Während der Führung durch das Kloster konnten die Senioren die weitläufige Anlage mit ihren romanischen und frühgotischen Innenräumen bewundern. Diese dienten auch als Schauplatz für die Verfilmung von Umberto Ecos „Der Name der Rose“.

Seine eigentliche Weltgeltung verdankt Eberbach den Mönchen, die den Weinbau über 700 Jahre kultivierten. Im Mittelalter betrieb Kloster Eberbach ein florierendes Weinhandelsunternehmen mit Weltruf. Bis heute zeugen die zwölf historischen Weinpressen im Laienrefektorium von den enormen Erträgen der klösterlichen Anbaugebiete.

Mehr als 200 Jahre sind vergangen, seit die letzten Mönche auf Geheiß des neuen weltlichen Landesherrn im Rheingau ihre Abtei Eberbach verlassen mussten. Das Klostergelände gehörte bis 1998 dem Land Hessen, wurde dann in eine „Stiftung Kloster Eberbach“ umgewandelt mit dem Ziel, das Kloster zu erhalten und für jedermann zu öffnen. Die umfangreichen Weinanbauflächen liegen heute in Verwaltung der hessischen Staatsweingüter. Im Kloster werden ganzjährig Veranstaltungen von der „Stiftung Kloster Eberbach“ angeboten. Dazu gehören kulturelle und lukullische Veranstaltungen, Weinproben und Weinversteigerungen sowie Seminare.

Nach einer Stärkung in der Klosterschänke fuhr die Gruppe weiter nach Eltville. Hier erwarteten die beiden Stadtführerinnen die Gruppe schon zu einem Rundgang durch die historische Altstadt. Die Wein-, Sekt- und Rosenstadt mit kurfürstlicher Burg, Kirche und Adelshöfen ist besonders sehenswert.

Eltville am Rhein ist auch eine Wiege des Buchdrucks. Schon zu Lebzeiten Gutenbergs hat die Buchdruckkunst hier Einzug gehalten. Gutenbergs Geburts- und Wirkungsstätte ist zwar die nahegelegene Stadt Mainz. Johannes Gensfleisch, der sich später Gutenberg nannte, hat jedoch einige Jahre seiner Kindheit bei Verwandten in Eltville verbracht. In seinen letzten Lebensjahren weilte er des Öfteren in Eltville.

Die Andernacher Senioren hatten sich zum Abschluss des Tages und angesichts der sommerlichen Hitze eine ausgiebige Einkehr in der Weinstube „Gelbes Haus“ verdient. Auf der gemütlichen Terrasse mit Blick über Weinberge hinunter zum Rhein haben leckere regionale Speisen und kühle Getränke besonders gut gemundet.

Pressemitteilung der

Senioren-Union Andernach

Die Teilnehmer der Senioren-Union Andernach vor dem „Gelben Haus“. Foto: privat

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