Politik | 24.08.2021

Leserbrief

Auf keinen Fall zum Wohl der Kleinkinder

Sehr geehrter Herr Gesundheitsminister Hoch,

hiermit wende ich mich öffentlich an Sie, dem Gesundheitsminister des Landes Rheinland-Pfalz.

Ich bin ein Vater aus Sinzig, dessen jüngstes Kind jetzt im August eingeschult werden soll und seit 13 Jahren bin ich auch Fachlehrer für Klavier, Gesang mit dementsprechender Ausbildung in den Themen Lungenfunktion und Atmungsunterschiede bei Kindern und Erwachsenen.

Wenn ich Ihnen also hiermit schreibe, dann aus durchaus berechtigtem und ernstzunehmenden Anlass mit Hintergrundwissen.

Nun zu meinem Anliegen:

Es gibt es eine Vielzahl von Wissenschaftlern, Virologen, Ärzten und Psychologen die den Kenntnissen der Politik widersprechen, dass der Mund-Nasen-Schutz (MNS) gemäß der Corona-Verordnungen, bei Kleinkindern ohne gesundheitliche oder sonstige Folgen und Beeinträchtigungen sei. So diskutieren die o.g. Experten unter anderem über konkrete gesundheitliche Folgeschäden durch:

- Eine Sauerstoffreduktion und zwangsweise erhöhte Rückatmung von CO2

- eine durch die MNS begünstigte Keim-/Pilz-Besiedlung im Körper (Mund, Lunge, Atemwege) insbesondere bei feuchten Masken

- ein erhebliches kaum abschätzbares Risiko durch die psychische und körperliche Belastung und deren Langzeitfolgen auf die Psyche der Kinder

Um dies kurz zu schildern:

Die Lunge eines 7-jährigen Kindes ist noch nicht ausgewachsen. Dementsprechend ist auch das Lufteinzugsvolumen, das Totraumvolumen zwischen Maske und Mund, sowie auch das Rückatmungs- und Ausatmungsverhalten bei Kindern eine ganz andere Sache, als bei der Erwachsenenatmung. Jeder Fachmediziner wird Ihnen diese Ausführung bestätigen können.

Ich habe nun vor der Einschulung meines Jungen Bedenken gegenüber des möglichen, dauerhaften Maskentragens im Unterricht bei Kindern bis 13 Jahren.

Denn wer würde denn im schlimmsten Fall die Haftung übernehmen, wenn die jetzt schon absehbaren Folgen bei den Kindern, dann doch nicht so „sicher“ sind, wie die Politik stets verspricht?

Die Schulen trotz Möglichkeiten des einzelnen Remonstrationsrechtes sicher nicht, da sie sich stets nur an die Weisungsbindung gegenüber dem Land verpflichtet fühlen. Auch so kann man Unverantwortlichkeit ausleben.

Der Gesetzgeber oder das Land aber auch nicht, weil niemand „Einzelfälle“ in der Hand hat und dementsprechend auch keine generelle Haftungserklärung ausstellen kann. Auch das ist logisch.

Nun kommt aber der § 6 Absatz 2 des Grundgesetzes ins Spiel der aussagt: „Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.“.

Ist Ihnen wirklich bewusst, was das bedeutet?

Es sagt nichts anderes aus, als das auch die Haftung gegenüber den eigenen Kindern in aller erster Linie und grundsätzlich bei den Eltern verbleibt. Denn anders wäre das im Grundgesetz verbriefte Erstrecht der Eltern zur Pflege und Erziehung der Kinder gar nicht möglich oder anwendbar.

Nur: Mit welchem Recht maßt sich dann der Staat oder das Land an, mögliche Strafen (respektive Ausgrenzungen) für die Kinder oder Eltern der Kinder in Aussicht zu stellen, wenn genau diese Eltern ihre Haftungspflicht in Form der persönlichen Einzelentscheidung zum eigenen Kind selbst, über eine Tragepflicht des MNS im Unterricht ausüben wollen?

Welches verbriefte Recht soll diesem Unrecht zugrunde liegen, dass den §6 GG Absatz 2 vollkommen aushebelt? Hier geht es um das Grundgesetz und nicht nur um eine x-beliebige Landesentscheidung nach politischer Großwetterlage!

Meine gesamte Fachqualifikation beim Thema Lunge und Atmung schreit ganz laut nein gegenüber dem möglichen, dauerhaften Tragevorhaben des MNS in der zukünftigen Schule meines Sohnes, zumal Kleinkinder nach allen aktuellen Erkenntnissen weder die großen Ansteckungsherde sind, im Unterricht eh alle sitzen und zudem den Kleinkindern etwas zugemutet wird, was man im Regelfall keinem Erwachsenen (mit einem dreiviertel größerem Lungenvolumen) zumutet.

Dies kann auf keinen Fall tatsächlich zum Wohl der Kleinkinder sein und ist auch nicht mit dem Verweis auf die Abwehr einer möglichen Massenansteckung in den Schulen, oder einer willkürlichen Inzidenzzahl zu rechtfertigen, denn es gibt bis heute keinen einzigen dokumentierten Nachweis über eine jemals vorgekommene Massenansteckung von Kleinkindern in einer Schule der Bundesrepublik.

Abschließend nachgefragt Herr Minister: Wer schützt eigentlich meine Kinder vor den vielen, möglichen anderen ansteckenden Viren innerhalb der Lehrkörperschaft einer Schule? Dürfen wir Eltern nicht ebenso von den Lehrern der Schulen, alle zwei Tage einen aktuellen, ärztlichen Test (kein Selbsttest) bezüglich aller anderen übertragbaren Viren verlangen? Den Kindern wird doch genau das auch zugemutet! Schließlich geht’s hier um den Schutz der Kleinkinder. Oder dabei etwa nicht mehr? Wenn schon irrwitziger Wahnsinn, dann aber auch richtig! Was sagen Sie dazu?

Sind Sie auch ein Elternteil? Eine Mama? Ein Papa?

Dann hoffe ich auf Ihre ehrliche und zeitnahe Antwort.

Thomas Jödicke von Roit zu Hoya,

Sinzig

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Mirko Walden: Es ging doch darum, dass nicht gewarnt wurde und die Lage nicht erkannt wurde. Ebenfalls wurden keine Maßnahmen umgesetzt. Was ist hierzu passiert? Was bringen neue Sirenen, wenn nicht evakuiert wird?...
  • Dieter Borrmann: Der landschaftlich großartige Weg unterhalb Brauselay über den Conder Kreuzweg nach Cond ist teils unbefestigt, teils sehr glatt, teils steil. Sehr gutes, rutschfestes Schuhwerk (Profilsohle) wird unbedingt angeraten.
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Dauerauftrag 2025
Koblenzer Kneipengeschichten
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, Wohnen
Wohnträume
Leiter/in (w/m/d)
Anzeige Radiologie & Nuklearmedizin
Empfohlene Artikel
Krufts Ortsbürgermeister Walter Kill legt Amt zum 30. April nieder. Foto: OG Kruft
1654

Kruft. Walter Kill hat die Niederlegung seines Amtes als Ortsbürgermeister der Ortsgemeinde Kruft mit Wirkung zum 30.04.2026 erklärt. Nach fast sieben Jahren in dieser Funktion zieht er eine persönliche Bilanz zwischen Aufgabenstellung und erzielten Ergebnissen sowie der inhaltlichen und zeitlichen Inanspruchnahme. Vor dem Hintergrund mehrfach erlebter Anfeindungen gegen seine Person in der Vergangenheit...

Weiterlesen

Weitere Artikel
Uli Hagedorn, Leiter des Bauhofes, (links) und Bürgermeister Sven Schnieber (rechts) stellen den neuen digitalen Stadtmelder vor.Foto: Stadt Meckenheim
4

Meckenheim. Meckenheim wird digitaler: Mit dem neuen online Stadtmelder können Hinweise zu Schäden in der Umgebung jederzeit von unterwegs oder von zu Hause aus gemeldet werden. Ob Schlagloch, Astbruch im Park oder Müll im Stadtgebiet – einfach Standort festlegen, kurze Beschreibung eintippen, Foto machen, senden und fertig – rund um die Uhr, sieben Tage die Woche.

Weiterlesen

Diese prächtige Aussicht bietet sich Besucher des Olivenhains. Foto: ROB
25

Oliven neigen dazu, die Gemüter zu spalten. Irgendwie gibt es kein Zwischending zwischen „Lecker“ und „Bah“. Die Steinfrüchte werden entweder geschätzt oder mit Missgunst gestraft. Dabei wird die Olive an manchen Stellen möglicherweise unterschätzt. Denn die Qualitäten liegen auf der Hand: Sie pimpt jede noch so schnöde Pizza außerordentlich, schmeckt zum Aperetif und ist irgendwie etwas zum Wohlfühlen: fettig, vollmundig, kräftig.

Weiterlesen

Jan Erik-Burkard (Leiter Unternehmenskommunikation & Events der VR Bank RheinAhrEifel) mit den Bewerbern, sowie Gewinnern des bundesweiten Vereinswettbewerbs „Sterne des Sports“ 2025.
14

Der bundesweite Vereinswettbewerb für gesellschaftliches Engagement

Bewerbungsstart für „Sterne des Sports“ 2026

Region. Die Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) rufen Sportvereine zur Teilnahme am bundesweiten Vereinswettbewerb „Sterne des Sports“ auf.

Weiterlesen

Imageanzeige
Image Anzeige
Image Anzeige
Holz Loth-Entsorgung
Dauerauftrag 2026
Dauerauftrag 2026
Werksverkauf Anhausen
Titelanzeige KW 15
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Sonderseite Geschäftsführungswechsel
Stellenausschreibung: Betriebshof
10 Jahre Bella Vita Frauenfitness
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
125 Jahre Rosenkranzkirche
online Anzeige Konekt Wirges