Politik | 03.08.2015

Friedens-Radler machen in Remagen Station

Auf zwei Rädern für den Frieden

Aktivisten treten für Abrüstung, Atomwaffen-Freiheit und Agenda für nachhaltige Entwicklungsziele in die Pedale

Am 7. August machen die Friedensradler wieder Station in Remagen. privat

Remagen. Bald ist es wieder soweit: Mit Friedensfahnen und Anti-Kriegs-Bannern ausgestattete Radfahrer treten ab dem 1. August neun Tage lang für den Frieden in die Pedale. Am 7. August macht der Tross auch in Remagen Station. Auf dem Programm steht unter anderem ein Besuch des Friedensmuseums der Römerstadt. Im Anschluss soll es über Andernach und Koblenz zum Atomwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel gehen.

Startpunkt der Radtour ist Münster, die Stadt des Westfälischen Friedens, aber auch Standort der neuen NATO-Eingreiftruppe. Auf den folgenden mehr als 400 Kilometern werden Stationen an Rüstungsbetrieben, Militärstandorten, Kriegsmahnmalen und auch in Fußgängerzonen gemacht, um sowohl die Teilnehmer als auch die Öffentlichkeit über friedliche Konfliktaustragung und Abrüstung zu informieren. Organisiert wird die Tour von der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) NRW in Kooperation mit dem Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD). Am 7. August wird die Gruppe ab 9.30 Uhr das Friedensmuseum „Brücke von Remagen“ besuchen, welches über die Schrecken des Zweiten Weltkrieges informiert. Thematisiert wird auch das örtliche „Rheinwiesenlager“ als langer Schatten der Vergangenheit und der Missbrauch der Geschichte dieses Kriegsgefangenenlagers durch Rechtsradikale, denen sich regelmäßig eine starke Zivilgesellschaft entgegenstellt.

Mit der Radtour werden friedenspolitische Forderungen an die Regierung gestellt: So setzt sich die Initiative vor allem für Abrüstung, die Beendigung militärischer Auslandseinsätze, den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland inklusive der Schließung aller ausländischen Militärstützpunkte ein. Gleichzeitig sollen Maßnahmen der zivilen Konfliktbearbeitung zukünftig deutlich mehr unterstützt und dafür der Beitrag für Friedens- und Entwicklungszusammenarbeit auf ein Prozent des Bruttonationaleinkommens erhöht werden. In diesem Rahmen appelliert der Radtross an die Bundesregierung und andere Staaten, sich für friedenspolitisch ambitionierte „nachhaltige Entwicklungsziele“ einzusetzen: Ende September entscheidet die UN-Vollversammlung in New York über eine solche Agenda für die Weltgemeinschaft.

Die Aktivisten der Friedensfahrradtour möchten sich stark machen für den zivilen Frieden und laden Interessierte herzlich dazu ein, sich der Gruppe bereits morgens zum Museumsbesuch anzuschließen. Sehr gerne kann im Anschluss die Fahrradtour ab 11 Uhr auch auf ihren weiterem Weg nach Andernach, Koblenz (Ankunft: Abend des 7. August) und Cochem (Ankunft: Abend des 8. August) begleitet werden - auch abschnittweise. In Büchel wird am 9. August dann abschließend an den 70. Jahrestag des Abwurfs einer Atombombe auf die japanische Stadt Nagasaki gedacht. Wer mehrere Tage mitradeln will und eine Schlafunterkunft benötigt, sollte sich bei der DFG-VK Nordrhein-Westfalen, Tel. (02 31) 81 80-32, dfg-vk.nrw@t-online.de, anmelden. Pressemitteilung

forum ZFW

Am 7. August machen die Friedensradler wieder Station in Remagen. Foto: privat

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