Politik | 15.11.2017, 11:52 Uhr

„Waldflurbereinigung in Wachtberg“ in der Startphase

Aufklärungsversammlung

Am Montag, 20. November

Wachtberg-Berkum. Grünes Licht hat die Flurbereinigungsbehörde der Bezirksregierung in Köln jetzt für die geplante Waldflurbereinigung in Wachtberg gegeben. Sowohl Fördermittel als auch die personelle Unterstützung durch die Bezirksregierung sind gesichert. Damit sind die größten Hindernisse für das Projekt „Waldflurbereinigung in Wachtberg“ überwunden. Der nächste Schritt ist eine nach Flurbereinigungsgesetz vorgeschriebene Aufklärungsversammlung für alle Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, deren Waldflächen in dem Flurbereinigungsgebiet liegen. Rund 380 Waldbesitzende mit insgesamt 142 Hektar Waldfläche würden nach dem derzeitigen Planungsstand in das Flurbereinigungsgebiet fallen. Sie alle sind eingeladen zur Versammlung am Montag, 20. November, 18 Uhr in der Aula des Schulzentrums, Stumpebergweg 5 in Berkum.

In der Aufklärungsversammlung wird über die Zielsetzung, den Verfahrensablauf sowie die Finanzierung des Flurbereinigungsverfahrens informiert. Dabei trägt das Land die Verfahrenskosten, beispielsweise die Kosten für die Vermessung der Verfahrensgrenze und Bewertung der Flächen, während die Grundeigentümer einen Eigenanteil zum Beispiel für Erschließungsmaßnahmen zahlen müssten. Die Flurbereinigungsbehörde entscheidet nach diesem Termin über den weiteren Projektablauf und -fortschritt.

Kleine Waldflächen erschweren rentable Forstwirtschaft

Seit einigen Jahren bemühen sich die Forstbetriebsgemeinschaft Drachenfelser Ländchen und das zuständige Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft um ein solches Verfahren. Es wird die Möglichkeit bieten, die Waldbesitzstrukturen und damit die Voraussetzungen für die Bewirtschaftung entscheidend zu verbessern. Auch die Gemeinde Wachtberg unterstützt dieses Verfahren und bringt nennenswerte Waldflächen ein. Die Waldflächen in Wachtberg sind über Jahrzehnte hinweg durch Erbteilungen stark zersplittert worden. Dies macht eine Bewirtschaftung schwer, weil es praktisch nicht mehr möglich ist, für einen Holzkäufer interessante Sortimente in nennenswertem Umfang am Waldweg bereitzustellen. Viele Parzellen haben keinen Wegeanschluss, sodass die Holzbringung fast unmöglich ist. Ziel einer Flurbereinigung ist neben der sinnvollen Zusammenlegung von Waldparzellen auch ein Anschluss einer jeden neuen Parzelle an einen Forstwirtschaftsweg.

Das Ergebnis einer forstwissenschaftlichen Masterarbeit von Christian Langfeldt hat gezeigt, dass rund 60 Prozent der befragten Waldbesitzenden Interesse haben, ihren stark zersplitterten und sehr kleinparzellierten Besitz durch eine Flurbereinigung zusammenzulegen. Damit wären die Flächen deutlich kostengünstiger zu bewirtschaften.

Pressemitteilung

Gemeinde Wachtberg

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