Politik | 08.02.2021

Bündnis90/Die Grünen Kreis Neuwied

Aufrechterhaltung wohnortnaher Geburtshilfe

Kreis Neuwied. Die Kreistagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen hat einen Resolutionsantrag in den Kreistag Neuwied eingebracht, der sich für die Wiedereinrichtung der geburtshilflichen Abteilung im Cura-Krankenhaus einsetzt und sich für die Geburtshilfe als wichtigen Faktor der Daseinsvorsorge im Kreis Neuwied ausspricht. Darüber hinaus wird in mehreren Räten des Kreises die Resolution durch die jeweilige Grüne Fraktion beantragt.

Nachdem die Entscheidung zur Schließung der Geburtshilfestation des Cura-Krankenhauses in Bad Honnef öffentlich bekannt gegeben wurde, hat es durch die Bevölkerung eine Petition gegeben mit dem Ziel, das Angebot der Geburtshilfe in Bad Honnef weiter aufrechtzuerhalten. Diese Petition erhielt innerhalb von nur sieben Tagen 5.920 Unterstützungsunterschriften, davon 2.204 aus Rheinland-Pfalz, von denen wiederum 1.975 aus dem Landkreis Neuwied kamen. Auch Landrat Hallerbach kam persönlich zur Petitionsübergabe zum Krankenhaus nach Bad Honnef und symbolisierte damit die Wichtigkeit der Geburtsstation für die Gesundheitsvorsorge des nördlichen Kreises Neuwied.

Im Folgenden wird auszugsweise die Resolution dargestellt:

Resolution des Landkreises Neuwied zur Sicherstellung der Daseinsvorsorge durch Aufrechterhaltung der wohnortnahen Geburtshilfe in der Cura-Klinik Bad Honnef

Als Landkreis Neuwied möchte sich der Kreistag Neuwied dafür einsetzen, dass das Programm „Starke Kommune – starkes Land“ auch in den Randregionen des Landkreises zu dem nordrhein-westfälischen Nachbarkreisen seine Strahlkraft entfaltet. Dazu gehört die Sicherstellung der Daseinsvorsorge der Geburtshilfe durch eine wohnortnahe Geburtsstation, die innerhalb von 25 min. erreicht werden kann.

Der Kreistag Neuwied setzt sich dafür ein, dass die Geburtenstation des Cura-Krankenhauses in Bad Honnef geöffnet bleibt bzw. wiedereröffnet wird. Die Gesundheitsversorgung für Mutter und Kind hat für den Kreistag Neuwied höchste Priorität. Der Kreistag Neuwied spricht sich für eine Sicherstellung der Wahlmöglichkeiten werdender Mütter zu Geburtsort und -art (Krankenhaus, Geburtshaus, Hausgeburt) in der Region aus. Der Kreistag Neuwied setzt sich dafür ein, dass die Trägergesellschaft des Krankenhauses (Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe mbH) ihre Entscheidung überdenkt. Der Kreistag Neuwied initiiert einen Antrag zur Auflegung eines Förderprogramms des Landes Rheinland-Pfalz zur Unterstützung defizitärer Geburtshilfestationen im ländlichen Raum nach dem Vorbild des Freistaates Bayern.

Es ist aus Qualitätsgründen nachvollziehbar, dass nicht jedes kleinere Krankenhaus jede OP durchführen soll, weil nur eine gewisse Routine eine angemessene Qualität sicherstellt. Die Daseinsfürsorge der Geburtshilfe ist aber keine Operation am offenen Herzen, sondern ein natürlicher Prozess, auf denen die Frauen durch Hebammen in einem geschützten Raum begleitet werden sollen.

Die Versorgung von Schwangeren und Müttern darf nicht einem Kahlschlag im Gesundheitswesen zum Opfer fallen. Wenn ein Kind zur Welt kommt, richtet es sich nicht nach der Entfernung zum nächsten Kreißsaal. Werdende Eltern müssen in angemessener Zeit zu einem Ort gelangen, wo sie Hebammenhilfe erhalten.

Der vollständige Resolutionstext ist abrufbar unter https://gruene-neuwied.de.

Pressemitteilung

Susanne Haller,

Fraktionsvorsitzende

Kreistagsfraktion

Bündnis90/Die Grünen

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