Rheinbacher UWG macht sich fit für den Haushalt
„Augen zu und durch?“
Das Neue kommunale Finanzmanagement und seine Tücken
Rheinbach. Wie finde ich mich im Haushalt zurecht? Wo sind die „Stellschrauben“? Was heißt „NKF“? Das waren wohl die dringlichsten Fragen der Teilnehmer einer Schulung zum Thema „Neues kommunales Finanzmanagement“ in der vergangenen Woche in Rheinbach. Der Vorsitzende des UWG-Stadtverbandes, Jörg Meyer und Fraktionsvorsitzender Gerhard Bühler, hatten hierzu auch interessierte Mitglieder der neu gegründeten Wählervereinigung „Bürger für Swisttal - BfS“ aus Swisttal eingeladen. Jörg Meyer konnte für diese Schulung den Vorsitzenden des Landesverbands der freien und unabhängigen Wähler, den ehemaligen Meckenheimer Ersten Beigeordneten, Rolf Böhmer, gewinnen.
Gerade zu Beginn des neuen Haushaltsjahres und der somit anstehenden Beratungen des Haushaltsplanes der kommenden Jahre, erhielt diese Schulung eine besondere Note. Informativ, ausführlich und mit interessanten Details, erhielten die Schulungsteilnehmer einen Überblick, wie man sich in den Haushaltsplänen zurechtfindet, wie man das mehrere hundert Seiten starke Papier zielgerichtet und zeitsparend liest.
In beeindruckender und anschaulicher Weise erläuterte Rolf Böhmer während der 2-tägigen Schulung, wo man der Stadt und den Politikern genauer auf die Finger schauen sollte. Immer wieder lieferte er mit anschaulichen Beispielen anhand der konkreten Haushaltsunterlagen aus Rheinbach und Swisttal den Beweis für die Untauglichkeit des vom Land hochgelobten Neuen kommunalen Finanzmanagements für eine Schuldenregulierung zugunsten nachfolgender Generationen.
Als Betrugsmanöver entlarvte er den fiktiven Ertragshaushalt mit seinen nicht zahlungswirksamen Positionen, die lediglich den Schuldenberg der Kommunen anwachsen lassen. Interessante Details gab es auch zum Thema gesetzliche Vorschriften und tatsächliches Handeln. Hier wurde den Teilnehmern vor Augen geführt, dass es auch bei den Finanzen ein Riesenunterschied zwischen Theorie und Praxis gibt.
Am Ende der Schulung gibt es nun konkrete Handlungsfelder für die Rheinbacher und Swisttaler UWG Mitglieder. Zwar können wir nicht das NKF aus den Angeln heben, was eigentlich notwendig wäre, aber wir können den Bürgern die Augen öffnen, sie informieren und sie damit für eine wirklich faire Lösung der Schuldenkrise motivieren. Pressedienst
UWG Rheinbach
