Swisttaler Planungsausschuss startet Planung
Aus dem Morenhovener Sportplatz soll ein kleines Baugebiet werden
Zwei Dutzend neue Wohngrundstücke sollen entstehen
Morenhoven. Im Rahmen des Swisttaler Sportstättenentwicklungskonzeptes soll der bisherige Sportplatz in Morenhoven aufgegeben werden, dort soll ein kleines Baugebiet entstehen. Die Kicker des SV Swisttal werden künftig auf dem noch zu bauenden neuen Sportplatz zwischen Buschhoven und Morenhoven ihre sportliche Heimat finden.
Zwar ist die künftige Sportanlage in Buschhoven noch mitten im Planungsstadium, denn der Gemeinderat trifft erst in seiner nächsten Sitzung am 18. Februar die abschließenden Flächennutzungsplan- und Bebauungsplan-Beschlüsse hierzu. Doch in Morenhoven werden bereits Nägel mit Köpfen gemacht. Die Gemeinde hat den Sportplatz mittlerweile an eine Immobiliengesellschaft verkauft, die auf dem etwa 13 Hektar großen Gelände zwei Dutzend Wohngrundstücke für Einzel- oder Doppelhausbebauung schaffen möchte.
Einen entsprechenden Vorentwurf stimmte der Planungsausschuss der Gemeinde Swisttal in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zu bei drei Enthaltungen der SPD. „Wir sind ganz am Anfang der Planung, jetzt werden zunächst die Öffentlichkeit sowie die Träger öffentlicher Belange angehört“, erläuterte die Erste Beigeordnete Petra Kalkbrenner.
Das Konzept
Planerin Ursula Lanzerath (Euskirchen) stellte dem Ausschuss das Konzept vor. Die neuen Häuser sollen sich an die bestehende Wohnbebauung entlang der Breslauer Straße in Richtung Wald anschließen. Auf einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 500 Quadratmetern und jeweils 16 bis 17 Metern Straßenfront sollen dort Einzel- oder Doppelhäuser mit bis zu zwei Geschossen und einer maximalen Firsthöhe von neun Metern entstehen. Um die Sonnenenergie optimal nutzen zu können, sollen möglichst viele Gebäude nach Süden und Westen ausgerichtet werden. Einziger Wermutstropfen sei es, dass der eigentlich geforderte Mindestabstand von 30 Metern zum Wald unterschritten werde, der als „Naturschutzgebiet Waldville“ Teil des gleichnamigen FFH-Schutzgebietes sowie des Vogelschutzgebiet „Kottenforst-Waldville“ ist. Deshalb sei eine intensive Abstimmung mit den Forst- und Umweltschutzbehörden erforderlich. Das gelte insbesondere im Hinblick darauf, in welchem Umfang und Detaillierungsgrad die Umweltprüfung ausfallen müsse. Neu in den Plänen ist zudem ein Stichweg, der die rückwärtigen Gärten der Häuser in der Breslauer Straße besser erschließen soll. Möglicherweise müsse man auch noch einen Lärmschutzwall bauen, das ergebe sich aber noch aus dem Schallgutachten, dass wegen der Nähe zur L 493 in Richtung Buschhoven notwendig sei.
Spielbetrieb bis zum 1. Juni
Die Fußballer des SV Swisttal müssen sich jedoch so langsam mit dem Gedanken abfinden, dass sie dort nicht mehr lange spielen können. Der Spielbetrieb auf dem Aschenplatz soll nach jetzigem Stand am 1. Juni enden. Bis die neue Sportanlage in Buschhoven fertig ist, werden die Spiele und das Training des SV auf den Plätzen der Swisttaler Nachbarvereine stattfinden.
