CDU-Infoveranstaltung zur EU-Pflanzenschutzverordnung
Aus für Winzer und Landwirte droht
Kreis Cochem-Zell. Rund 50 Winzer und Landwirte waren der Einladung von Anke Beilstein zu einer Informationsveranstaltung zum aktuellen Entwurf der EU-Pflanzenschutzverordnung gefolgt. Übereinstimmend kam man zum Schluss, dass sie in dieser Form nicht hinnehmbar sei. „Pflanzenschutz ist wichtig. Der aktuelle Verordnungsentwurf der EU-Kommission gefährdet jedoch massiv den Weinbau an der Mosel und der Landwirtschaft in unserer Heimatregion“, machte CDU-Landtagsabgeordnete Anke Beilstein deutlich.
Jan Petersen, Professor für Acker- und Pflanzenbau an der TH Bingen und der CDU-Europaabgeordnete Ralf Seekatz berichteten über den aktuellen Verordnungsentwurf der EU-Kommission und dessen Folgen. Dieser sieht eine umfassende Einschränkung, bis hin zum kompletten Verbot bei der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln vor. Sollte die Verordnung in dieser Ausführung in Kraft treten, wäre auf über 30 Prozent der bisher in Rheinland-Pfalz landwirtschaftlich genutzten Flächen der Anbau als solches nicht mehr möglich. Den Landkreis Cochem-Zell würde besonders treffen, da hier sehr viele der sogenannten „Sensiblen Gebiete“ liegen. „Die Schönheit unserer Landschaft und das große Aufkommen von FFH- und Landschaftsschutzgebieten führt zu einer besonderen Betroffenheit.“, stellt Anke Beilstein fest. Neben den Ackerflächen der Landwirte ist das gesamte Landschaftsschutzgebiet Mosel und damit der hiesige Weinbau betroffen. „Es würde eine weitgehende Stilllegung des Weinbaus in unserer Region bedeuten – mit allen entsprechenden Auswirkungen auch auf das Landschaftsbild und den Tourismus.“, befürchtet Beilstein. „Daher müssen wir jetzt alle gemeinsam handeln, bevor es zu spät ist“.
Weinbaupräsident Walter Clüsserath bestätigte diese Befürchtungen und machte nochmal deutlich, dass pauschale Verbote der Wirklichkeit nicht gerecht werden, da Winzer wie Landwirte doch per se ein eigenes Interesse hätten, weniger Pflanzenschutzmittel einzusetzen. Prof. Jan Petersen konnte dies anhand von Zahlen ebenfalls klar belegen. In der anschließenden großen Diskussionsrunde machten Teilnehmer der Veranstaltung in Wortbeiträgen deutlich, dass der Inhalt dieses Verordnungsentwurfs und die Auswirkungen auf unsere Region noch lange nicht überall bekannt seien. Europaabgeordneter Ralf Seekatz berichtete von der jüngsten Entwicklung, wonach die Kommission zwar durchaus bereit sei, den Entwurf der Verordnung abzuschwächen: „Linke, Grüne und Sozialisten wollen hingegen noch schärfere Vorgaben“, beschrieb er die aktuelle Diskussion in Brüssel. Für die Christdemokraten im Kreis Cochem-Zell ist klar, dass jetzt dringender Handlungsbedarf besteht. „Wir müssen hier vor Ort alle Kräfte bündeln und möglichst parteiübergreifend eine klare Position gegen den Entwurf und für unsere Heimat einnehmen.“, fasst Anke Beilstein das Ergebnis des Abends zusammen. „Dazu benötigen wir Resolutionen in unseren Kommunalparlamenten, ebenso wie die Aktivierung der weiteren Akteure im Bereich von Tourismus, Hotellerie und Gastronomie, aber auch eine klare Haltung von Land und Bund.“
Pressemitteilung des
Büro von Anke Beilstein
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