Politik | 03.11.2017

Wählervereinigung Bürger für Meckenheim (BfM)

Ausflug in die jüngere Geschichte

BfM: Eindrucksvolle Exkursion zum Westwall

BfM-Mitglieder an Relikten des Westwalls. J. Brecht

Meckenheim. Ein Zeugnis der jüngeren Geschichte lockte die Bürger für Meckenheim (BfM) am 22. Oktober in die benachbarte Eifel. Das von 1937 bis 1940 unter hohem Zeitdruck auf Befehl Hitlers entstandene Befestigungswerk „Westwall“ war Hauptthema der Exkursion. Pressesprecher Joachim Behne stellte die politischen Rahmenbedingungen Deutschlands nach Ende des

I. Weltkriegs dar, besonders die Lage in der zweiten Hälfte der 30er Jahre. Nachdem Hitler 1936 das entmilitarisierte Rheinland besetzen lies – entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrages – stiegen die Spannungen mit den westlichen Siegern des I. Weltkriegs. Um für seine aggressive Politik gegenüber der Tschechoslowakei und Polen den Rücken frei zu halten, brauchte er eine befestigte Westgrenze. „So kann auch eine Verteidigungslinie einer aggressiven Politik dienen“, erläuterte Behne.

Die Exkursion begann mit einer Führung durch das Museum „Hürtgenwald 1944 und im Frieden“ in Vossenack durch den Geschichtsverein Hürtgenwald e.V. Dort sammelten die Exkursionsteilnehmer nachhaltige Eindrücke von den blutigen und harten Kämpfen zwischen der US Armee und der Wehrmacht im Hürtgenwald zwischen September 1944 und Februar 1945. Dann wurde noch ein im Rahmen des Westwalls errichteter Sanitätsbunker besichtigt, der vom Geschichtsverein sorgfältig nach historischem Vorbild hergerichtet worden war.

Nachdem man sich in der reichhaltigen Gastronomie Simonskall gestärkt hatte, wurde als Beispiel für viele Bauwerke ein noch vorhandener Bunker für eine Infanteriegruppe im Gelände gezeigt sowie ein Abschnitt der markanten Panzerhindernisse in Form einer Höckerlinie, bekannt auch als „Drachenzähne“. Planung und Charakter des Westwalls, seine Baugeschichte, seine Auswirkungen auf die Bevölkerung, seine propagandistische Wirkung und die in den Kampfhandlungen der Jahre 1944/45 waren Thema.

Schließlich wurde die Rolle der mehr als 17.000 Objekte in der Nachkriegszeit erörtert. Vom anfänglichen Bestreben zum totalen Abbau bis zu den immer mehr Gewicht nehmenden Gesichtspunkten des Denkmalschutzes, der den verbliebenen kleinen Teil des Westwalls vor der Zerstörung rettet, hörten die Teilnehmer. Die zunehmende Bedeutung des Naturschutzes wurde betont, da die verblieben Teile des Westwalls ein Refugium für Tiere und Pflanzen geworden sind.

Am Schluss der Exkursion stand ein Besuch der Kriegsgräberstätte Hürtgenwald-Vossenack, der die blutigen Kämpfe und das menschliche Leid der damaligen Zeit deutlich machte. Mit der Erkenntnis, dass wir heute in einer vergleichsweise glücklichen Zeit leben, wurde die Exkursion beendet.

BfM-Mitglieder an Relikten des Westwalls.Foto: J. Brecht

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare

Die alte Ockenfelser Linde soll fallen

  • Iris Arens : Es wiederholt sich immer und überall: Auswärtige ziehen in Kenntnis der Sachlage zu und klagen anschließend gegen die bei Zuzug bereits bestehenden und bekannten Umstände. Hoffentlich bleibt die Linde...
  • Joschi Hund: Leider kann man nicht mehr von einem Antik und Trödelmarkt sprechen, warum ? Wenn über die Hälfte der Händler Neuware anbieten und Ihre Waren mit Festpreisen ausgezeichnet haben. Man kann sagen über 80 % der Aussteller waren Händler.

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 3

  • Carmen Busch: Das Foto wurde am Linzer Fähranleger aufgenommen. Die Fähre liegt gerade in Kripp
  • Claus Wiest: Das Foto zeigt die Rheinfähre Linz-Remagen, aufgenommen von der Anfahrt auf der Linzer Seite mit Blick auf den Ort Kripp.
Rund ums Haus
Industriemechaniker
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Berufskraftfahrer gesucht
Zukunft trifft Tradition KW 18
10 Jahre NOWI
Titelanzeige
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Anzeige neuer Mitarbeiter Jürgen Paaß
Empfohlene Artikel
Blick auf die Grundschule Weststraße in Bad Neuenahr mit den Klassencontainern, in denen während der Bauzeit der neuen Grundschule unterrichtet wird. Foto: GS
63

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Der Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler hat beschlossen, die Elternbeiträge für die Betreuende Grundschule an den drei städtischen Grundschulen für das Schuljahr 2026/2027 von bislang jährlich 450 Euro auf 500 Euro je fünf Betreuungsstunden pro Woche und Kind festzulegen. Die Erhöhung wurde von allen Fraktionen als „moderat“ bezeichnet, Kritik gab es indes daran, dass „das...

Weiterlesen

Die Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Ahrweiler ist seit der Flut in Containern am Bad Neuenahrer Feuerwehrhaus untergebracht.  Fotos: GS
214

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Kreisstadt investiert in ihre Feuerwehr. Während an der Ramersbacher Straße in Ahrweiler die Arbeiten für das neue Feuerwehrhaus begonnen haben, standen zwei weitere Maßnahmen auf der Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung unter Leitung von Bürgermeister Guido Orthen. Orthen wurde am 22. März als Direktkandidat der CDU in den neuen Landtag von Rheinland-Pfalz gewählt, der sich am 18. Mai konstituiert.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Eine Offroad-Nutzung ist nur auf ausgewiesenen Flächen oder mit Genehmigung erlaubt.
33

Tipps vom ADAC Verkehrsexperten Christian Schmidt zum sicheren Umgang mit Quads

ADAC Tipp: Sicher unterwegs mit dem Quad

Quads erfreuen sich gerade im Sommer großer Beliebtheit, sowohl im Freizeitbereich als auch im Straßenverkehr. Gleichzeitig bergen sie erhebliche Risiken: Insbesondere bei Fahrfehlern oder mangelnder Erfahrung kommt es immer wieder zu schweren Unfällen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Daueranzeige
Essen auf Rädern
10 Jahre NoWi
Maikirmes Franken
Azubispots Bad Neuenahr 2026
Media-Auftrag 2026/27
Heizöl/Diesel/Holzpellets
Zukunft trifft Tradition KW 18
First Friday Anzeige Mai
Jubiläum
125 jähriges Jubiläum Moses - Aktionsanzeige
Nachruf Karl-Heinz Knops
Anzeige KW 18