Politik | 01.06.2023

BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus

Ausgangssperre für Katzen: Vogelschutz oder Tierquälerei?

Sollten Katzen zum Schutz anderer Tierarten im Haus bleiben?  Foto: pixabay.com

Region. Unter der Rubrik „BLICKwinkel – Pro und Contra im Fokus“ betrachten wir regelmäßig das Für und Wider von Themen, die uns alle bewegen. Dieses Mal geht es um eine Ausgangssperre für Katzen.

Um die vom Aussterben bedrohte Haubenlerche während ihrer Brut zu schützen, müssen Katzen im baden-württembergischen Ort Walldorf von April bis August drinnen bleiben. In der BLICK aktuell-Region gibt es eine derartige Regelung bislang nicht. Aber wäre es nicht auch bei uns sinnvoll, Katzen zumindest temporär den Freigang zu verbieten, um andere Tierarten zu schützen?

Pro: Mehr Sicherheit – aber nicht nur für Vögel!

Katzen sind von Natur aus versierte Jäger. Viele Kleintiere oder Vögel fallen ihnen darum zum Opfer. Gerade im Hinblick auf vom Aussterben bedrohte Bodenbrüter wäre eine temporäre Ausgangssperre also definitiv gerechtfertigt.

Aber man sollte diese Thematik nicht nur auf den Schutz von Vögeln verkürzen – auch für die Katzen selbst ist es ohne Freigang sicherer: Draußen lauern Gefahren wie der Straßenverkehr oder Krankheiten, denen unsere Katzen ausgesetzt sind. Eine Ausgangssperre würde sie vor diesen Risiken schützen und könnte so das Leben unserer geliebten Fellnasen verlängern.

Contra: Katzen sollten ihre Instinkte ausleben können!

Katzen sind von Natur aus versierte Jäger – und dürfen genau aus diesem Grund eben nicht am Freigang gehindert werden! Draußen können Katzen jagen und ihre Umgebung frei erkunden, was ihren natürlichen Instinkten entspricht. Eine Ausgangssperre für Katzen halt also nichts mit artgerechter Tierhaltung zu tun.

Weiterhin profitieren Katzen von der Bewegung und Stimulation, die sie im Freien erfahren. Diese Faktoren tragen zur körperlichen und geistigen Gesundheit der Katze bei und sorgen für eine insgesamt bessere Lebensqualität und somit auch längere Lebensdauer.

Fazit

Befürworter einer Ausgangssperre für Katzen begründen ihre Zustimmung mit der höheren Sicherheit, die hierdurch für Wildtiere, aber auch die Katzen selbst entsteht. Gegner sehen das Ausgehverbot hingegen als eine unnatürliche Haltungsweise an, die den Katzen Schaden zufügt.

Und nun sind unsere BLICK aktuell-Leser gefragt: Wie ist Euer BLICKwinkel auf eine Ausgangssperre für Katzen? Haltet Ihr eine solche Maßnahme für sinnvoll oder ist sie aus Eurer Sicht überzogen?

Lasst uns Eure Meinung wissen – auf unseren Social Media-Kanälen, unserem Webportal www.blick-aktuell.de oder mit einem Leserbrief unter Nennung des vollen Namens und Wohnorts per E-Mail an blickwinkel@kruppverlag.de

BA

Sollten Katzen zum Schutz anderer Tierarten im Haus bleiben? Foto: pixabay.com

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Kommentare
04.07.202318:45 Uhr
Ellen Lehmann

Würde der Mensch den natürlichen Lebensraum der Tiere nicht immer für sich beanspruchen, müßte kein Tier (in dem Fall die Katze), die menschlich gemachte Suppe ausbaden.
Jeder Katzenhalter einer Freugängerkatze weiß was es heißt, diese im Haus zu lassen.
Die Natur hat schon immer alles geregelt.....bis sich der Mensch eingemischt hat. Das ist traurig und beschämend zugleich

28.06.202311:47 Uhr
Malte Hofmeister

Ach, jetzt müssen also die Katzen für den Umweltschutz herhalten, ja? Die armen kleinen Biester werden in ihren eigenen vier Wänden eingesperrt, während die Großkonzerne munter weiter die Umwelt verschmutzen. Wie typisch, dass die kleinen Leute (oder in diesem Fall die kleinen Tiere) die Last tragen müssen, während die Großkopferten ungeschoren davonkommen.

Das Problem ist nicht die Katze, die eine Haubenlerche jagt. Das Problem sind die Umweltverschmutzung, die Entwaldung und der Klimawandel, die von denjenigen verursacht werden, die die Macht und das Geld haben, um echte Veränderungen herbeizuführen. Aber es ist natürlich einfacher, die Katze einzusperren, als gegen diese Mächte vorzugehen, nicht wahr?

Kleiner Tipp: Wenn ihr wirklich etwas für die Umwelt tun wollt, dann schaut nach oben, nicht nach unten. Es sind nicht die Katzen, die die Welt zerstören. Es sind die Großkonzerne und die Politiker, die sie unterstützen. Aber die werden wohl keine Ausgangssperre bekommen, oder?

28.06.202311:12 Uhr
juergen mueller

Warum stellt man nicht die Frage nach einer Ausgangssperre für den/die, die offensichtlich mal wieder den Mensch als das fokussieren, der über allem steht u. sich anmaßt, über alles entscheiden zu können, was ihm nicht in den Kram passt? Haus-, Wild-, Klein- u. Großkatzen gab u. gibt es schon immer u. bis vor einigen Jahrzehnten auch eine "normale" Vogelpopulation, die mit "Katze" naturgerecht in Einklang lebte. Dies aber nujr solange, bis, ja, der Zweibeiner der Auffassung war, in die Natur eingreifen zu müssen. Ein Verhängnis, das uns dahin gebracht hat, wo wir heute stehen. Anstatt dieses menschliche "Versagen" einzusehen, suct man die Schuld, wie immer, bei denjenigen, die rein garnichts dafür können, weil sie immer nur ihrem natürlichen Trieb gefolgt sind. Unsere natürlichen Triebe sind nur dazu angetan, das zu zerstören, was diesen nichts entgegenzusetzen hat.
Solche Fragen sind irrational u. überflüssig.

28.06.202309:44 Uhr
Amir Samed

Festgestellt wurde, dass lediglich im menschlichen Siedlungsbereich Katzen ein Faktor sein können, der partiell zu einem Rückgang von Vogelpopulationen führen kann. Tatsächlich steigen die Vogelbestände dort aber eher an, während sie vor allem in der Agrarlandschaft, aber auch im Wald abnehmen, hier sind die umweltzerstörenden Eingriffe durch die sogenannte Energiewende (Anbau von sogenannten Energiepflanzen wie Mais und Raps, als auch die Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen) welche den Vogelbestand, nachgewiesenermaßen, gefährden.

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