Politik | 04.10.2016

Leserbrief

Aussagen stimmen doch!

Es freut mich, dass mein Leserbrief nach über einen Woche Nachdenken ein Echo gefunden hat. Vielleicht kommt ja jetzt etwas in Gang. Die von mir dargestellte „Nichtentwicklung“ beruht auf Fakten, sie wird auch durch die Antwort nicht aus dem Weg geschafft. Als Beispiel seien nur die Schulden der Gemeinde genannt. Unabhängig davon, dass die Schulden aus der Vergangenheit auf Grund von Investitionen entstanden sind – unter anderem wurden alleine in 2007 686.000 Euro investiert, was logischerweise zu einer Erhöhung der Schulden führte. 1994 hatte die Gemeinde Rücklagen von 241.000 Euro. Demgegenüber standen Schulden von 136.000 Euro. Aufgrund von Versäumnissen mussten in den nächsten Jahren bei der Abrechnung des Gewerbegebietes zusätzlich 260.000 Euro zurückgezahlt werden und für die Übernahme des Freizeitbades 202.000 Euro übernommen werden. Dazu wurden zwei Neubaugebiete mit insgesamt 128 Grundstücken erschlossen. Da ist es logisch, auch wenn man berücksichtigt, dass damals wie heute die Finanzwirtschaft des Landes nicht kommunenfreundlich ist – siehe aktueller Bericht in der Presse „Schulden der Kommunen sind gestiegen“, dass 2009 insgesamt Schulden von 1.186.000 Euro die Gemeinde belasteten. Dazu kamen 125.000 Euro Kassenkredite. 2014 hat die Gemeinde 1.181.000 Euro Schulden und 297.000 Euro Kassenkredite. Wenn man rechnen kann, sind dies 167.000 Euro mehr. Die Vorhersage für 2015 liegt bei insgesamt 667.000 Euro mehr wie in 2009. Mehr muss man dazu nicht sagen.Jochen Seifert, Kempenich

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