Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Koblenzer SPD vor Ort
Austausch mit dem Örtlichen Personalrat am Campus Koblenz
Koblenz. Die Universität Koblenz-Landau hat schon aus historischen Gründen eine komplizierte Struktur. Sie verfügt über drei Standorte: Das Präsidialamt in Mainz und die beiden Campus in Koblenz und Landau. Alle drei Abteilungen werden durch einen örtlichen Personalrat (ÖPR) betreut, dazu gibt es noch einen Gesamtpersonalrat.
Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen in der Koblenzer SPD Martin Lips und seine Vorstandskollegen Denny Blank und Martin Schlüter informierten sich kürzlich vor Ort beim Personalratsvorsitzenden Hans-Josef Becker und dessen Kollegen Dr. Fred Thompson und Ralf Schmitt über die Besonderheiten und Probleme am Koblenzer Campus.
Neben den knapp 8.000 Studierenden arbeiten am Koblenzer Universitätsstandort etwa 188 nicht-wissenschaftliche Angestellte und 274 wissenschaftliche Mitarbeiter, hinzukommen etwa 300 Studierende, die als Aushilfen in der Verwaltung oder wissenschaftliche Hilfskräfte angestellt sind. Vergleicht man die personelle Besetzung etwa mit den Universitäten in Kaiserslautern oder Trier, so lässt sich feststellen, dass die Universität Koblenz-Landau um ein Drittel weniger Stammpersonal verfügt.
Kampf gegen befristete Arbeitsverhältnisse
Außerdem kommt hinzu, dass im nicht-wissenschaftlichen Bereich etwa 40 Prozent und bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern sogar 74 Prozent der Stellen befristet sind. „Der Kampf gegen befristete Arbeitsverhältnisse ist eine unserer großen Aufgaben. Nur mit unbefristeten Verträgen ist eine gute Lebensplanung und Aufgabenerfüllung möglich“, so Becker. Neben dem großen Thema der Befristungen bereitet dem ÖPR aber auch die zunehmende Zersplitterung der Koblenzer Universität Sorgen. Aufgrund des Platzmangels am Metternicher Campus wurde bereits die komplette Verwaltung in die Emil-Schüller-Straße verlegt und weitere Räumlichkeiten in der Innenstadt sind bereits angemietet: Effektivitätsverlust und lange Wege für die Studierenden sind die Folge.
Den Abschluss dieses sehr informativen Gesprächs bildete ein Wunsch Beckers und seines Gremiums: Ein gesteigertes Engagement der kommunal- und landespolitischen Entscheidungsträger für den Universitätsstandort Koblenz. Martin Lips versprach, diesem Wunsch so gut es geht nachzukommen: „Wir als AfA werden die angesprochenen Themen gerne mitnehmen und an die geeigneten Stellen weitertragen.“
Pressemitteilung der
AfA in der SPD-Koblenz
