Politik | 19.07.2023

Erwin Rüddel traf Barbara Ortmann-Braun von der „Deutsche Rheuma-Liga“

Austausch über Rheuma und die Rolle des Funktionstrainings

Für Rheuma-Erkrankte ist Funktionstraining weiterhin unerlässlich, befanden der heimische CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel und Barbara Ortmann-Braun von der Rheuma-Liga. Foto: K. Clemenz

Kreis Neuwied. „Jede dritte Person ist in Deutschland an Rheuma erkrankt“, erfuhr der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel bei einem Austausch mit Barbara Ortmann-Braun vom Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. der Deutschen Rheuma-Liga im Wahlkreis. Für viele Erkrankte ist es wichtig, dass das Angebot von Funktionstraining weiter ausgebaut werden kann.

Der christdemokratische Gesundheitspolitiker traf sich mit der Vertreterin der Rheuma-Liga zu einem Austausch. Die Erhaltung der Erwerbsfähigkeit, Hilfe zur Selbsthilfe, Pflege von sozialen Kontakten sowie Lebensqualität und natürlich eine Erhöhung der Beweglichkeit insgesamt sind bei den von Rheuma betroffenen Personen wichtige Ziele. „Eine große Einschränkung ist, dass in zahlreichen Schwimmbädern aufgrund hoher Energiekosten die Wassertemperatur gesenkt wird und somit das wichtige Bewegungstraining im Wasser für rheumatisch Erkrankte nicht mehr möglich ist. Hier brauchen wir schnell Lösungen“, berichtete Barbara Ortmann-Braun, die dazu auf die Tiemann-Studie zur Weiterentwicklung des Funktionstrainings verwies.

Demnach ist Funktionstraining eine ganzheitliche Bewegungstherapie für Rheumabetroffene und ein wichtiger Therapiebaustein in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen. Das Funktionstraining verfolgt mit dem biopsychosozialen Modell der ICF (International Classification of Functioning, Disability an Health) einen ganzheitlichen Ansatz. Funktionstraining findet in der Gruppe statt und fördert soziale Teilhabe auf vielfältige Weise. Funktionstraining bietet aber auch Hilfe zur Selbsthilfe. Die genannte Studie führt dazu zehn Empfehlungen auf.

Als wichtige Ziele nannte die Vertreterin der Rheuma-Liga, dass mangelnde Bewegung zu Schäden in Gelenken führen kann, weshalb Gelenke in Bewegung gehalten werden müssen. Durch Funktionstraining wird die „Funktion“ der Gelenke erhalten, wobei das Prinzip fördern ist, ohne zu überfordern. Fachkundige Anleitung vermitteln qualifizierte Therapeuten nach neuesten medizinischen und krankengymnastischen Erkenntnissen.

Das Miteinander in der Gruppe und der Austausch mit Gleichgesinnten ermöglicht mit der rheumatischen Erkrankung besser zurechtzukommen – Stichwort: langfristige Hilfe zur Selbsthilfe. Ebenso geht es um Erhöhung der Beweglichkeit, Pflege von sozialen Kontakten und damit der Lebensqualität sowie Teilhabe von chronisch kranken Menschen. Der Erhalt der Erwerbsfähigkeit sowie das Bewusstsein für rheumatische Erkrankungen zu schaffen, sind weitere wesentliche Ziele des Funktionstrainings.

Dem entgegenstehen aber aktuell Einschränkungen des Funktionstrainings der Rheuma-Liga durch eine Vielzahl von Bäder- und Therapiestätten-Schließungen. Speziell zu Funktionstraining und Bäderschließungen überreichte Ortmann-Braun eine Mappe mit Fakten und Informationen an Gesundheitsexperten Rüddel mit dem Vorschlag an Förderung und Investition durch Bund, Land oder Kommune bei Restaurierungen und Neubauten von Hallenbädern, Bedingungen wie Vorhalten der Bewegungsbecken, verpflichtendes Einräumen von Zeiten für Kinder-Schwimmkurse, Wassergymnastik-Gruppen mit gesundheitliche Einschränkungen zu knüpfen.

Rüddel empfahl, diesen Vorschlag mit dem rheinland-pfälzischen Innenministerium zu besprechen. Gleichzeitig will der Parlamentarier von sich aus nach weiteren Möglichkeiten suchen, die Rheuma-Liga zu unterstützen.

Positive Erörterung fand das Netzwerk „Rheuma vor“, zur „Verbesserung der rheumatischen Versorgungsqualität durch koordinierte Kooperation“ und das sich zum Ziel gesetzt hat in drei Bundesländern Strukturen und Behandlungsangebote für Rheumapatienten aufzubauen, damit entzündlich-rheumatische Erkrankungen bei den Betroffenen früher entdeckt und zielgerichtet behandelt werden können.

Obwohl eine weitere Förderung durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) vor kurzer Zeit abgelehnt wurde, versprach Rüddel hier dennoch das Gespräch zu suchen und zu intervenieren. Dazu sollen dem heimischen Gesundheitspolitiker weitergehende Informationen an die Hand gegeben werden. „Wir dürfen nicht aufgeben“, lautet hier die Devise.

Ein weiteres Thema war die elektronische Krankenakte. „Dazu muss aber noch sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden“, befand Barbara Ortmann-Braun. „In erster Linie muss klargestellt werden, wer welche Daten einsehen darf. Die Erfassung der Daten kann zukünftig bei entsprechender Auswertung den Krankheitsverlauf bzw. die Entstehung von Krankheiten bereits im Vorfeld erkenntlich machen“, bekräftigte Erwin Rüddel mit der Zusage des weiteren gemeinsamen Austauschs mit der Rheuma-Liga.

Pressemitteilung des Büros

Erwin Rüddel (CDU), MdB

Für Rheuma-Erkrankte ist Funktionstraining weiterhin unerlässlich, befanden der heimische CDU-Gesundheitspolitiker Erwin Rüddel und Barbara Ortmann-Braun von der Rheuma-Liga. Foto: K. Clemenz

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