Politik | 29.11.2017, 11:13 Uhr

Netzwerk „Frühe Hilfen“ in der Region gut aufgestellt

Austausch und Weiterbildung garantieren qualifizierte Angebote

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe der „Frühen Hilfen“ zu sehen, gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Wolf, Uni Siegen, (hintere Reihe, 2.v.li.) sowie Ute Krämer-Bönisch, Leiterin des Jugendhilfezentrum für Eitorf und Windeck (2.v.li.). privat
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Rhein-Sieg-Kreis. Es ist wichtig, Eltern in ihrer Verantwortung und Kompetenz zu stärken, damit die Kinder möglichst (lange) im gewohnten und vertrauten Umfeld wohnen und wachsen können. Dazu gehört auch, verschiedene Lebens- und Erziehungsmodelle zuzulassen“, dies ist das Fazit, welches die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Netzwerks „Frühe Hilfen“ anlässlich ihrer Jahresveranstaltung zogen. 120 Fachkräfte trafen sich jetzt in der Bürger- und Kulturhalle kabelmetal in Windeck-Schladern. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Steuerungsgruppe der Frühen Hilfen in enger Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendamt, Jugendhilfezentrum für Eitorf und Windeck. Großen Wert legen die Netzwerkerinnen und Netzwerker auf fachlichen und persönlichen Austausch, mit dem sie optimale Beratung und Angebote sicherstellen wollen. „Die Netzwerkarbeit zeichnet aus, dass sich ihre Mitglieder regelmäßig persönlich treffen und kennenlernen. So kann Ratsuchenden kompetent und guten Gewissens die für sie passende Fachkraft und Institution empfohlen werden. Der fachliche Austausch und regelmäßige Weiterbildungen garantieren qualifizierte Beratung und Angebote für die Bürgerinnen und Bürger“, betonte Ute Krämer-Bönisch, Leiterin des Jugendhilfezentrums Eitorf/Windeck, bei der Veranstaltung.

Diesen Eindruck bestätigte Professor Dr. Klaus Wolf, der in seinem Einführungs-Vortrag das Fazit zog, dass die Region bei den Frühen Hilfen gut aufgestellt sei.

„Was brauchen Kinder und Jugendliche für eine gute Entwicklung – Was können die Frühen Hilfen dazu beitragen?“, dieser Frage ging er nach. Unterschiedliche Milieus und unterschiedliche Kulturen prägen das Leben von Eltern und Kindern. Das erfordert unterschiedliche Antworten. Diese können je nach Aufgabe von Kindergarten, Schule, Beratungsstelle oder Jugendamt unterschiedlich ausfallen, so Professor Wolf.

Bemerkbar macht sich der Wegfall alt hergebrachter generationsübergreifender Familienstrukturen bei der Entlastung von Familien im Alltag und in akuten Problemlagen der Eltern und ihrer Kinder.

Daher sei der Ausbau präventiver und niedrigschwelliger Angebote, wie beispielsweise im Bereich „Kochen, Haushaltsführung, Behördengänge“ nötig. Darin waren sich die Fachkräfte aufgrund ihrer Erfahrung ebenfalls einig.

Pressemitteilung Rhein-Sieg-Kreis

120 Fachkräfte trafen sich in Windeck-Schladern.

120 Fachkräfte trafen sich in Windeck-Schladern.

Die Mitglieder der Steuerungsgruppe der „Frühen Hilfen“ zu sehen, gemeinsam mit Prof. Dr. Klaus Wolf, Uni Siegen, (hintere Reihe, 2.v.li.) sowie Ute Krämer-Bönisch, Leiterin des Jugendhilfezentrum für Eitorf und Windeck (2.v.li.). Fotos: privat

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