Freie Wählergruppe Zepp e.V.
Auswertung des Bürgerfragebogens
Bell. Vor einigen Monaten hat die Freie Wählergruppe Zepp einen Fragebogen an alle Haushalte in Bell verteilt. Der Fragebogen beinhaltete die folgenden Fragestellungen:
• Welches sind die wesentlichen Erwartungen, die die Einwohnerinnen und Einwohner von Bell an die Wählergruppe und den Ortsbürgermeister haben?
• Wo sehen die Bürgerinnen und Bürger von Bell zukunftsorientierte Ansatzpunkte, um das Zusammenleben in Bell weiter zu verbessern?
• Wie ist die bisherige Zufriedenheit mit dem neuen Ortsbürgermeister und dem Agieren der FWG Zepp im Gemeinderat und seinen Verwaltungsausschüssen?
Die Wählergruppe hat sich über die größtenteils positiven und konstruktiven Rückmeldungen gefreut und möchte an dieser Stelle gerne insbesondere auf die Erwartungen und Wünsche der Bevölkerung eingehen
Leider kann auf einige wenige Beiträge nicht eingegangen werden, da sie auf falschen Annahmen beruhten, die ohne eine Rücksprache mit dem Einsender nicht ausgeräumt werden können.
Es wurde vorgeschlagen, dass beim Bau von neuen Wohnhäusern die Pflanzung von Bäumen auf dem Grundstück verpflichtend wird. Gemäß den Möglichkeiten, die die Gemeinde hat, hat der Gemeinderat z.B. beim Baugebiet Gänsehals nun vorgesehen, dass keine Schottergärten erlaubt werden. Außerdem wird eine eine bestimmte Anzahl an Pflanzungen von heimischen Bäumen vorgegeben.
Es wurde gefragt, ob tatsächlich ausreichend Interessenten für neue Baugebiete da sind. Dies kann deutlich bejaht werden, da für das Baugebiet Gänsehals mehr als doppelt so viele ernsthafte Interessenten als Bauplätze vorhanden sind. Auch wurde die Dauer von der Planung bis hin zur Umsetzung des Baugebietes kritisiert, was absolut verständlich ist. Insbesondere Ortsbürgermeister Stefan Zepp hat sehr viel Zeit investiert, um das Baugebiet auf den Weg zu bringen. So hat beispielsweise die Grundstückverhandlung mit nur einem Eigentümer zu einer Verzögerung von 15 Monaten geführt.
Die FWG Zepp ist froh, dass nun der abschließende Gemeinderatsbeschluss herbeigeführt werden konnte, so dass die Grundstücke in Kürze von der Gemeinde erworben werden können.
Ein weiteres Anliegen war, dass sich im Ort ansässige große Gewerbebetriebe nicht innerhalb des Ortsbereiches weiter ausdehnen sollten. Diese Auffassung teilt die Wählergruppe Zepp. Die Idee weitere Grünflächen biodivers zu bepflanzen (z.B. Fläche im Gewerbegebiet) begrüßt die FWG Zepp ausdrücklich. Es ist der Wunsch nach kulturellen Veranstaltungen geäußert worden. Dieses Anliegen unterstützt die Wählergruppe natürlich auch, da es eines ihrer Ziele ist, die soziale Gemeinschaft zu stärken. Wenn die Corona-Situation es zulässt, werden selbstverständlich wieder Info-Abende und Veranstaltungen stattfinden.
Es gibt verschiedene Anregungen und Wünsche zur Verkehrssituation. So ist es auch der Wunsch der Wählergruppe, auf der Hauptstraße und der Wehrerstraße die Höchstgeschwindigkeit durchgängig auf 30 km/h zu beschränken. Leider kann die Gemeinde diese Entscheidung nicht alleine treffen, da es sich hier um eine Landesstraße bzw. Kreisstraße handelt. Die FWG Zepp plant hier eine Unterschriftenaktion, um dem Antrag der Gemeinde Nachdruck zu verleihen.
Bei der dringend sanierungsbedürftigen Straße in Richtung Wehr und des „Bermuda-Dreiecks“ liegen die Zuständigkeiten beim Land. Der Ortsbürgermeister ist kontinuierlich mit den zuständigen Stellen im Gespräch und versucht, den Baubeginn nach seinen Kräften zu beschleunigen. Es ist zu befürchten, dass es noch längere Zeit dauert, bis sich hier etwas tut. Die Prioritäten des Landes liegen verständlicherweise im Ahrtal. Abgesehen davon scheint die Landesbehörde, Schwierigkeiten beim Erwerb von Grundstücken zu haben.
Es wurde der Wunsch nach mehr Geschwindigkeitsmessungen geäußert. Es ist (auf Antrag der FWG Zepp) vorgesehen, zusätzliche Geschwindigkeitsmessgeräte anzuschaffen, die dauerhaft an neuralgischen Punkten aufgestellt werden sollen.
Weiterhin wurde Kritik an verschiedenen Verkehrs- und Parksituationen im Ort geäußert. Dieser Punkt ist im ständigen Fokus der Gemeinde. Da es hier leider nicht möglich ist, alle unterschiedlichen Wünsche zu befriedigen, wird immer nach Kompromissen gesucht, die den verschiedenen Ansprüchen möglichst gerecht werden.
Einige Bürgerinnen und Bürger sind sehr über rücksichtslose Hundehalter verärgert. Hierzu hat die Gemeinde in der Zwischenzeit bereits einen Aufruf veröffentlicht.
Geäußert wurde der Wunsch, sich um die Historie des Dorfes zu kümmern. Dazu hat die Wählergruppe bereits vor einiger Zeit die Einrichtung eines Dorfarchives im Gemeindehaus initiiert. Mittlerweile konnte die Sammlung des Dorfchronisten Karl Schneider übernommen, werden. Diese wird nun gesichtet. Anschließend werden die vorhandenen Unterlagen und Fotos sortiert und archiviert.
Auch auf der Wunschliste steht die Integration aller Altersgruppen und die Durchführung gemeinsamer Aktionen. Dieses Themas wird sich die Wählergruppe weiterhin gerne im Rahmen der coronabedingten Möglichkeiten annehmen.
In der Umsetzung befindet sich bereits der Wunsch nach einem Jugendtreff. Dazu wurde ein Bauwagen angeschafft und neben dem Backes aufgestellt. Er wird momentan zusammen mit Jugendlichen auf Vordermann gebracht.
Darüber hinaus hat sich eine Gruppe von Jugendlichen gefunden, die den Junggesellenverein wieder aufleben lassen möchte.
Eine Mitbürgerin regte die ehrenamtliche Unterstützung von älteren Bellerinnen und Bellern an, die nicht mehr mobil sind oder Unterstützung bei Verwaltungsangelegenheiten benötigen. Eine Ehrenamtsgruppe, die genau diese Hilfen bietet, wurde bereits vor längerer Zeit durch die Wählergruppe ins Leben gerufen. Anfragen hierzu können gerne an den Ortsbürgermeister gerichtet werden.
Nachgefragt wurde nach der Möglichkeit der stundenweisen Einrichtung einer Poststelle und der Aufstellung eines Geldautomaten. Hier ist die Situation leider so, dass die Konditionen der Post für den Betreiber einer Poststelle nicht sonderlich attraktiv sind, so dass es sehr schwierig ist, jemanden zu finden, der diese Aufgabe übernehmen möchte. Geldautomaten sind für die Banken in einem Ort der Größe von Bell nicht rentabel. So lange sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert oder ein in Bell ansässiges Unternehmen diese Dienstleistungen mit übernehmen möchte, werden wir in Bell leider auf diese Einrichtungen verzichten müssen.
Den Wunsch nach einem Dorfladen verfolgt die Wählergruppe derzeit nicht mit erster Priorität, da die wesentlichen Artikel eines Dorfladens in „Silkes Eckchen“ und bei der Fa. Wierlemann erworben werden können.
Auch der Wunsch nach Gastronomie im Ort wurde verständlicherweise geäußert. Hier hat die Wählergruppe leider kaum Möglichkeiten, eine Verbesserung herbeizuführen. Da kein Gebäude mehr im Ort existiert, das die erforderlichen infrastrukturellen Voraussetzungen bietet, besteht hier wenig Hoffnung. Es konnte zumindest der Bürgertreff nach einer coronabedingten Pause für eine kurze Zeit wieder geöffnet werden, der auch gut angenommen wurde.
Pressemitteilung
Freie Wählergruppe Zepp e.V.
