Gewässerschau im Brohltal
Bach unter die Lupe genommen
Illegale Holzlager und Gartenhütten könnten zum Problem werden
Brohl-Lützing. Die Ahrflut hat auch die Gemeinden im Bereich des Brohlbaches in Alarmbereitschaft versetzt. Der Gemeinderat Brohl-Lützing hatte eine Resolution verfasst, der sich die Anliegergemeinden des Brohltals angeschlossen hatten. Bereits in der Vergangenheit hat es Hochwasserereignisse auch am Brohlbach gegeben, mit zum Teil verheerenden Folgen. Daher sei es wichtig, die Situation des Baches und der Uferbereiche in Augenschein zu nehmen, um einer Katastrophe, wie sie sich an der Ahr ereignete, zumindest im Vorfeld entgegenzuwirken. Jetzt fand zu diesem Thema am Brohlbach von der Gemarkungsgrenze Nähe des Restaurants „Jägerheim“ bis zur Mündung in den Rhein eine Gewässerschau statt.
Träger der Unterhaltungslast in diesem Abschnitt ist der Landkreis Ahrweiler, der die Gewässerschau gemäß den einschlägigen Vorschriften alle fünf Jahre durchzuführen hat. Teilgenommen haben neben Behördenvertretern der SDG-Nord Koblenz, der Kreisverwaltung Ahrweiler und der Verbandsgemeindeverwaltung Bad Breisig auch Landtagsabgeordnete Petra Schneider, Ortsürgermeister Dr. Frank Gondert sowie Mitglieder des Gemeinderates. Bei der Gewässerschau wurde die Einhaltung der wasserrechtlichen Anforderungen, insbesondere zum Hochwasserschutz und zur ökologischen Funktion des Brohlbaches überprüft.
Es wurden verschiedene Gefahrenstellen und unzulässige Nutzungen am Gewässer festgestellt.
Einige Abflusshindernisse werden kurzfristig im Auftrag des Landkreises beseitigt. Bei den illegalen Nutzungen handelt es sich insbesondere um Holzlager und illegale Gartenhütten in unmittelbarer Gewässernähe im Kleingartenbereich „In der Mühlenwiese“ in der Gemarkung Brohl. Da die Bearbeitung aller Missstände durch die Kreisverwaltung kurzfristig nicht möglich sein wird, appelliert die Ortsgemeinde an alle Anlieger des Brohlbaches, ihre Grundstücke in eigener Verantwortung in der Nähe des Gewässers baldmöglichst zu räumen.
Die Uferbereiche des Brohlbaches wurden in Augenschein genommen, um mögliche Gefahrenquellen zu benennen und zu beseitigen. Foto: privat
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