Politik | 14.04.2016

Erwin Rüddel, MdB (CDU)

Bahnlärm soll bis 2020 um 50 Prozent reduziert werden

Kreis Neuwied. „Entgegen anderer Behauptungen findet das durch den starken Güterverkehr belastete Mittelrheintal Berücksichtigung im Bundesverkehrswegeplan“, erklärt der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel.

Der mit rund 265 Milliarden Euro Gesamtumfang vorgelegte Plan beinhaltet auch ein zweistufiges Konzept zur Entlastung des Mittelrheintals. In der ersten Phase soll ein Teil des Güterverkehrs auf die Entlastungsstrecke Köln/Hagen – Siegen – Hanau verlagert werden. Der Ausbau dieser Maßnahme wurde in die höchste Dringlichkeitskategorie des Bundesverkehrswegeplans, den ‚Vordringlichen Bedarf‘ aufgenommen und soll das Rheintal um 85 Züge pro Tag entlasten.

In der zweiten Phase ist die Neubaustrecke Troisdorf – Mainz-Bischofsheim geplant. Diese wurde in den ‚Potentiellen Bedarf‘ eingestuft. „Damit kann die Neubaustrecke bei einem positiven Bewertungsergebnis in den ‚Vordringlichen Bedarf‘ aufsteigen“, erklärt der Gründer der Parlamentsgruppe Bahnlärm. Aufgrund der Größe des Projektes konnten Kostenermittlung, Bewertung und Optimierung noch nicht abgeschlossen werden. Die Arbeiten werden jedoch mit Hochdruck vorangetrieben.

Alle Behauptungen, dass eine zügige Realisierung der Alternativstrecke möglich sei, weist der Abgeordnete zurück. „Selbst nach der Einordnung in den vordringlichen Bedarf würde die Umsetzung noch viele Jahre in Anspruch nehmen. Den Menschen vor Ort diese Neubaustrecke als kurzfristige Lösung zu verkaufen ist nicht gerechtfertigt und nicht seriös“, so Rüddel weiter.

Darüber hinaus stellt aus Sicht des Abgeordneten die grundsätzliche Reduzierung des Bahnlärms eine zentrale Maßnahme für das Mittelrheintal dar. „Unser Ziel bleibt es, den Schienenlärm bis 2020 zu halbieren. Deshalb soll noch in diesem Jahr die Hälfte aller Güterzüge auf leisere Bremsen umgerüstet sein. Ab 2020 dürfen dann keine Züge mehr das deutsche Schienennetz befahren, bei denen noch keine Umrüstung vorgenommen wurde“, hebt der heimische Abgeordnete hervor.

Unterstützt wird dieser Plan durch die Schweiz, die beabsichtigt, ab 2020 keine Güterwaggons ohne die sogenannten ‚Flüsterbremsen‘ das eigene Schienennetz mehr befahren zu lassen. Eine weitere Verbesserung beim Lärmschutz werden die Maßnahmen sein, die durch den Projektbeirat „Leiseres Mittelrheintal“ definiert worden sind. Dieser stellt für Lärmschutzmaßnahmen wie beispielsweise Lärmschutzwände, Schienenschleifen oder Geländeausfachungen rund 80 Millionen Euro zur Verfügung.

„Hier können zeitnah lärmmindernde Projekte umgesetzt werden. Das verstehen wir unter verlässlicher und seriöser Politik, anstatt mit unrealistischen Maximalforderungen den Bürgern Sand in die Augen zu streuen“, erklärt Erwin Rüddel abschließend und weist darauf hin, dass sich die Landesgruppe Rheinland-Pfalz der CDU-Bundestagsfraktion auch in Zukunft mit unverändertem Eifer dafür einsetzen wird, dass die Menschen im Mittelrheintal eine wirksame Lärmminderung erhalten.

Pressemitteilung

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