Politik | 02.09.2014

Stellungnahme und Hilfestellung des Gewerbevereins Swisttal e.V.

Befragung zur Neuansiedlung eines „Netto-Marken Discount“

Swisttal. Der Gewerbeverein Swisttal befürwortet die Stärkung der Ortskerne und die Anwendung des Einzelhandelskonzepts.

Die Neuansiedlung des Netto-Marken Discount könnte auch als ein Swisttaler Projekt verstanden werden, das heißt, es ist sowohl für Morenhoven wie auch für Buschhoven von Interesse. Eine alternative Ansiedlung, auch von anderen Lebensmittelmärkten, im Ortskern von Buschhoven ist nach bisherigem Kenntnisstand ausgeschlossen.

Stärkung der Dorfkerne

Der Gewerbeverein Swisttal hat sich in der Vergangenheit, wie auch in der Gegenwart immer für die Stärkung der Dorfkerne ausgesprochen. Aus diesem Grund wurden vor einem Jahr Gespräche mit einem Investor geführt. Das Ziel war herauszufinden, ob ein Lebensmittelmarkt einer großen Kette bereit ist, sich im Buschhovener Ortskern anzusiedeln.

Der gefundene Investor beendete sein Engagement, als die Vollsortimenter REWE und EDEKA, wie auch verschiedene Discounter, unter anderem Netto, als Mieter absagten. Als Gründe wurden die schmalen An- und Abfahrten durch das umliegende Wohngebiet, wie auch der zu kleine Einzugsbereich des Ortes Buschhoven genannt. Diese Aussagen sind auch von anderen Orten bekannt. Leider ist festzustellen, dass Ladeneinheiten immer großräumig geplant werden und die großen Versorger sich nicht in Ortskernen ansiedeln. Es stellt sich jetzt die Frage, ob der Netto-Marken Discount zwischen Buschhoven und Morenhoven sinnvoll ist.

Derzeit fließen 40 Prozent der Kaufkraft in die umliegenden Kommunen (Rheinbach, Alfter, Bonn) ab. Beide Dörfer zusammen haben ein Einzugsgebiet von rund 5.000 Einwohnern.

Eine Befragung der Morenhovener Bürger

Der gewählte Standort zwischen Buschhoven und Morenhoven betrifft die Morenhovener ebenfalls, da der Netto-Markt von den Morenhovenern Neubaugebieten teilweise schneller zu erreichen ist, wie von weiten Teilen Buschhovens. Aufgrund dieses Sachverhalts ist zu überlegen, ob die Morenhovener nicht ebenfalls befragt werden müssten. Einen Lebensmittelmarken- und Lebensmitteldiscountanbieter in einem Ort zu haben ist kein "entweder - oder", sondern heutzutage ein "sowohl - als auch". Bekannt ist dies aus den umliegenden Kommunen, dass Rewe und Aldi oder andere nebeneinander gut existieren.

Das Problem ist viel mehr, dass der räumliche Zusammenhang in Buschhoven nicht gegeben sein wird. Der Kundenfrequenzbringer Discounter steht den Geschäften im Ortskern nicht zur Verfügung. Da niemanden gezwungen werden kann sich im Ortskern anzusiedeln, hat nach heutigem Kenntnisstand die Bevölkerung nur die Wahl zwischen einen Netto-Markt am Ortsrand oder keinen zusätzlichen Markt. Aus Sicht des Gewerbevereins Swisttal muss unbedingt vermieden werden, dass vielleicht der 3. größte Swisttaler Ort künftig einmal ohne eine Nahversorgung dasteht! Unabhängig von dieser Entscheidung fordert der Gewerbeverein den Ortskern von Buschhoven weiterzuentwickeln – insbesondere, um die bestehenden Geschäfte zusichern. Das Einzelhandelskonzept muss hier als Rahmen weiter gelten. Dazu wurden bereits verschiedene Gespräche geführt und wird ein Runder Tisch vorbereitet. Die Gemeindeverwaltung ist insbesondere mit ihrer planerischen und koordinierenden Kompetenz gefordert.

Pressemitteilung

Gewerbeverein Swisttal e.V.

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