Politik | 01.04.2017, 14:25 Uhr

Offene Kinder- und Jugendarbeit in Bad Neuenahr-Ahrweiler

Bei der Jugendbeteiligung über den Tellerrand schauen

Gruppenleiterinnen sind bei Gründung eines rheinland-pfälzischen Dachverbands in Speyer dabei

Mehr Beteiligung für Jugendliche am gesellschaftlichen und politischen Leben ist das Ziel des neu gegründeten Dachverbands, in dem sich auch die Gruppenleiterinnen der kreisstäditischen OKUJA engagieren.  privat
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Bad Neuenahr-Ahrweiler. Jasmine Schroer und die Schwestern Louisa und Ann Kathrin Glöde sind seit einigen Jahren als Gruppenleiterinnen in der Offenen Kinder- und Jugendarbeit OKUJA der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler aktiv. Vor allem haben es ihnen die Offenen Projektorientierten Beteiligungsaktionen angetan, die in der Stadt seit 2010 regelmäßig durchgeführt werden. Jugendliche können in Bad Neuenahr-Ahrweiler mit tatkräftiger Hilfe des OKUJA-Teams ihre Wünsche und Ideen in Form von Projekten umsetzen. Diese Art der Beteiligung ist laut Sara Wessel, Leiterin der OKUJA, sehr nah an den Lebenswelten der Jugendlichen, sie ist niederschwellig und flexibel. „Jugendliche möchten sich heute nicht mehr langfristig in einem Gremium, wie zum Beispiel einem Jugendbeirat, engagieren. Sie haben ein Thema und möchten dieses möglichst kurzfristig umsetzen, und unser Job ist es, sie dabei zu unterstützen“, so Wessel.

Im vergangenen Jahr haben sich Louisa und Ann Kathrin Glöde beispielsweise dafür eingesetzt, dass die OKUJA jetzt auch auf Facebook und demnächst auch auf Instagram vertreten ist. Außerdem sind sie Teil des Teams, dass die jährlich stattfindende Jugendversammlung organisiert.

Aber das Engagement der Schülerinnen geht mittlerweile auch über die Stadtgrenzen Bad Neuenahr-Ahrweilers hinaus. Im November 2016 haben die Gruppenleiterinnen das Konzept der Offenen Projektorientierten Beteiligung der OKUJA mit großem Erfolg auf der Jugendparlamentstagung „So geht’s“ in Worms vorgestellt. Seit Februar arbeiten sie gemeinsam mit 15 Jugendlichen aus ganz Rheinland-Pfalz an der Gründung eines rheinland-pfälzischen Dachverbands für Jugendbeteiligung mit. Bei einem Planungswochenende in Speyer wurde mit Unterstützung der Jugendförderung Speyer, jugend.rlp und medien.rlp ein erster Satzungsentwurf angefertigt. „Das Tolle an diesem Projekt ist, dass sich Jugendliche, die sich in den unterschiedlichsten Formen politisch beteiligen, einen gemeinsamen Dachverband gründen“, so Louisa Glöde. „Daher sind wir guter Dinge, dass das Thema Jugendbeteiligung auch in Bad Neuenahr-Ahrweiler immer wichtiger und präsenter wird und somit auch wir Jugendlichen“, freut sich ihre Schwester Ann- Kathrin.

Mehr Beteiligung für Jugendliche am gesellschaftlichen und politischen Leben ist das Ziel des neu gegründeten Dachverbands, in dem sich auch die Gruppenleiterinnen der kreisstäditischen OKUJA engagieren. Foto: privat

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